«Affentheater» von und mit Lorenz Keiser
«Affentheater» von und mit Lorenz Keiser
Wenn die Welt durch eine so facettenreiche Brille wie die von Lorenz Keiser betrachtet wird, entsteht ein so rasanter wie amüsanter Mix. Der Kabarettist liefert Anschauungsmaterial in Hülle und Fülle zum chaotischen Alltag der Schweiz des 21. Jahrhunderts. Ein brilliantes Affentheater komplett mit rappenden Primarschülern und sprechenden Kängurus.
Handy kaufen? Erfordert ein Ingenieurstudium. Einen Kaffee bestellen? Sauschwer und schweineteuer. Die Gesellschaft verändert sich - und zwar rasant schnell Die Jungen werden immer älter, die Alten immer jünger. Vielen Rentnern fallen vor lauter Botox und aufgespritzten Lippen beim Fitness-Müesli-Essen die Flocken aus dem Mund. Viele Junge haben keine Ahnung, auf welchem Netz sie mit dem Fotoapparat SMS verschicken können und wo man drücken muss, um sich mit dem Handy zu rasieren.
Sind die Kinderkrankheiten am Verschwinden, weil wir sie besiegt haben oder weil es keine Kinder mehr gibt, die sie verbreiten können? Jetzt ist der Moment, an dem die Völker der Erde sich mischen, zum Beispiel Liechtenstein mit China. Sind wir auf dieses neue Bedrohungsbild vorbereitet? Und wenn es hinter einem tickt, ist das der Terrorist mit der Bombe oder Frau Zwygart beim Nordic Walking? Fragen, auf die Lorenz Keiser (manchmal) eine klare Antwort gibt.
Im Mai 2008 hat das Schweizer Fernsehen eine Aufführung von «Affentheater» im Kleintheater Luzern aufgezeichnet. Bildregie führte Stephan Schmuki.
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