Chris von Rohr
Chris von Rohr
Mit 13 Millionen verkaufter Tonträger ist Chris von Rohr der erfolgreichste Rockmusiker, Produzent und Songwriter der Schweiz.
Der Gründer und Bassist der Band „Krokus“, der auch Gruppen wie Gotthard, Lovebugs oder Patent Ochsner produzierte, wurde über 50 Mal mit Edelmetall, darunter auch Gold und Platin in USA und Kanada, ausgezeichnet.
Nationalen Kultstatus erreichte Chris mit dem Wort des Jahres 2004: „Meh Dräck“. Mehr „Dreck“ wollte er hören von den für ihn allzu polierten, stromlinienförmigen Kandidaten in diversen Castingshows .
Chris moderierte während sieben Jahren bei einem Schweizer Privatradio-Sender seine eigene Radioshow „Volles Rohr“ und schrieb die beiden Bestseller „Hunde wollt ihr ewig rocken“ und „Bananenflanke“. Seine Band Krokus landete ausserdem 2010 wieder auf Platz 1 der Schweizer Album Charts.
Chris von Rohr über Tonspur
„Auf die Sendung Tonspur freue ich mich besonders, weil ich hier auf spannende Menschen treffe und die Sendung Musik im Hauptfokus hat. Ich fand es schon immer reizvoll zu erfahren, wer welche Songs als Wegweiser oder Schlüssellieder im Leben hat.“
Chris von Rohrs persönliche Playlist
Procol Harum: A Whiter Shade Of Pale
Bis heute liebe ich diesen balladeske, dunkle Hymne mit Bach-Einflüssen. Nichts klang 1967 vergleichbar. Keines der über 900 Covers übertraf je das Original. Pure, klingende Poesie, nie cheap und kitschig. Mitten in meine Adoleszenz. Stärker geht’s nicht. Da fühlt man Musik noch anders und trägt die Songs dieser Zeit ein Leben lang mit sich rum.
Beatles: She Loves You
Was für ein Knaller in 2.20 min! Ich kam—sah und versiebte meine erste grosse Liebe. Ich hab‘s überlebt. Und die Fab 4 haben‘s allen gezeigt! No one comes even close!
Bob Dylan: Like A Rolling Stone
Das Meisterwerk von Bob Dylan ging auch an mir nicht spurlos vorbei. Diese Akkordfolge, das ganze Setting dieses Songs ist atemberaubend. Wer reimt schon „kiddin you“ mit „didn’t you“?
Der Text, die Melody, einfach alles traf mein Lebensgefühl 1965.
Rolling Stones: Satisfaction
Ein Riff, das die ganze Welt kennt. Als ich die Vinyl-Single zum erstenmal auf meinem Batterie-Plattenspieler legte, zitterten nicht nur meine Hände. Ich war in einem Alpen-Internat und wusste, dass es so nicht weiter gehen konnte mit meinem Leben. Gimmie a new life! Die Stones gaben mir eines. Das war nicht nur der Überhammersong, sondern ein Weltbild - wir hatten alle genug von der „schaffe schaffe häusle bauä“ grauen lustlosen sich nützlich machenden Gesellschaft. Eine neue Generation wollte die Welt übernehmen. Solche Songs gibt’s heute nicht mehr.
John Lennon: Imagine
Ja, man könnte es einen Träumersong nennen, aber was ist falsch am träumen, vor allem wenn sie so tönen? Jeder der selbst Songs macht, weiss: nichts ist schwieriger als einen einfachen Song zu schreiben, ohne banal zu werden. Als grosser Beatles- und Lennon-Bewunderer sog ich diesen Song endlos in mich auf, und wenn wir ehrlich sind: diese Hymne voller Trost und Hoffnung ist aktueller denn je. Die Welt braucht sie.
Jimi Hendrix: All Along The Watchtower
Was Jimi aus diesem Dylan Song machte, ist schlicht unfassbar. Auf 4 Spuren aufgenommen-uncoverbar-schlicht genial. Schwebend und beissend in einem!
Robbie Williams: Me And My Monkey (live)
Welch grandioser Song und Drive - Robbie at it’s best. So stark kann Pop sein, ohne ins Sterile, Bedeutungslose abzufallen. Und immer schön mit einem Augenzwinkern! Das nenne ich Perfektion.
Bob Dylan: Working Man‘s Blues No 9
Dylan ist da man und das der Song der neueren Zeit. Unglaublich der Aufbau des Songs und die Poesie des Textes - das macht ihm keiner nach. Einen guten Drink, die Nacht ist längst durch, die Frau gegangen...dann dieser Song. Unschlagbar.





