Die Gewinnerin und die Nominerten in der Kategorie Politik
Die Gewinnerin
Karin Keller-Sutter - Polizei- und Justizdirektorin und Ständerätin
Ausgezeichnet als mutige Politikerin und für ihre Vorreiterrolle im Kampf gegen den Hooliganismus in der Schweiz.
Die sankt-gallische Justiz- und Polizeidirektorin hat mit ihrem konsequenten Vorgehen gegen Fussball-Hooligans in der Schweiz neue Massstäbe gesetzt. Die Präsidentin der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren Konferenz fordert im ganzen Land ein einheitliches und entschlossenes Vorgehen gegen pöbelnde Fans sowie Eingreifpolizisten und Schnellrichter gegen Hooligans. Ihr Credo: Gewalttätige Fussballfans müssen möglichst schnell gefasst, überführt und verurteilt werden. Zu diesem Zweck sollen im ganzen Land bei den Stadien spezialisierte Eingreifpolizisten und sogenannte Schnellrichter zum Einsatz kommen. Ihre Macherqualitäten gerade in der Hooligan-Debatte überzeugen und sind nach den letzten negativen Vorkommnissen in und rund um Fussballstadien dringender denn je. Das St. Galler Volk dankte es ihr mit einem Glanzresultat für den Ständerat.
Die weiteren Nominierten
Joseph Deiss - alt Bundesrat und Präsident der UNO Vollversammlung 2011
Nominiert für sein Präsidialjahr als UNO-Vorsitzender der Vollversammlung und Botschafter der Schweiz in der Welt.
Joseph Deiss blickt auf ein ereignisreiches Präsidialjahr bei der UNO zurück. Generalsekretär Ban Ki-moon dankte dem Schweizer. «Sie haben in einem sehr anspruchsvollen Jahr einen super Job gemacht», sagte Ban. Die 65. Generalversammlung konnte unter der Leitung von Deiss Fortschritte bei den UNO-Millenniumszielen wie der Halbierung der Armut und des Hungers verzeichnen. Erstmals hat die UNO in Libyen das Konzept der Verantwortung zum Schutz der Zivilbevölkerung angewandt. Deiss gelang es zudem, die Beziehungen zwischen der Gruppe der wirtschaftsstärksten Länder (G20) und den anderen 173 UNO-Mitgliedern zu verbessern. Als Höhepunkt seines Amtsjahres bezeichnete der alt Bundesrat die Aufnahme des Südsudans in die UNO. Dieser emotionale Moment habe den Gipfel eines friedlichen Prozesses zur Beendigung eines langen und tödlichen Konfliktes markiert, sagte Deiss.
Heidi Tagliavini - Schweizer Diplomatin
Nominiert als versierte Botschafterin und für ihre Verdienste um die Schweizer Diplomatie.
Niemand kennt Osteuropa so gut wie Heidi Tagliavini. Die Spitzendiplomatin legt einen erfolgreichen Bericht um die Provinz Südossetien vor, die sowohl Russland als auch Georgien für sich beanspruchen. Der Bericht kann als Handbuch zur Vermeidung künftiger Krisen gelesen werden. Seit 1982 steht sie im diplomatischen Dienst des Eidgenössischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und ist international bekannt als Leiterin heikler Missionen der internationalen Hilfe und Friedenserhaltung. Die herausragende Diplomatin der Schweiz untersuchte als Sonderbeauftragte der EU die Gründe für den Krieg zwischen Russland und Georgien in Abchasien und Südossetien und verfasste den nach ihr benannten Tagliavini-Bericht.




