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Die Bremer Kommissare

Die Bremer Kommissare (RB)

Hauptkommissarin Inga Lürsen

Sie ist bekennende Rabenmutter, geschieden und überzeugte Polizistin - Stöckelschuhe trägt sie weder privat, noch im Dienst. Job und Privatleben, dass konnte Inga noch nie trennen und sie ist darüber hinweg, dass sie es jemals lernen wird. Ingas 17-jährige Tochter Helen findet genau das klasse und ist stolz auf ihre Mutter.

Sie ermittelt auf eigene Faust und begibt sich selbst in höchste Gefahr. Mit ihren Alleingängen macht sie es Ihren Kollegen wirklich nicht einfach: Schließlich verlässt sie sich lieber auf ihren Bauch, als auf Aktennotizen. Mit ihrer Hartnäckigkeit nervt sie Tatverdächtige und Vorgesetzte gleichermaßen.

Inga wollte schon immer Menschen helfen, und mit ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn ging sie nicht nur ihrer besten Freundin auf die Nerven. Aber Inga kann sich in diesem Punkt einfach nicht zügeln, und inzwischen steht sie zu ihrem Handicap, es ist Stärke und Schwäche zugleich.

Die Ehe mit dem Vater ihrer Tochter hat zum Erstaunen vieler Freunde doch fast 10 Jahre gehalten: Ingas Freundin, Conny Barop, beschreibt Ingas Exmann in der Folge "Voll ins Herz" als "Der Mann der alles besser weiß und besser kann". Lange Zeit pendelte Helen zwischen ihrem Vater und Inga, doch seit der Oberstufe lebt sie ganz bei Inga.

Seit der Scheidung hat Inga zwar verschiedene Affären und kurze Beziehungen, doch keinen Mann läßt sie wirklich in ihr Leben. Ihre Tochter ist ja inzwischen erwachsen genug, und so genießt es Inga, dass sie sich ganz auf ihren Job konzentrieren kann, ohne sich für ihr Engagement rechtfertigen zu müssen. Eine Freiheit, die sie so schnell nicht wieder aufgeben will...

Schauspielerin Sabine Postel
Geboren in Neustadt/Niedersachsen, lebt Sabine Postel seit langem in Köln. Sie besuchte die Schauspielschule Bochum und war am Staatstheater Oldenburg, an den Bühnen der Stadt Essen und dem Schauspiel Köln engagiert. Dem Fernsehpublikum ist sie aus Fernsehfilmen und Serien bestens bekannt.

Für die Hauptrolle im Fernsehfilm "Der Antrag" wurde sie 1987 mit dem Jakob-Kaiser-Preis ausgezeichnet. Mit Chuzpe, Klugheit, Humor und weiblicher Raffinesse prägte sie die Rolle der betrogenen Ehefrau in der Produktion "Schlafende Hunde", die als bestes Fernsehspiel mit dem Telestar 1992 ausgezeichnet wurde.

Den Bambi erhielt sie 1994 für die Rolle der Sibylle Schefer in der Serie "Nicht von schlechten Eltern", 1998 wurde sie für diese Serie als "Beste Schauspielerin in der Kategorie Serien" für den Goldenen Löwen und den Telestar nominiert. Sie spielte die Hauptrolle in der erfolgreichen ZDF-Serie "Die Nesthocker". Bremer Tatort-Kommissarin ist sie seit 1997.

Kommissar Stedefreund

Stedefreund, Anfang 30, ist im Hannoveraner Umland aufgewachsen. Seine Jugend in den 80ern hat ihn geprägt: Bar jedweder übergreifender Ideologie oder auch nur eines leichter handhabbaren Ideals, ist sein Motto: "Mach's dir leicht, denn anders hast du's schwer."

Als Kommissar verschlug es ihn auf eine Stelle in Bremerhaven, wo er auch heiratete. Aber der Gefallen, den er an Frauen im Allgemeinen findet, schlug ihm ein Schnippchen. Die Gattin erwischte ihn mit seiner Freundin und warf ihn raus. Eine unschöne Trennungsphase stand an. Stedefreund floh vor der alltäglichen Konfrontation und ließ sich nach Bremen versetzen. Dort wurde er Mangels anderer freier Stellen zum Teamkollegen von Inga Lürsen. Die ist aber für Stedefreunds Geschmack etwas zu engagiert. Denn, so denkt er: Man tut seinen Job, was soll man sich darüberhinaus noch das Herz rausreißen?

Zu dumm nur, dass Stedefreund noch in der Besoldungsgruppe A11 steckt. Inga hat es schon auf A12 gebracht. Nun ist Stedefreund hin- und hergerissen. Er denkt zwar gar nicht daran so viel wie Inga zu arbeiten, wenn er ohnehin weniger Geld verdient. Aber die Beurteilung des Chefs ist ausschlaggebend für seine Beförderung. Wie also weiterkommen? Ganz einfach - einerseits dem Chef glauben machen, dass er eine emsige Kripobiene ist, andererseits in jedem unbemerkten Augenblick die Beine auf den Schreibtisch legen. Inga findet diese Haltung naturgemäß äußerst unkollegial.

Stedefreund, ein schlechter Mensch? Ganz so einfach ist es nicht. Inga mag ihn so sehen, aber Stedefreunds Kollegen finden, er ist ein prächtiger Kumpel. Alle bürokratischen Papiermanöver wickelt er mit links ab. Auch manche Zeugen reden lieber mit Stedefreund, der immer so gelassen scheint. Und gut aussehen tut er zudem, wie viele Freunde finden

Aber manchmal, wenn das Verhältnis zwischen ihm und Inga wiedermal am kritischsten steht, hat Stedefreund einen lichten Moment. Dann schützt er Inga und ihre unkonventionellen Methoden, hält ihr im Büro den Rücken frei und münzt vor dem Chef Ingas Zivilcourage in pflichtgetreue Ausführung der Befehle des Vorgesetzten um. Das allerdings passiert zu selten.

Schauspieler Oliver Mommsen
Oliver Mommsen, in Düsseldorf geboren, besuchte die Schauspielschule Maria Körber und machte eine Kameraausbildung bei Studio Actors & Camera in Köln. Er wurde für die Züricher Festspiele engagiert und spielte u.a. an der Volksbühne Berlin, an der Komödie am Kurfürstendamm und der Vagantenbühne Berlin, seit 1996 zunehmend auch Fernsehrollen. Er drehte zusammen mit Henry Hübchen den Kinofilm "Boran" und mit Laura Tonke "Junimond", in dem er die männliche Hauptrolle spielte.