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Die Gewinner und Nominierten in der Kategorie Kultur

Floriana Frassetto / Bernie Schürch

Die Gewinner

Floriana Frassetto / Bernie Schürch - Theater Mummenschanz

Ausgezeichnet für ihr 40-jähriges Bestehen und den grossen nationalen wie auch internationalen Erfolg mit dem Spektakel Mummenschanz.

Die legendäre Theaterformation Mummenschanz wird 40 Jahre alt und feiert das grosse Jubiläum weltweit mit einer grossen Tournee. Die genialen Ideen dieser Theatergruppe, die 1972 in Paris von Andres Bossard, Floriana Frassetto und Bernie Schürch gegründet wurde, begeistern bis heute. Mummenschanz hat über Generationen das Figurentheater nachhaltig geprägt. Nur eines blieb während der 40 Jahre immer gleich: Mummenschanz spricht eine Sprache ohne Worte, die aber jeder Mensch auf der ganzen Welt versteht. Auch wenn die Mummenschanz-Idee nun 40 Jahre alt wird, es ist ein junges Stück Theater geblieben, das nachhaltig in den Köpfen und Herzen der Menschen haften bleibt. Die Jubiläumstournee hat auch eine politische Botschaft: verantwortliche Nutzung von Energie und Förderung des Umweltbewusstseins.

Die weiteren Nominierten

Jean-Stéphane Bron - Filmregisseur

Nominiert für seinen erfolgreichen sowie einfühlsamen Film «Cleveland vs. Wall Street»

Jean-Stéphane Bron hat mit seinem Dokumentarfilm «Cleveland vs. Wall Street» eine faszinierende Lektion amerikanischer Staatskunde verfilmt. Die Stadt Cleveland verklagt 21 Wallstreet-Banken. Der Vorwurf: Sie seien verantwortlich für die Immobilienkrise. Der Prozess fand bis heute nicht statt, im Film aber schon – mit den realen Opfern und Anwälten. Der Lausanner Regisseur gewann den «Prix de Soleure» und den «Quartz 2011» als bester Schweizer Dokumentarfilmer. Der Westschweizer Filmemacher ist schweizweit bekannt geworden mit seinem Film «Mais im Bundeshuus». Nun hat Bron Chancen auf eine internationale Karriere.

Bice Curiger - Kuratorin und Direktorin 54. Biennale Venedig

Nominiert als erfolgreiche Kuratorin, die den weltweit wichtigsten Kulturanlass – die Biennale Venedig – als Direktorin gekonnt umgesetzt hat.

Mit der Ausstellung «IllumiNazione, IllumiNations» zeigte die Kuratorin mit den Arbeiten von 89 Künstlern aus aller Welt ein sicheres Händchen. Die Schweizerin zog als erste Frau an der Kunstbiennale in Venedig die Fäden im Hintergrund. Die älteste Kunstschau der Welt zog ein Millionenpublikum in die Lagunenstadt. Dass Curiger zu den ungekrönten Königinnen der Kunstszene zählt, hat drei Gründe: Erstens eignete sie sich ihre Kenntnis der zeitgenössischen Kunst während des Studiums der Kunstgeschichte über den Journalismus an. Zweitens kuratiert sie bereits seit 1980 Ausstellungen. Sie ist Kuratorin am Kunsthaus Zürich, wo sie vor allem monografische Ausstellungen zur Gegenwartskunst verantwortet. Und drittens hat sie seit jeher ein Ausnahmeverhältnis zu ihren Künstlern.