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Archiv Sendung vom 20.06.2010

Am 20. Juni 2010 im Programm der Sternstunden:

Am 20. Juni 2010 im Programm der Sternstunden:

Sternstunde Religion: Evangelisch-reformierter Gottesdienst zur internationalen Missionssynode
Sternstunde Philosophie: Kulturelle Revolution gegen Umweltkrisen? Der Sozialpsychologe Harald Welzer im Gespräch mit Judith Hardegger
Sternstunde Kunst: Sophiatown - Die Kulturszene Südafrikas vor der Apartheid

Sternstunde Religion: Evangelisch-reformierter Gottesdienst

Sternstunde Religion: Evangelisch-reformierter Gottesdienst

zur internationalen Missionssynode

10:00 Uhr

Heute ziehen viele Menschen von einem Kulturraum in einen anderen, nicht zuletzt durch Firmen, die ihre Leute in neue Produktionsgebiete versetzen. Die Kirchen haben darin lange Erfahrung. Sie entsenden durch ihre Missionsgesellschaften Mitarbeitende, um – zum Beispiel in Afrika – beim Aufbau von Gesundheitszentren mitzuwirken, bei der Schulung von Frauen und Jugendlichen, bei der Beratung für die Arbeit mit Kleinkrediten. Die Entsendung ist aber keine Einbahnstrasse: Wer von Afrika zurückkehrt, hat sich verändert, hat etwas angenommen von der andern Kultur und – mit hoher Wahrscheinlichkeit – viel gelernt. Das ist moderne Mission: Austausch von Wissen, Fähigkeiten und Lebenserfahrung.
Davon ist die Rede an der diesjährigen internationalen Synode der Missionsgesellschaften in Zürich. Und davon soll auch die Rede sein im Gottesdienst, der am 20. Juni 2010 aus dem Grossmünster Zürich übertragen wird und in dessen Rahmen neue Mitarbeitende ausgesendet werden. Die liturgische Verantwortung trägt der Ortspfarrer Christoph Sigrist, die Predigt hält die kamerunische Pfarrerin Jeanne Mbah. Zudem wirken mit: Pfr. Martin Breitenfeldt, Direktor von «mission 21», Pfr. Ruedi Reich, Präsident des Zürcher Kirchenrates und Pfrn. Thala Linder. An der Orgel spielt Andreas Jost, es singen die Chöre «Gloria» (koreanisch) und «Les Messagers d'Afrique» (kongolesisch). Das Ensemble «Helferei Grossmünster» spielt unter der Leitung von Anita Jehli.

Wiederholung der Sternstunde Religion auf SFinfo:
Dienstag, 22. Juni 2010 um 10.25 Uhr

VHS- oder DVD-Bestellung direkt: sternkopien@sf.tv

Sternstunde Philosophie: Kulturelle Revolution gegen Umweltkrisen?

Sternstunde Philosophie: Kulturelle Revolution gegen Umweltkrisen?

Der Sozialpsychologe Harald Welzer im Gespräch mit Judith Hardegger

11:00 Uhr

Vor dem Hintergrund der aktuellen Umweltkatastrophe vor den Küsten Amerikas werden die grossen Fragen nach der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen immer drängender. Der Krieg um die Verteilung der endlichen Ressourcen dieser Welt verschärft sich, die Lösungsvorschläge aus der Politik, der Wirtschaft und den Naturwissenschaften muten wenig hoffnungsvoll an. Die Kulturwissenschaften haben dazu bisher weitgehend geschwiegen. Der Sozialpsychologe und Kulturwissenschaftler Harald Welzer wagt sich in seinen Büchern («Klimakriege – wofür wird im 21. Jahrhundert getötet» und «Das Ende der Welt, wie wir sie kannten») an diese drängenden Themen heran. Sein Ansatz: eine kulturelle Revolution und eine globale Neudefinition gesellschaftlicher Werte. Was er damit meint, erklärt er Judith Hardegger in der «Sternstunde Philosophie».

Literaturtipps:
Claus Leggewie, Harald Welzer: Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. S. Fischer, Frankfurt 2009
Harald Welzer: Klimakriege – wofür wird im 21. Jahrhundert getötet?. S. Fischer, Frankfurt 2008

Wiederholung der Sternstunde Philosophie:
Montag, 21. Juni 2010 um 02.20 Uhr auf SF1
Dienstag, 22. Juni 2010 um 11.25 Uhr auf SFinfo
Mittwoch, 23. Juni 2010 um 04.35 Uhr auf SF1
Samstag, 26. Juni 2010 um 08.50 Uhr auf SF1
Sonntag, 27. Juni 2010 um 09.15 Uhr auf 3sat

VHS- oder DVD-Bestellung direkt: sternkopien@sf.tv

Die Sängerin Miriam Makeba war einer der Stars der vibrierenden Kulturszene Sophiatowns.

Sternstunde Kunst: Sophiatown

Die Kulturszene Südafrikas vor der Apartheid

12:00 Uhr

In den 1940er- und 50er-Jahren war Sophiatown ein kulturelles Zentrum von Johannesburg. In dem Stadtviertel lebten Farbige und Weisse, Musikerinnen, Künstler und Intellektuelle zusammen. Sophiatown besass eine lebendige Kulturszene mit Jazzgruppen wie den African Inkspots und den Manhattan Brothers, die zu Stars wurden. Nach dem Wahlsieg der National Party 1948 fiel der Stadtteil dem Rassismus und deren Apartheid-Politik buchstäblich zum Opfer. Sophiatown wurde 1962 durch die weisse Regierung geschleift. Zehntausende Farbige wurden in Townships zwangsumgesiedelt, der Stadtteil Sophiatown zu einem Gebiet nur für Weisse erklärt und in Triomf (Afrikaans für «Triumpf») umbenannt.

Der Dokumentarfilm erinnert an das pulsierende Leben in Sophiatown. Die ehemaligen Jazz- und Blues-Sängerinnen Dolly Rathebe, Thandi Klaasen und Dorothy Masuka erzählen von einem pulsierenden Leben. Weitere prominente Persönlichkeiten wie Nelson Mandela und Abdullah Ibrahim erinnern sich an die blühende Zeit.

Literaturtipp:
«Südafrikanische Fotografie. 1950 – 2010». Verlag Hatje Cantz, 2010
20 bekannte Fotografen wie David Goldblatt, Bob Gosani, Peter Magubane, Ranjith Kally, Cedric Nunn, Santu Mofokeng, Mikhael Subotzky, Pierre Crocquet, Jodi Bieber sowie unbekannte Fotografen des DRUM-Magazine aus dem BAHA-Archiv geben Einblicke in die Geschichte und Kultur Südafrikas von 1950 bis heute.

Wiederholung der Sternstunde Kunst:
Montag, 21. Juni 2010 um 00.15 Uhr auf SFinfo
Montag, 21. Juni 2010 um 03.20 Uhr auf SF1
Dienstag, 22. Juni 2010 um 13.00 Uhr auf SFinfo
Mittwoch, 23. Juni 2010 um 05.35 Uhr auf SF1
Samstag, 26. Juni 2010 um 09.50 Uhr auf SF1

Aus urheberrechtlichen Gründen kein VHS- oder DVD-Verkauf möglich.