Demnächst in der Sternstunde Kunst
Sonntag, 16. Dezember 2012, 11.55 Uhr auf SF1
The Independent Women
Dritte Folge der vierteiligen Dokumentationsreihe über US-Fernsehserien
Die Frauen haben die US-Serie erobert und sind die neuen Heldinnen der amerikanischen Serien. Ob als Ärztinnen oder Journalistinnen, Haus- oder Karrierefrauen – in den Serien stehen mehr und mehr Frauencharaktere wie die Fernsehjournalistin Murphy Brown in der gleichnamigen Sitcom oder die Ärztin Meredith Grey («Grey’s Anatomy») im Zentrum.
Angefangen hat der Aufbruch der Frauen mit der Mary Tyler Moore Show und der TV-Serie «Roseanne» mit Roseanne Barr. Die zwei Pionierinnen denken in der Dokumentation in Interviews ebenso über den Aufbruch der TV-Heldinnen nach wie ihre Nachfolgerinnen Candice Bergen und Eva Longoria und Felicity Huffmann (Desperate Housewifes) u.a. Nicht zuletzt kommen auch die Drehbuchautoren der Serien zu Wort, u.a. Darren Star, Drehbuchautor von «Sex and the City», Shonda Rhimes, Drehbuchautorin «Grey’s Anatomy» und der Drehbuchautor von «Desperate Housewifes» Marc Cherry.
Sendetermin: 16. Dezember 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 23. Dezember 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Die Aussenseiter kommen
Vierte Folge
Verrückte Helden von der Addams Family bis Beavis und Butt-head stehen im Mittelpunkt der letzten Folge von America in Primetime – der Dokumentation über US-amerikanische TV-Serien, welche die amerikanische Gesellschaft gleichzeitig spiegeln und prägen.
In den amerikanischen TV-Serien wurden Aussenseiter in den letzten 60 Jahren mehr zu zentralen Figuren. In der vierten Episode der Dokumentarfilmreihe «America in Primetime» denken unter anderen Danny de Vito, Alec Baldwin, John Astin alias Gomez Addams, die Autoren der MTV-Serie «Beavis und Butt-head», Mike Judge und von Seinfeld, Larry David über die Rolle der Aussenseiter, Egomanen und Nerds nach. Was macht die Verrückten liebenswert? Wie wurden Aussenseiter zu den eigentlichen Stars der TV-Serien?
Sendetermin: 23. Dezember 2012, 11.55 Uhr
Sternstunde Spezial am 26. Dezember 2012 auf SF1
Ursula – Leben im Anderswo
Film von Rolf Lyssy
Als Ursula Bodmer 1951 in Zürich zur Welt kommt, merkt niemand etwas. Nach einiger Zeit aber zeigt sich, dass das Kind, dessen Mutter es sofort nach der Geburt verlassen hat, blind und taub ist. Ursula steht eine Heimkarriere bevor – die Ärzte gehen von einer kurzen Lebensdauer aus.
Doch allen Prognosen zum Trotz ist aus dem kleinen Mädchen von einst eine mittlerweile 60-jährige Frau geworden. Ein Wunder? Ja und nein. Vor fünf Jahrzehnten hat Anita Utzinger das Kind in ihre Obhut genommen. Seither und bis heute findet sie als Pflegemutter mit ihrer Liebe Zugang zu Ursulas rätselhafter Welt.
Mitte der 60er-Jahre hat Rolf Lyssy am Dokumentarfilm «Ursula oder das unwerte Leben» von Reni Mertens und Walter Marti mitgewirkt. Jetzt hat er Ursula und Anita Utzinger wieder getroffen. Woher nimmt Ursula die Kraft, zu leben? Und woher hatte Anita Utzinger all die Jahre die Kraft für die Beziehung mit ihrem Schützling? Davon erzählt «Ursula – Leben in Anderswo». In Bildern und Dokumenten von einst. Und in bewegten und bewegenden Bildern von heute. Rolf Lyssy bringt eine Geschichte auf die Leinwand, in der die menschliche Liebe letztlich die einzige Verbindung zu Ursulas «Anderswo» ist, zu ihrem Universum ohne Bilder und Töne.
Sendetermin: 26. Dezember 2012
Sonntag, 6. Januar 2013, 11.55 Uhr auf SF1
Regilaul – Lieder aus der Luft
Eine musikalische Reise zwischen Schamanismus und Moderne
Der neue Film von Ulrike Koch dokumentiert das Aufblühen der estnischen Gesangskultur, in der das alte Volksliedgut erneut täglich präsent ist. Die Rückbesinnung auf die eigene Stimme, auf ein einfaches Lied, war ein wichtiger Faktor in der Unabhängigkeitsbewegung in den baltischen Staaten Ende der 1980er Jahre, die als «Singende Revolution» in die Geschichte einging. Nach einem überwiegend friedlichen Prozess der Loslösung stellte Estland im August 1991 seine Souveränität wieder her.
Die estnischen Regi-Lieder gründen in Volksliedern, deren Wurzeln auf die finno-ugrische Mythologie zurückgehen. Nachdem sie zu Sowjetzeiten verboten waren, erwachten sie mit der Unabhängigkeitsbewegung zu neuer Blüte und Wichtigkeit. So ist Regilaul kein harmloses Relikt aus einer überkommenen Zeit. Vielmehr trägt es grossen Reichtum in sich und machte den Esten und Estinnen Mut zu neuer kollektiver und individueller Identität.
Es gibt Lieder in zahlreiche Variationen über die Geburt der Welt, in denen Spuren der ältesten Mythen überlebt haben. Das einfachste Lied bemerkt knapp: Ein Vogel legte drei Eier und begann, seine Jungen anzuordnen – eines wurde zur Sonne, eines wurde zum Mond und eines wurde zur Erde.
Sendetermin: 6. Januar 2013
Trailer: (englisch)
Sonntag, 3. Februar 2013, 11.55 Uhr auf SF1
Les Reines Prochaines – Heldinnen des Alltags
Dokumentarfilm von Claudia Willke
Die Musik-Performanceband «Les Reines Prochaines» entstand in Folge der Jugend- und Frauenbewegung der 1980er Jahre und begeistert noch heute ihr Publikum auf beiden Seiten des Röstigrabens und im Ausland. Aus den jungen, frechen Aktionskünstlerinnen von einst sind gestandene Frauen geworden, die mit Vitalität, Witz und Versponnenheit ihre ureigene Swissness und Frauenpower in die Welt tragen. Der Film zeichnet die ungewöhnliche Geschichte der Band nach und begleitet die «künftigen» Königinnen bei Proben und auf ihrem Tourneealltag.
Hinweis: Les Reines Prochaines sind momentan auf Tour in der Schweiz. Die genauen Daten und Orte sehen Sie auf der Band-Website.
Sendetermin: 3. Februar 2013
Gerhard Richter Painting
Gerhard Richter, einer der international bedeutendsten Künstler der Gegenwart, öffnete der Filmemacherin Corinna Belz einen Frühling und einen Sommer lang sein Atelier, wo er an einer Serie grosser abstrakter Bilder arbeitete. In ruhigen, hoch konzentrierten Einstellungen lässt uns der Film an einem sehr persönlichen, spannungsgeladenen Schaffensprozess teilhaben. Wir sehen, wie Richter malt, wie er seine Bilder betrachtet und beurteilt, wie er überlegt, abwartet, verwirft, überarbeitet, manchmal auch zerstört und neu beginnt.
Der Blick auf die Leinwand erweitert und verändert sich. Die Bilder werden selbst zu Protagonisten. «Gerhard Richter Painting» ist das eindringliche Porträt eines Künstlers bei der Arbeit – und ein Film über das Sehen selbst.
Sendetermin: 2013
Mama Africa – Miriam Makeba
Filmische Hommage an die südafrikanische Sängerin
Mika Kaurismäkis Dokumentarfilm ist die Hommage an eine Frau, die wie keine andere die Hoffnung und die Stimme Afrikas verkörperte. Die im Jahr 2008 verstorbene Sängerin Miriam Makeba hat ein halbes Jahrhundert lang die Welt bereist und ihre engagierte Botschaft gegen Apartheid und Rassismus und für Gerechtigkeit und Frieden verbreitet. Sie wurde am 4. März 1932 in einem Township geboren und schon als sehr junge Frau war sie eine vielbeachtete Jazzsängerin der Manhattan Brothers und bald ein eigentlicher Star. Nachdem sie Südafrika verlassen musste, half ihr Harry Belafonte bei der Einreise und bei ersten Auftritten in den USA, wo sie zum Weltstar avancierte und afrikanische Musik populär machte. Während Jahrzehnten hat Miriam Makeba Musiker überall auf der Welt inspiriert und ein internationales Publikum begeistert. Gleichwohl ist sie den südafrikanischen Wurzeln ihrer Musik immer treu geblieben.
Den Lebensweg dieser außergewöhnlichen Künstlerin stellt der Film mit Hilfe seltener Dokumentaraufnahmen und zahlreichen Interviews dar. Freunde, Verwandte und Kollegen, die Miriam Makeba zum Teil schon seit deren Anfängen in den Dancehalls von Johannesburg kennen und schätzen, kommen dabei ebenso zu Wort wie junge Vertreterinnen der afrikanischen Musikwelt.
Sendetermin: Juli/August 2013
Filme in Produktion
Wange an Wange
Argentinier entdecken den finnischen Tango
Die Finnen haben einen skurrilen Humor – und: sie sind etwas scheuer als andere Völker. Dennoch ist der Tango DIE Volksmusik in Finnland. Der Dokumentarfilm begibt sich auf die Spuren des finnischen Tangos aus Sicht des Sängers Chino Laborde, des Gitarristen Diego «DIPI» Kvitko und des Bandoneonisten Pablo Greco’s. Die drei argentinischen Musiker reisen nach Finnland, um herauszufinden, ob Aki Kaurismäkis Aussage, dass der Tango in Finnland erfunden wurde, stimmt. Ein Dokumentarfilm von Viviane Blumenschein, produziert von Beetz Film.
Trailer (englisch):
Jetzt im Kino
Sagrada – El Misteri De La Creacio
Der neue Film von Stefan Haupt
Im Jahr 2026, so die jüngsten Prognosen, soll die Kathedrale Sagrada Família vollendet werden. Das Bauwerk in Barcelona wächst seit 130 Jahren. Es ist ein Monument von Menschenhand, an dem immer noch gebaut und gemeisselt wird. Diese katalanische Kathedrale, die streng genommen keine ist, weil sie nicht zum Bischofssitz erhoben werden kann, ist ein Magnet für Barcelona-Touristen. Gegen drei Millionen Besucher werden jährlich gezählt, sie tragen so finanziell zur Vollendung des Monuments bei.
Die Kathedrale, den «Temple Expiatori de la Sagrada Família», hat der spanische Architekt Antonio Gaudí entworfen. Er war damals 31 Jahre alt. Der neue Film des Zürcher Regisseurs Stefan Haupt ist eine visuell beeindruckende und vielschichtige Auseinandersetzung mit einem Phänomen, das über seine religiöse Bedeutung hinaus beeindruckt: Eine Kirche für die grosse Familie aller Menschen. Der Film erzählt vom aussergewöhnlichen architektonischen Prozess, technischem Fortschritt, der rigorosen Verkehrsplanung – und dem Glauben an eine Vollendung.
Sendetermin:
Der Film ist an Weihnachten 2013 in der Sternstunde Kunst zu sehen, und ab 22. November 2012 in den Schweizer Kinos.
Website zum Film
Trailer:
Bereits gesendet
Sonntag, 9. Dezember 2012, 11.55 Uhr auf SF 1
Markus Raetz
Die Augenspielereien eines Schweizer Künstlers
Anlässlich der grossen Ausstellung des zeichnerischen Werks von Markus Raetz im Kunstmuseum Basel zeigt die Sternstunde Kunst ein Filmporträt des Berner Künstlers von Iwan Schumacher. Dabei gewährte Markus Raetz erstmals einem Kamerateam Einblick in sein Schaffen.
Markus Raetz hat einen siebten Sinn für Wahrnehmungen der aussergewöhnlichen Art. Seine Werke verblüffen wie die Kunststücke eines Zauberers. Sie hinterfragen unsere Sehgewohnheiten und zeigen uns die Dinge von einer ganz anderen Seite. Installationen und Skulpturen verändern ihr Erscheinungsbild, indem sie sich selbst bewegen oder indem die Betrachter um sie herum gehen. Auf diese Weise verwandelt sich ein Hase in einen Mann mit Hut, der Beuys gleicht oder aus einem OUI wird ein NON. Indem wir miterleben, wie der ureigene Blick von Markus Raetz auf die Welt funktioniert, lernen wir den Menschen hinter diesen wunderbaren Kunstwerken kennen.
Aktueller Hinweis: Im Kunstmuseum Basel ist noch bis zum 17. Februar 2013 die grosse retrospektive Ausstellung «Markus Raetz - Zeichnungen» zu sehen.
Sendetermin: 9. Dezember 2012, 11.55 Uhr
Trailer:
Sonntag, 23. Dezember 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Glauser
Filmporträt des Schweizer Schriftstellers
Film von Christoph Kühn mit Zeichnungen von Hannes Binder
Psychiatrie Münsingen, 1934. Ruhig ist die Nacht und schwarz. Friedrich Glauser kommt vom Grübeln nicht mehr los. Der Fremdenlegionär, Dadaist, Schriftsteller und Morphinist zieht Bilanz seines verpfuschten Lebens. Erinnerungsblitze rufen die Kindheit in Wien wach, den Vater, der ihn nie verstand, die Mutter, die starb, als er 4 Jahre alt war und für die seine Liebe geblieben ist. Wie schillernde Blasen tauchen quälende Momente von damals auf, wachsen, und wollen nicht zerplatzen.
Das Schreiben darüber wird zur weissen Magie und bildet die Brücke zwischen Münsingen und der Welt draussen. Es entstehen Novellen und vor allem Kriminalromane. In der Person des Wachtmeister Studer entwirft er eine positive Vaterfigur, die ihn berühmt macht.
Als Glauser in die Freiheit entlassen wird, flieht er die Schweiz und führt zusammen mit seiner Freundin Berthe Bendel ein rastloses Leben zwischen dem Atlantik und dem Mittelmeer. Doch je weiter weg er sein Leben neu einrichten will, umso gnadenloser holt ihn die eigene Vergangenheit wieder ein. Er stirbt 42-jährig – ein Tag vor der geplanten Hochzeit.
Der Film von Christoph Kühn mit Zeichnungen von Hannes Binder verwebt Fotos, Texte, Zeichnungen, fiktive Szenen und Interviewpassagen und wird so zu einer kunstvollen Entdeckungsreise zum grossen, zwischen Rebellion und Resignation pendelnden Schweizer Schriftsteller.
Sendetermin: 2. Dezember 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 25. November 2012, 12.25 Uhr auf SF1
Der Aqua-Tower von Architektin Jeanne Gang - Faszination Wolkenkratzer
Dokumentation über den neuen Chicagoer Wolkenkratzer mit Balkonen
In Chicago wurden die Wolkenkratzer einst erfunden. Seit 2009 ragt in der Skyline der Obama-Stadt ein völlig neuartiger Wolkenkratzer in die Höhe. Entworfen hat ihn die Architektin Jeanne Gang.
Sie ist die erste Frau, die in der männerdominierten Architektenwelt einen Wolkenkratzer baute und mit ihrem aussergewöhnlichen Gebäude bewies, dass das Formenrepertoire eines Wolkenkratzers noch lange nicht erschöpft ist.
Sendetermin: 25. November 2012, 12.25 Uhr
Sonntag, 25. November 2012, 11.55 Uhr auf SF1
S. Corinna Bille – Das Schreibetier
Ein Film von Regula Imboden und Eduard Erne
Nichts anderes als schreiben wollte sie, schon als junges Mädchen. Und das tat sie. Unaufhörlich notierte sie Ideen, Notizen, auf Zeitungspapier, im Zug, überall. So beschrieb es ihr Ehemann, der Walliser Schriftsteller Maurice Chappaz. Ihre Themen – die Menschen und die Natur eines kruden Wallis – beschreibt sie mit magischer Phantasie.
S. Corinna Bille gehört zu den wichtigsten Schriftstellerinnen der Schweiz – die «Sternstunde Kunst» entdeckt sie wieder, nicht nur zu ihrem 100. Geburtstag.
Sendetermin: 25. November 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 18. November 2012 um 11.55 Uhr auf SF1
Klaus Voormann – All you need is Klaus
Der Bassist und Grafiker der Beatles im Filmporträt von Jörg Bundschuh
Seine Biographie ist seit den gemeinsamen Tagen in Hamburg eng mit den vier Beatles verbunden und ihre Freundschaft ist nie abgebrochen. 1960 trifft der Kunststudent Klaus Voormann in Hamburg zum ersten Mal die Beatles. Noch sind sie völlig unbekannt und sehr jung. Der gerade 22 jährige Voormann freundet sich mit ihnen an. Er wird zum Vorbild, bald ahmen sie seine Frisur und seine Art, sich zu kleiden nach. Als er drei Jahre später mit ihnen in London in ihrer Wohngemeinschaft zusammenlebt, sind sie selbst schon Inbegriff einer neuen Jugendkultur.
Voormann arbeitet zunächst als Grafiker. 1966 gewinnt er mit dem Beatles Cover «Revolver» als erster Deutscher einen Grammy. Im gleichen Jahr wird er Bassist der Manfred Mann Band und ab 1969 in John Lennons Plastic Ono Band. Danach folgt eine Karriere sowohl als Grafiker, mit weiteren Cover Entwürfen für die Bee Gees und die Beatles, sowie als Studiomusiker. Er arbeitet mit B.B. King, Harry Nilsson, Lou Reed, Carly Simon, Jerry Lee Lewis, Ravi Shankar, Art Garfunkel, Keith Moon, Donovan, James Taylor, Randy Newman und vielen anderen. Er ist bei fast allen Solo Platten von John, George und Ringo dabei. Voormann steht 1971 beim Concert for Bangladesh mit Bob Dylan auf der Bühne und 2002 mit Eric Clapton und Paul McCartney beim Concert for George. In Deutschland hat er in den 80er Jahren als Produzent vor allem mit der Gruppe Trio großen Erfolg. Seit den 90er Jahren widmet er sich wieder verstärkt dem Zeichnen und Malen. Heute lebt er mit seiner Familie am Starnberger See.
Klaus Voormann hat wie kein zweiter Deutscher die Aufstiegs- und Glanzzeiten der Pop-Ära an vorderster Front miterlebt. Der Film begleitet ihn an die wichtigsten Orte seiner Karriere und zu Freunden wie Paul McCartney, Ringo Starr, Carly Simon, Van Dyke Parks, Joe Walsh, Randy Newman, Richard Perry, Jim Keltner, Trevor Lawrence, Twiggy, The Manfreds, Olivia Harrison. Der Film zeigt die Stars, wie wir sie bisher nicht kannten und außergewöhnliche, neue Musikaufnahmen.
Sendetermin: 18. November 2012 um 11.55 Uhr
Sonntag, 11. November 2012, 11.55 Uhr auf SF1
America in Primetime: Die modernen Kreuzritter
Die neuen Helden der US-Serien wie Doktor House sind keine Vorbilder mehr. Sie stellen vielmehr einen neuen Typus von Held dar, der nicht mehr für eine bestimmte Moral einsteht. Teil 2 der vierteiligen Dokumentation über die US-Fernsehserien.
Saubermänner sind sie keine mehr, die Helden der aktuellen US-Serien wie Jack Bauer aus «24» oder «Dr. House». Sie bewegen sich hart an der Grenze, und allzu oft heiligt der Zweck für sie die Mittel. Serienstars wie Hugh Laurie («Dr. House») und Drehbuch-autoren wie Allan Ball («Six Feet Under» oder «American Beauty») denken in dieser Dokumentation über aktuelle und ausgediente Helden nach. Mit Ausschnitten aus den bekanntesten US-Serien nimmt der zweite Teil der Dokumentation «America in Primetime» das Phänomen der modernen Kreuzritter (englisch: «crusader») der US-Serien ins Visier.
Sendetermin: 11. November 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 4. November 2012, 11.55 Uhr auf SF1
America in Primetime – der neue Mann im Haus
Das Erfolgsphänomen der amerikanischen TV-Serien
Erste Folge der vierteiligen Dokumentationsreihe über US-Fernsehserien
Die beliebtesten TV-Serien kommen seit Jahrzehnten aus den USA. Wie prägen und wie spiegeln die Serien die (US-)Gesellschaft? Sternstunde Kunst zeigt im November und Dezember eine Dokumentationsreihe zum Erfolgsgenre. Erfolgreiche TV-Serien aus sechs Jahrzehnten - von Twin Peaks bis zu Mad Men - werden mittels Ausschnitten wieder lebendig und von ihren MacherInnen kommentiert. Die erste Folge widmet sich den Vätern. Von «Father knows best» über die «Cosby Show», den Simpsons bis hin zu «Mad Men».
Sendetermin: 4. November 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 28. Oktober 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Edward Hopper
Das neue Filmporträt des amerikanischen Malers
Anlässlich der umfassenden Retrospektive im Grand Palais Paris, präsentiert ein neuer Dokumentarfilm das Werk des grössten amerikanischen Realisten des 20. Jahrhunderts. Hoppers Werke sind Ikonen der amerikanischen Malerei. Bis heute ist jedoch wenig über den introvertierten Künstler und die Entstehung seiner Werke bekannt.
Auf der Suche nach einem nationalen Selbstbewusstsein kreierte Hopper eine unverwechselbare persönliche Formensprache. Seine kontrastreiche, nüchterne Bildwelt ist eine Welt der Stille und des Schweigens. Kühl und unnahbar, doch atmosphärisch dicht.
Sternstunde Kunst zeigt den seit Jahrzehnten ersten Film zum Werk des Malers, mit zahlreichen Interviews aus den Archiven. Der Film führt vor, wie die Bilder Hoppers die Geschichte und Gesellschaft seines Landes spiegeln – und brechen.
Sendetermin: 28. Oktober 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 21. Oktober 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Erwin Wurm – ein Künstler, der die Welt verschluckt
Filmporträt des österreichischen Bildhauers und Installationskünstlers
Seine skurrilen «one minute sculptures» machten in der Kunstszene Furore. Da posieren Ausstellungsbesucher gemeinsam mit Alltagsgegenständen und werden so zur «Skulptur». Der österreichische Künstler Erwin Wurm entwickelt seine Projekte rund um den Globus. Sein Werk ist vielschichtig, umfasst Materialskulpturen, Aktionen, Videos, Fotos, Zeichnungen und Bücher.
Während 4 Jahren gibt er dem Regisseur Laurin Merz Einblick in sein Schaffen und seine Welt. Dieser begleitet ihn beim Ausstellungsaufbau in Peking, Moskau, Paris und Miami. Er ist dabei, wenn Wurm eine neue Arbeit entwickelt und «zusammenschreinert» und auch, wenn er seinem Aerger freien Lauf lässt.
In ruhigen Momenten erzählt Wurm von seiner Familie, wie sein Aufwachsen seine Kunst beeinflusst hat. Er beschreibt seinen Umgang mit dem globalen Kunstmarkt, den er manchmal auch als «Hyäne» wahrnimmt. Entstanden ist so ein lebendiger Film, der den Zuschauer am intimen künstlerischen Prozess teilhaben lässt.
Hinweis:
Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein zeigt vom 14. September 2012 bis zum 20. Januar 2013 eine Auswahl exemplarischer Werke von Erwin Wurm. mehr
Sendetermin: 21. Oktober 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 14. Oktober 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Daniel Kehlmann – Die Vermessung des Ruhms
Dokumentation zum jungen deutschen Star-Schriftsteller
Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, ist momentan wohl der berühmteste deutschsprachige Schriftsteller der jüngeren Generation: Sein Buch «Die Vermessung der Welt» wurde an die 1,7 Millionen mal verkauft und in 44 Sprachen übersetzt. Nicht nur in diesem Roman, einer Doppelbiographie zweier Genies, des Mathematikers Carl Friedrich Gauß und des Naturforschers Alexander von Humboldt, versteht er es raffiniert und mit Meisterschaft, verschiedene Handlungsebenen ineinander zu verknüpfen – und bleibt dabei leicht zu lesen, ja geradezu unterhaltend. Auch sein Buch «Ruhm» ist ein eigentliches Kaleidoskop von 9 Erzählungen, ein Buch mit einem Sog, ebenso leicht wie komplex.
Die Dokumentation von Norbert Beilharz in der Sternstunde Kunst ermöglicht eine persönliche Begegnung mit dem Star-Schriftsteller. Der Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler spricht darin über das Schreiben, seine Liebe zur Musik, über gutes Theater und Schweizer Sterbehilfe und, last but not least, über den Ruhm - und die delikate Kunst, mit Ruhm umzugehen.
Sendetermin: 14. Oktober 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 7. Oktober 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Eugen Ruge – Eine Familiengeschichte wird zum Bestseller
Ein Dokumentarfilm von Arpad Bondy
Diese Dokumentation über den deutschen Schriftsteller Eugen Ruge liefert selten gesehene Einblicke in das Entstehen eines Bestsellers: aus der Perspektive des Autors und aus der des Literaturbetriebs. Im Jahr 2008, mit Mitte 50, beschliesst der in der DDR aufgewachsene Eugen Ruge einen Roman über seine Familie zu schreiben. In seinem Début-Roman «In Zeiten des abnehmenden Lichts» spiegeln sich die ideologischen Hoffnungen des 20. Jahrhunderts in einer Familiengeschichte, die bald mit den «Buddenbrooks» verglichen wurde. Der Filmautor Arpad Bondy hat den Berliner Schriftsteller während zweier Jahre begleitet – vom ungewissen Anfang bis zum grossen Erfolg.
Die Sternstunde Kunst zeigt den Film, der u.a. mit dem Literavision-Filmpreis für Literaturberichterstattung ausgezeichnet wurde, zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse und zur Verleihung des Deutschen Buchpreises 2012 am 8. Oktober 2012.
Sendetermin: 7. Oktober 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 30. September 2012, 11.55 Uhr auf SF1
The Mexican Suitcase
Robert Capas, Chims und Gerda Taros verschollene Bilder aus dem spanischen Bürgerkrieg
Im Jahr 2007 werden in einem Koffer in Mexico City 4500 verloren geglaubte Bilder der späteren Magnum Fotografen Robert Capa, David «Chim» Seymour und Gerda Taro gefunden. Seit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs waren sie verschollen, ihr Fund eine Sensation. Die Fotografien sind die Arbeit von drei Freunden, alle drei Emmigranten aus Osteuropa, die sich 1936 in Paris kennen gelernt hatten und die zu den herausragenden Fotojournalisten ihrer Zeit wurden. Früh erkannten sie die Gefahren des Faschismus, denen Europa gegenüberstand, und entschlossen sich 1936 gemeinsam nach Spanien zu gehen, um mit der Fotokamera gegen den aufkommenden Faschismus zu kämpfen.
Die Kuratorin Trisha Ziff hat vor fünf Jahren den Koffer mit den Negativ-Schachteln gefunden. Die Sternstunde Kunst zeigt ihren Film über die verschollenen Bilder in deutschsprachiger Premiere.
Hinweis:
Mit den Bildern ist auch ein Buch erschienen: The Mexican Suitcase. by ICP (International Center of Photography. Steidl, Göttingen, 2011. ISBN: 978-3-86930-141-9.
Zur Rezension auf readme.cc
Sendetermin: 30. September 2012, 11.55 Uhr
Trailer: (englisch/spanisch)
Petra – Wunder in der Wüste
Johann Ludwig Burckhardt alias Scheich Ibrahim und die geheimnisvolle Stadt in der Wüste
Vor genau zweihundert Jahren entdeckt der Basler Orientalist Johann Ludwig Burckhardt alias Scheich Ibrahim die jordanische Wüstenstadt Petra, die im Westen lange Zeit in Vergessenheit geraten war. Auf dem Weg nach Kairo kommt Burckhardt im Sommer 1812 südöstlich des Toten Meeres an gewaltigen, in den roten Fels gehauenen Grabkammern vorbei und beschreibt sie – es sind Teile von Petra, der Hauptstadt der Nabatäer, eines geheimnisvollen Nomadenvolks, das vor über 2000 Jahren sesshaft wurde und mitten in der Wüste eine blühende Stadt baute.
Zusammen mit den Schweizer Archäologen Ueli Bellwald und Stephan Schmid begibt sich der Filmautor Christian Walther auf die Spuren von Johann Ludwig Burckhardt. Dieser sei in Jordanien fast ein Nationalheiliger, meint Ueli Bellwald im Dokumentarfilm, denn er könne als eigentlicher Begründer des örtlichen Tourismus bezeichnet werden.
Eine Produktion der Sternstunde Kunst in Zusammenarbeit mit 3sat.Der halbstündige Film hat am 23. September 2012 um 11.55 Uhr auf SF 1 Premiere und ist danach auch als DVD erhältlich.
Hinweis: Das Antikenmuseum Basel widmet Johann Ludwig Burckhardt und der berühmten Felsenstadt eine Ausstellung, die am 23. Oktober eröffnet wird. Schon ab 27. September 2012 ist in Burckhardts Geburtshaus in Basel, dem «Haus zum Kirschgarten» eine weitere Ausstellung zu sehen.
Sendetermin: 23. September 2012, 11.55 Uhr
Trailer:
Spezialsendung am Sonntag, 16. September 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Vom Wert der Kunst für die Schweiz
Juri Steiner im Gespräch mit Peter Liechti, Susanna Kulli und Johannes Gees
Welche Bedeutung haben Kunst und Kultur in der Schweiz? Welcher Stellenwert wird Künstlerinnen und Künstlern in gesellschaftlichen Prozessen eingeräumt? Gehört die Kunst zum individuellen und nationalen Bewusstsein?
Live aus St. Gallen diskutiert Juri Steiner mit drei Gästen: mit dem Filmer Peter Liechti, 2010 mit dem Kulturpreis der Stadt St. Gallen und dem Kunstpreis der Stadt Zürich sowie 2009 mit dem Europäischen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet, mit der Galeristin Susanna Kulli, die während zwei Jahrzehnten in St. Gallen ihre international tätige Kunstgalerie führte sowie mit Johannes Gees, Künstler und Mitinitiant der Crowd-Funding-Plattform «We make it».
Was führte sie selbst zur Kunst? Wie verändert sich die Rolle der Künstler in einer sich rasant verändernden, globalisierten Welt? Wo steht die Kunst in der Schweiz?
Ergänzt wird das Live-Gespräch durch Filmeinspielungen. Den Auftakt zum Gespräch macht ein Kurzporträt des ersten namentlich erwähnten Künstlers der Schweiz, des Malers, Musikers und «Sculptors» Tutilo von St. Gallen aus dem 9. Jahrhundert.
Sendetermin: 16. September 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 9. September 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Die singende Stadt
Vadim Jendreykos Film über Calixto Bieitos Parsifal-Inszenierung
Gesang in endlosen Fluren. Hinter dem Regal mit den Perücken der gut gefüllte Blutkühlschrank, ein Schwarm Elfen zwitschert durch die Kantine, Pauken, Trompeten, die allgegenwärtige Lautsprecherstimme. Einflüsterungen, grosse Worte, klackernde Perlenschnüre, und jede Geste zählt.
Der neue Film von Vadim Jendreyko ("Die Frau mit den fünf Elefanten") nimmt die Stuttgarter Parsifal –Inszenierung des katalanischen Regisseurs Calixto Bieito zum Anlass, um in das komplexe Universum eines grossen Opernhauses einzutauchen.
Wir verfolgen das Ineinandergreifen kreativer und handwerklicher Prozesse. Wir lernen Menschen mit teilweise exotisch anmutenden Berufen kennen, Menschen, die eine gigantische Maschinerie in Bewegung setzen und selbst Teil dieser Maschinerie sind.
Planung und Inszenierung einer Oper dauern ein ganzes Jahr. Wir nehmen uns diese Zeit, auch um zu verstehen, was diese Kultur-Maschinerie wirklich antreibt.
Hinweis:
Der Film ist in der Schweiz (in langer Fassung) auf DVD bei der Produktionsfirma erhältlich.
Sendetermin: 9. September 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 2. September 2012, 11.55 Uhr auf SF1
La Spira
Das Orchester als Kollektiv im Filmporträt
Kurz nach Beginn der Wirtschaftskrise, die die Defizite der kapitalistischen Werte immer schriller zeigt, formierte sich ein europäisches Orchester nach der Idee eines russischen Orchesters der 1920er Jahre: Spira Mirabilis, das sind junge Musiker und Musikerinnen, die ohne Dirigent und ohne Gage spielen.
Es geht ihnen nicht nur um den Versuch totaler Demokratie, sondern um eine gemeinsame musikalische Idee, die von allen ausgeht und auch von einem Publikum ohne Vorkenntnisse verstanden wird. Um dies zu verstärken, probieren sie immer wieder neue Wege des Musizierens, spielen z.B. ausserhalb von Konzertsälen, ohne Noten, in totaler Dunkelheit oder indem sie direkt im Publikum sitzen.
Der Dokumentarfilm von Gérald Caillat, der an den FIFA Awards 2012 zum «Best Educational Film» gekürt wurde, begleitet das Orchester an Proben und Konzerte und zeigt, dass die Herausforderung sich nicht auf das Technische – das gemeinsame Einsetzen und Zusammenspiel – beschränkt, sondern sich primär um das tägliche Erarbeiten einer kollektiven Ästhetik dreht.
Sendetermin: 2. September 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 26. August 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Deaf Jam
Gehörlose Jugendliche entdecken die Slam Poetry
Poetry Slam ist eine höchst verbale Sache. Was aber, wenn junge gehörlose Jugendliche sich auf Slam Poetry einlassen? Wie erzählen sie ihre Geschichten? Der Film «Deaf Jam» von Judy Lief von 2011 erzählt von der jungen New Yorkerin Aneta und ihrer Freundinnen und Freunden, die die Kunst der Slam Poetry lernen. Sie «slammen» genauso fulminant wie verbal Sprechende – mittels Gebärden- und Körpersprache und setzen den Akzent auf Rhythmuswechsel und Sprachbilder.
Aneta nimmt es dabei auch gegen sprechende Performer auf und tritt im Duett mit der hörenden Slam Poetin Tahani auf. Eine Geschichte übers Erwachsenwerden
Hinweis: Am Freitag, 17. August findet im Albani in Winterthur im Rahmen der Winterthurer Musikfestwochen der 9. Schweizer Deaf Slam statt.
Sendetermin: 26. August 2012, 11.55 Uhr
Samstag, 25. August, 9.50 Uhr auf SF1
Josephsohn - Bildhauer
Zum Tod des Künstlers Hans Josephsohn
In der Nacht auf den 21. August 2012 ist der Bildhauer Hans Josephsohn 92jährig verstorben. In Gedenken an den Bildhauer zeigt die Sternstunde Kunst den Dokumentarfilm von Matthias Kälin und Laurin Merz aus dem Jahr 2007.
Mit äusserster Konsequenz arbeitete der 1920 in Königsberg geborene Künstler über Jahrzehnte an seiner eigenen plastischen Sprache. Der Dokumentarfilm begleitet den Bildhauer in seinem 88. Lebensjahr bei der Arbeit in seinem Atelier.
An einem Sommermorgen beginnt Josephsohn vor seinem Atelier zu arbeiten, und an einem Winterabend schliesst er die Türe zu seinem Atelier ab. In dieser Zeit beobachtet die Kamera, wie von der Skizze bis zur endgültigen Bronze verschiedene Skulpturen und Reliefs entstehen.
Hinweis:
Eine permanente Ausstellung mit Arbeiten Hans Josephsohns kann in dem ihm gewidmeten und vom Architekten Peter Märkli gebauten und 1992 eröffneten Haus La Congiunta im Dorf Giornico im Tessin besucht werden.
Das Kesselhaus Josephsohn in St. Gallen zeigt ebenfalls eine wechselnde Auswahl von Gipsmodellen und Bronzen des Zürcher Bildhauers.
Sendetermin:
Samstag, 25. August 2012, 09.50 Uhr
Sendetermine vom 8. Juli bis 19. August 2012
Sommer-Wunschprogramm
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Sonntag, 19. August 2012, 11.55 Uhr auf SF1
La Voce in Bellezza
Im Zürcher Opernstudio finden junge Talente zu ihrer ganz persönlichen Stimme
Im Zürcher Opernstudio werden die begabtesten jungen Sängerinnen und Sänger aus allen Kontinenten ein Jahr lang auf die grossen Opernbühnen der Welt vorbereitet. Zum höchsten Ausdruck der Stimme zu finden, verlangt den Einsatz der ganzen Person.
Der mexikanische Startenor Francisco Araiza hilft bei der der Suche nach der eigenen Persönlichkeit. «Lass mich deine Stimme hören,» sagt Araiza, «und ich sage dir, wer du bist.»
Wie man isst, wie man schläft – alles hat einen Einfluss auf das Arbeitsinstrument, den eigenen Körper. Das Gesangsorgan verändert sich, je nach äusseren Einflüssen, der Gesundheit und der Psyche.
Die Dokumentarfilmerin Sabine Gisiger begleitet ein Jahr lang drei junge Talente. Sie erzählt von ihren Höhen und Tiefen, vom Ringen um die Schönheit ihrer Stimme. Denn trotz grossem Talent und vieler Entbehrungen wird nur ganz wenigen der internationale Durchbruch gelingen.
Sendetermin: 19. August 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 12. August 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Bouton
Ein Film mit der Puppenspielerin Johana Bory von Res Balzli
Bouton, das ist die selbst geschaffene Puppe von Johana, einer jungen Schauspielerin, die Krebs hat. Die Puppe dient ihr als Alter Ego, das ebenso verloren wäre wie sie, wenn sie nicht mehr da wäre. Es geht also auch um ihn – und, er stellt unerwartete Fragen und gibt überraschende Antworten. Zusammen mit ihm versucht Johana die gefährliche Krankheit zu überwinden und den Ernstfall mit Humor zu meistern. Dank Bouton wird alles erkennbar als Spiel und ist doch bitterer Ernst. Eine Geschichte zwischen Lachen und Weinen, dokumentarischer Realität und poetischer Fiktion, eine Ode an die Lebenslust und ihr drohendes Ende. Eine Koproduktion von RTS, SRF und Arte.
Sendetermin: 12. August 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 5. August 2012, 11.55 Uhr auf SF1
BURMA VJ
Nach dem blutig niedergeschlagenen Protest von 1988 wagen diesmal, im September 2007, die Mönche den Marsch für Demokratie und gegen Hunger. Dass die dramatischen Bilder von Zivilcourage und brutaler Staatsgewalt um die Welt gehen, ist das Verdienst von burmesischen Videojournalisten, die unter der Führung des 27-jährigen Joshua mit kleinen Kameras unter Einsatz ihres Lebens filmen und die Aufnahmen ausser Landes schmuggeln. Die Welt erreichen Bilder aus einem abgeschotteten Staat.
Der Film «Burma VJ» wurde u.a. für den Europäischen Dokumentarfilmpreis und den amerikanischen Oscar als bester Dokumentarfilm nominiert.
Sendetermin: 5. August 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 29. Juli 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Urs Fischer
Der Film über den in New York lebenden Schweizer Künstler
Urs Fischer ist ein Senkrechtstarter. Der 36jährige Schweizer Künstler mit Wohnsitz in New York feiert mit seinen Zeichnungen, Objekten und Installationen seit Jahren internationale Erfolge. Fischer erhält hochkarätige internationale Ausstellungsmöglichkeiten und verfügt über beachtliche Produktionsbudgets, die es ihm auch erlauben, haushohe Skulpturen anzufertigen.
Fischer pendelt zwischen Lebensfreude und Schaffenswut, Kunsttraditionen und Popkultur, Spontaneität und Hightech hin und her. In seinen zwei- und dreidimensionalen Arbeiten findet er immer wieder die Synthese zwischen diesen scheinbaren Gegensätzen. Visuell netzartig verflochten zeigt der Film Fischers wichtigsten Produktionen und Ausstellungen der letzten sechs Jahre, mit fesselnden Bildern von Schauplätzen wie Venedig, London, Sydney, Zürich und Shanghai. Und auch den vorläufigen Höhepunkt seiner Karriere: die Vorbereitung bis hin zur Vernissage seiner ersten Einzel-Ausstellung im New Museum in New York City im Oktober 2009.
Sendetermin: 29. Juli 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 22. Juli 2012, 11.55 Uhr auf SF1
The Dark side of the Moon – Kubrick, Nixon und der Mann im Mond
Der legendäre Dokumentarfilm zur Mondlandung von William Karel
«Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein grosser Schritt für die Menschheit!» - dies ist seit 40 Jahren einer der berühmtesten Sätze der Geschichte. Doch hat ihn Neil Armstrong tatsächlich auf dem Mond ausgesprochen? Oder liess Präsident Nixon die Mondlandung in einem Filmstudio vorabproduzieren? Handelt es sich hierbei nur um eine abseitige Theorie mit einem wahren Kern oder um völligen Blödsinn? Oder ist das Ganze doch nur ein Aprilscherz? Diese Fragen stellt die «Sternstunde Kunst» mit dem legendären Dokumentarfilm zur Mondlandung von William Karel, der 2003 unter anderem mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Er ist eine vergnüglich irritierende Achterbahnfahrt für alle, die gerne glauben, was sie sehen.
Sendetermin: 22. Juli 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 15. Juli 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Ray und Charles Eames – Das Designerpaar des 20. Jahrhunderts
Die amerikanischen Möbeldesigner und Architekten im Filmportrait
Ray und Charles Eames zählen unbestreitbar zu den einflussreichsten Designern des 20. Jahrhunderts. Ihre Stühle schlugen in Design und Materialien die Moderne im Möbeldesign an und sind bis heute, seit 1984 produziert von Vitra, aktuelles Design. Das Paar war aber ebenso als Architekten und Filmemacher erfolgreich, u.a. mit dem aussergewöhnlichen Kurzfilm «Powers of Ten», in dem Ray und Charles die in der Wissenschaft des 20. Jahrhunderts gebräuchlichen Grössenordnungen zur Beschreibung des Universums anschaulich machen.
Der Film von Jason Cohn und Bill Jersey – der erste seit dem Tod von Charles Eames 1978 und seiner Frau Ray 1988 – zeigt anhand vieler Archivmaterialien, Filmen, Liebesbriefen und Fotografien das private Leben und berufliche Schaffen der beiden Designer, die eine neue Form von kreativer Zusammenarbeit praktizierten.
Sendetermin: 15. Juli 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 8. Juli 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Aufbruch in Ägypten
Laila, Hala und Karima: Ein Jahr im revolutionären Kairo
Sie standen im Zentrum des Sturms, als im Januar 2011 der Tahrir-Platz in Kairo bebte und die alte Ordnung Ägyptens zu wanken begann. Die Theater-Regisseurin Laila Hassan Soliman, die Filmemacherin und Künstlerin Hala Elkoussy und die Choreografin Karima Mansour – drei junge Frauen, drei Künstlerinnen. Ein Jahr lang haben Eduard Erne und Ahmed Abdel Mohsen die Künstlerinnen begleitet, auf dem schwierigen Prozess der Veränderung. Als typische Repräsentantinnen einer neuen, einer jungen Generation, die mit all ihren Sinnen und mit ihrem Verstand längst in einer globalisierten Welt beheimatet sind, wollen Hala Elkoussy, Karima Mansour und Laila Hassan Soliman den Stillstand der ägyptischen Gesellschaft nicht länger akzeptieren.
Sendetermin: 8. Juli 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 1. Juli 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Die Architektin Zaha Hadid – Löwin unter Löwen
Die Londoner Baumeisterin irakischer Herkunft im Filmporträt
Zaha Hadid ist die berühmteste Architektin unserer Zeit und als erste Frau ihrer Zunft wurde sie mit dem Pritzker-Preis, dem Nobelpreis der Architektur, ausgezeichnet. Den Olympischen Sommerspielen 2012 in London steuert sie nun ein ziemlich schnittiges Schwimmstadion bei, das London Aquatics Centre.
Mit fein geschliffener Theorie und rasierklingenscharfer, kühner Architektur hatte sie von Anfang an klar und deutlich ihren Standort definiert.
Geboren in Bagdad, ging sie in der Schweiz zur Schule, studierte Zaha Hadid in Beirut Mathematik und ab 1971 Architektur in London. Sie hatte Lehrstühle in Europa, Asien und an der Harvard University in den USA. Den ersten Bau, den sie realisieren konnte, war 1993 ein Gebäude für den Möbel-Konzern Vitra bei Basel, das mittlerweile berühmtes Feuerwehrhaus für das Betriebsgelände. Das Beispiel machte Schule. Und Hadid ihren Weg weiter an die Spitze der internationalen Architektur.
Sendetermin: 1. Juli 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 24. Juni 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Die Farbe deiner Socken – Pippilotti Rist
Ein Jahr unterwegs mit der Schweizer Künstlerin
Pipilotti Rist hat die Schweiz immer wieder verzaubert. Ihre künstlerischen Glanzlichter strahlen oft aus dem Ausland in die Schweiz zurück, wie ihre farbig-verspielten Arbeiten an der Biennale in Venedig oder 2008 im Museum of Modern Art in New York. 1994 hatte die gebürtige Rheintalerin ihre erste Museumsausstellung in St. Gallen. Dieses Jahr widmet ihr das Museum die erste umfassende Einzelpräsentation in der Schweiz.
Begleitend zur Ausstellung und zu ihrem 50. Geburtstag am 21. Juni zeigt die Sternstunde Kunst das Filmporträt von Michael Hegglin aus dem Jahr 2009. Die Künstlerin gewährt darin zum ersten Mal Einblick in ihre kreativen Prozesse, sei es bei der Arbeit in ihrem Studio in Zürich, sei es im Museum of Modern Art. Ihre Arbeit und ihre Intentionen gewinnen so ein schärferes Profil, als es erläuternde Interviews vermöchten. Der Film macht sichtbar, wie sehr ihre Werke das Produkt eines Kollektivs sind und doch ihren Pipilotti Rists persönlichen Stempel tragen.
Hinweis:
Vom 2. Juni bis 25. November 2012 findet im Kunstmuseum St. Gallen die Einzelausstellung «Blutbetriebene Kameras und quellende Räume» statt.
Sendetermin: 24. Juni 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 17. Juni 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Der Kunstfälscher – Wolfgang Beltracchi
Eine Spurensuche im grössten Kunstfälscherskandal Deutschlands
Der Maler Wolfgang Beltracchi fälschte über Jahrzehnte Meisterwerke der klassischen Moderne und brachte sie mit seiner Frau Helene in Umlauf. Sie verdienten Millionen. Vor einem Jahr ging der grösste Kunstfälscherskandal Deutschlands zu Ende. Der Kulturjournalist Stefan Zucker nimmt die Spur Beltracchis auf. Und stellt den Kunstmarkt in Frage: Wieso fällt der Kunstmarkt immer wieder auf Fälscher herein? Und was sagt eine gute Fälschung über den Handel mit Kunst aus?
Sendetermin: 17. Juni 2012, 11.55 Uhr, ausnahmsweise nur bis 12.25 Uhr, statt bis 12.55 Uhr (danach folgt das Abstimmungsstudio)
Sonntag, 10. Juni 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Rousseaus Kinder – Ein Reality-Check in Alaskas Wildnis
Film von Monika Schärer zur Schweizer Auswandererfamilie von Ruth und Yule Kilcher
Sie waren beide Abenteurer, Querdenker, Naturforscher und Kulturmenschen: der Genfer Aufklärer Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778) ebenso wie die Schweizer Auswanderer Ruth und Yule Kilcher aus Pratteln und Solothurn. Anfang der 40er Jahre verwirklichte das Paar an der Südküste Alaskas seinen Traum vom einfachen Leben im Einklang mit der Natur.
Zweihundert Jahre nach Rousseau und ohne sich explizit auf den berühmten Vordenker zu berufen, suchten Ruth und Yule Kilcher nach neuen Lebensformen fern vom Hitler-infizierten Europa und weit ab von zivilisatorischen Einflüssen. Am Rande der Kachemak Bay errichteten sie ein Holzhaus, zogen acht Kinder gross und pflegten einen autarken Lebensstil.
Der Film von Monika Schärer untersucht zusammen mit den Kilcher Kindern, die heute alle um die sechzig Jahre alt sind, wie das ‚einfache Leben’ der Eltern ihre Biographien prägt, ob die Abwesenheit der Gesellschaft sie zu ‚besseren Menschen’ machte und wie sich ihr Freiheitsbegriff definiert. Die Erinnerungen und Erfahrungen der ‚Naturkinder’ kontrastieren oder ergänzen Zitate von Rousseau, die in den Film eingeflochten werden.
Sendetermin: 10. Juni 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 3. Juni 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Rivers and Tides – Andy Goldsworthy
Filmporträt von Thomas Riedelsheimer mit Musik von Fred Frith
Andy Goldsworthy ist weltweit bekannt durch seine faszinierenden Arbeiten mit Naturmaterialien. Eis, Steine, Blätter, Zweige, Wasser – Goldsworthy arbeitet mit dem, was er vorfindet, und zumeist dort, wo er es vorfindet. Einige seiner Arbeiten bleiben in der Landschaft bestehen, andere vergehen, schmelzen, werden vom Wind verweht.
Als erster Filmemacher konnte Thomas Riedelsheimer Andy Goldsworthy über einen langen Zeitraum bei seiner Arbeit beobachten. Über die vier Jahreszeiten begleitete er ihn nach Kanada, in die USA, nach Frankreich und Schottland, dem Wohnort Goldsworthys. Der Filmer dokumentiert das Unvorhersehbare, das permanente Risiko, das in Goldsworthys Arbeit steckt; das nie vergebliche Scheitern und den Neubeginn, die Geduld und Goldworthys unbändigen Willen zu verstehen.
Sendetermin: 3. Juni 2012, 11.55 Uhr
Pfingstmontag, 28. Mai 2012, 10.30 Uhr auf SF1
Benda Bilili
Die Erfolgsgeschichte der kongolesischen Behindertenband
Der Dokumentarfilm, der die beeindruckende Erfolgsgeschichte der kongolesischen Band «Staff Benda Bilili» hautnah miterleben lässt, feierte 2010 an den Filmfestspielen in Cannes Weltpremiere und hat seither zahlreiche Preise gewonnen. Ricky, der Kopf der kongolesischen Behindertenband «Staff Benda Bilili», hat einen Traum: Er will, dass sie die erfolgreichste Band des Kongos werden. Bis sein Traum allerdings Realität werden kann und die Band mit ihrem hypnotischen, afrikanischen Soul den Durchbruch schafft, müssen die von Polio gezeichneten Musiker noch viele Hindernisse aus dem Weg räumen.
Die Filmer Renaud Barret und Florent de la Tullaye porträtieren die Band von der ersten CD-Aufnahme bis zu ihrer triumphalen Europa-Tournée fünf Jahre später. Die Sternstunde Kunst zeigt den Film «Benda Bilili» am Pfingstmontag in Originallänge als Schweizer TV-Premiere.
Sendetermin:
Pfingstmontag, 28. Mai 2012, 10.30 Uhr
Trailer:
Sonntag, 27. Mai 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Gotthard Schuh – Eine sinnliche Sicht der Welt
TV-Premiere des Films über den bekannten Schweizer Fotografen
Von der Götterinsel Bali, das der Deutschschweizer Fotograf oft bereiste, bis in seine langjährige Wahlheimat im Tessiner Malcantone folgt der Filmregisseur Villi Hermann den Spuren Gotthard Schuhs, einem der herausragenden Fotografen der Schweiz des 20. Jahrhunderts. Im heutigen Bali sucht er mit der Filmkamera jene Orte auf, welche Gotthard Schuh (1897-1969) vor 75 Jahren fotografiert hat. Die Kontraste in Indonesien sind heute noch ausgeprägter als früher. Gleichzeitig haben die Fotografien Schuhs ethnographischen Wert – ebenso jene aus dem exotischen Bali und aus dem Tessin.
Der Schweizer Schauspieler Andrea Zogg liest Reisenotizen Schuhs, welche die Bilder untermalen. Die bekannte Alphornistin Eliana Burki liefert zusammen mit Zeno Gabaglio und Christian Gilardi den Soundtrack zum Film. Der Film ist am 16. Juli in der italienischen Originalfassung auf RSI zu sehen und läuft diesen Sonntag als Vorpremière in Sternstunde Kunst.
Sendetermin: 27. Mai 2012, 11.55 Uhr
Trailer (italienisch):
Sonntag, 20. Mai 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely - Bonnie und Clyde der Kunst
Dokumentarfilm anlässlich des 10. Todestags der Künstlerin
Diese Liebesgeschichte ist alles andere als alltäglich: Mitte der 50er-Jahre lernten sich die zwei aus komplett verschiedenen Welten stammenden Künstler in Paris kennen: die in der New Yorker Upper-Class aufgewachsene Niki de Saint Phalle und der aus dem Basler Arbeitermilieu stammende rebellische Avantgarde-Künstler Jean Tinguely. Die Beziehung und Zusammenarbeit von Niki und Jean währte ein Leben lang, trotz vieler Turbulenzen, und es verbanden sich in ihr Liebe und Kunst auf faszinierende Weise.
Sie sorgten mit gemeinsamen Projekten für Aufsehen und verfolgten zudem beide ihres eigenes, sehr unterschiedliches Werk. Saint Phalles Engel im Hauptbahnhof Zürich und Tinguelys Theaterbrunnen in Basel kennt inzwischen fast jedes Kind.
Die Sternstunde Kunst wiederholt anlässlich des 10. Todestages von Niki de Saint Phalle am 22. Mai den Film von Louise Faure und Anne Julien, der – nebst vielem mehr – durch zahlreiche unveröffentlichte Archiv-, Foto- und Filmaufnahmen überzeugt.
Sendetermin: 20. Mai 2012, 11.55 Uhr
Samstag, 19. Mai 2012, 09.35 Uhr auf SF1
Zimmer 202 - Auf Reisen mit Peter Bichsel
Zur Verleihung des Grossen Schillerpreises 2012 an den Schriftsteller
Anlässlich der Verleihung des Grossen Schillerpreises 2012 an Peter Bichsel am 17. Mai zeigt «Sternstunde Kunst» den Dokumentarfilm von Eric Bergkraut in aktueller Zweitausstrahlung. In «Zimmer 202» nehmen der Schriftsteller und der Filmautor das Publikum mit auf eine sehr persönliche Reise. Geographisch führt sie ihn bis ins Zimmer 202 im Hotel Gare de l'Est im gleichnamigen Bahnhof, weiter aber nicht.
Er erscheint wie eine hintersinnige, kluge Verkörperung des (Deutsch-) Schweizertums. Er ist einer der wenigen populären Schweizer Intellektuellen. Aber kennt man ihn deshalb wirklich, Peter Bichsel, den modernen Volksschriftsteller?
Sendetermin:
Samstag, 19. Mai 2012, 09.35 Uhr
Sternstunde Philosophie am Auffahrtsdonnerstag, 17. Mai 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Islamic Economics – Vom Bazar an die Wallstreet
Erster Teil der Dokumentationsreihe zur muslimischen Finanzwelt
Während unser westliches Wirtschaftssystem durch die Finanzkrise in Frage gestellt wird, formiert sich als Gegenmodell in vielen Ländern des Nahen Ostens und Asiens eine Scharia-geprägte Wirtschaftsstruktur. Die zweiteilige Dokumentationsreihe «Islamic Economics» bietet eine umfassende Bestandsaufnahme der muslimischen Finanzwelt und ihres enorm gewachsenen Einflusses auf die Weltwirtschaft.
Die Dokumentation «Vom Bazar an die Wallstreet» des deutschen Filmers Jörg Bundschuh ist der erste Teil der Reihe zum Thema und dokumentiert das islamische Finanzwesen und die wachsende Bedeutung von Islamic Finance allgemein. Der zweite Teil von Islamic Economics mit dem Titel «Ohne Zins ins Paradies» fokussiert die boomende Islamic Finance in Südostasien und ist am Sonntag, 20. Mai um 10.00 Uhr in den Sternstunden zu sehen.
Sendetermin: Auffahrtsdonnerstag, 17. Mai 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 13. Mai 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Vom Wert der Dinge
Der Musiker Balts Nill, die Architektin Barbara Buser und die Nachhaltigkeit
Es gibt kaum Abfall, sind die Basler Architektin Barbara Buser und der Berner Musiker Balts Nill überzeugt. Wer anders hinschaut, erkennt Potential und entdeckt verborgenen Werte. Barbara Buser ist Gründerin der Bauteilbörse, die alte Bauteile wie Böden, Fenster und Innenausstattungen rezykliert. Als Architektin setzt sie sich für nachhaltige Umnutzungen von ehemaligen Industrieanlagen in der Schweiz ein. So hat sie etwa die Maschinenfabrikanlage Sulzer Burckhardt in Basel zu einem lebendigen Dorf in der Stadt umgebaut. Der Musiker Balts Nill macht Musik in lange verwaisten Industriebrachen und sucht auch im geschäftigen Lärm auf Mülldeponien nach dem Moment, in dem das Geräusch zu Musik wird. Dabei benutzt das langjährige Bandmitglied der Berner Band «Stiller Has» als Musikinstrument alles, was man zum Klingen bringen kann. Kommuner Abfall wird zu neuem Kulturgut, Lärm zu Musik, nutzlos gewordenes zur Ressource.
Hinweis: Schweizer TV-Premiere des neuen Films von Anne-Marie Haller und Daniel Glauser.
Sendetermin: 13. Mai 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 6. Mai 2012, 11.55 Uhr auf SF1, Umprogrammierung in Gedenken an David Weiss.
Fischli/Weiss: «Der Lauf der Dinge» und «Der geringste Widerstand»
Zwei Filme des kongenialen Künstlerduos in Hommage an David Weiss
Am Freitag, 27. April 2012, ist der Schweizer Künstler David Weiss in seinem 66. Lebensjahr in Zürich gestorben. Zu weltweiter Bekanntheit gelangte David Weiss zusammen mit Peter Fischli als Künstlerduo Fischli/Weiss. Mit dem Film «Der Lauf der Dinge» gelang ihnen 1987 der internationale Durchbruch. «Sternstunde Kunst» strahlt den Film in Hommage an David Weiss, zusammen mit dem anderen Kultfilm des Künstlerduos «Der geringste Widerstand», aus.
«Der Lauf der Dinge» ist ein Meilenstein der neueren Schweizer Kunstgeschichte und eine visuell einzigartige Erzählung über Ursache und Wirkung, Unwahrscheinlichkeit und Präzision.
Der Kunst-Krimi des Künstlerduos Fischli/Weiss «Der geringste Widerstand» ist eine ebenso witzige wie abgründige moderne Fabel, in der die als Ratte und Bär verkleideten Künstler über den Kunstmarkt und – im Sonnenuntergang von Los Angeles – über das Glück nachdenken.
Die formal sehr unterschiedlichen Filme sind nur ein Teil des vielseitigen künstlerischen und auch fotografischen Werks des Zürcher Künstlerduos, das unter anderem 2003 mit dem Goldenen Löwe der Kunstbiennale Venedig ausgezeichnet wurde.
Am Mittwoch, 2. Mai 2012, 00.10 Uhr ist auf SF 1 in der «CH:Filmszene» Fischli/Weiss' einstündiger Film «Der rechte Weg» zu sehen, wo Ratte und Bär sich in die unberührte Natur auf Wanderschaft begeben.
Sendetermin: 6. Mai 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 29. April 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Woman Art Revolution
Mit Nancy Spero, Yvonne Rainer, Marcia Tucker, Ana Mendieta u.a.
Sie waren hartnäckig und mutig, die Frauen, welche die Kunstgeschichte Amerikas in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts selber in die Hand nahmen: Mit viel Humor, Selbstbehauptung und Angriffslust erweiterten sie die Kunst um neue Begriffe, Zugriffe und Medienformen, allen voran der Performance-Kunst. Sie gingen in die Opposition zum Althergebrachten und setzten dem Phallus erst einmal die formgebende Kraft der Gebärmutter entgegen – wobei ihre lustigen Aktionen bis in die Politik für tiefrote Köpfe sorgten.
Die Sternstunde Kunst zeigt den Dokumentarfilm «Woman Art Revolution», der in den letzten Monaten am Filmfestival Sundance, an der Berlinale, an der Viennale und weiteren zu sehen war, in deutschsprachiger Premiere. Während vier Jahrzehnten hat Lynn Hershman Leeson die Künstlerinnenbewegung dokumentiert. Im Fokus stehen Leben und Werk u.a. der Performerinnen Martha Rosler, Nancy Spero, der früh verstorbenen Ana Mendieta, von der im Kunstmuseum Luzern u.a. zur Zeit Arbeiten zu sehen sind, die Choreographin und Filmerin Yvonne Rainer, deren Werk im Kunsthaus Bregenz eben eine Einzelausstellung gewidmet war. Auch die zweite Generation der Revolutionärinnen kommt zu Wort, so u.a. die Künstlerinnengruppe «Guerrilla Girls» und Miranda July, sowie die Kuratorin und Gründerin des New Museum, Marcia Tucker.
Sendetermin: 29. April 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 22. April 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Gottfried Honegger – on doit construire le monde
Ein Filmporträt über den Schweizer Plastiker, Maler und kritischen Zeitzeugen
Der 95-jährige Schweizer Künstler Gottfried Honegger ist ein mehrfach preisgekrönter Maler und Plastiker. In den Fussstapfen von Max Bill und Paul Lohse hat er das Erbe der «Zürcher Konkreten» in einer zweiten Generation weitergeführt. Seit den 60er Jahren schafft er Skulpturen und Werke für den öffentlichen Raum. Vom französischen Staat wird er wiederholt gefördert und ausgezeichnet. Die offizielle Schweiz hingegen, begegnet Honegger mit Zurückhaltung.
Der Film ist als Porträt angelegt, das die Person Honegger einerseits als engagierten Zeitzeugen des schicksalsträchtigen 20. Jahrhunderts zu Wort kommen lässt und andererseits sein Wirken als Kunstschaffender reflektiert. Der Filmautor Roman Meyer zeichnet das reiche Leben Gottfried Honeggers nach. Seine Anfänge als Grafiker, zusammen mit seiner ersten Frau, Warja Lavater, seine späteren Erfolge in Frankreich. Es spannt den Bogen vom zweiten Weltkrieg bis zu den Zürcher Jugendunruhen. Wir erleben Honegger im herrschaftlichen Mouans-Sartoux in Südfrankreich und in seinem Heimatdorf, im bündnerischen Sent.
«Gottfried Honegger – on doit construire le monde» ist eine Auseinandersetzung mit einem streitbaren Künstler und Menschen, der die Provokation in der Öffentlichkeit nie gescheut hat.
Sendetermin: 22. April 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 15. April 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Sean Scully – Art comes from need
Der irische Künstler im Filmporträt anlässlich der Retrospektive in Bern
Der gebürtige Ire Sean Scully hat in den vergangenen drei Jahrzehnten mit grosser Konsequenz ein Oeuvre abstrakter Malerei geschaffen. Er ist ein Traditionalist der Moderne und gehört zu den weltweit wichtigsten KünstlerInnen unserer Zeit.
Der Film beginnt mit Sean Scully, wie er eine weisse Leinwand mit Bleistiftstrichen markiert, und endet mit dem fertigen Bild „The Grey Wolf“. Mit seltener Offenheit erzählt der in Londons Vorstadt aufgewachsene Maler von Verwundungen, Rückschlägen, Erfolgen – vom Schaffensprozess und vom Scheitern. Der Film von Hans Andreas Guttner ist das intensive Porträt eines Menschen, der gegen alle Widerstände seinen künstlerischen Weg gegangen ist, ganz nach dem Motto: Art comes from need.
Aktueller Hinweis: Noch bis zum 24. Juni 2012 ist im Kunstmuseum Bern eine grosse Retrospektive zum Werk des irisch-amerikanischen Künstlers zu sehen: «Sean Scully – Grey Wolf»
Sendetermin: 15. April 2012, 11.55 Uhr
Karfreitag, 6. April 2012, 11.55 Uhr auf SF1
David Hockney – A Bigger Picture
Film von Bruno Wollheim
Als ein Junge der Pop-Generation hat man ihn eingestuft, den englischen Maler David Hockney, auch dann noch als er längst kein Junge mehr war. Berühmt geworden ist er mit der Darstellung des Lebens in Hollywood-Villen und der Spiegelungen im Wasser ihrer Swimming-Pools. Nun ist er, mittlerweile 75 Jahre alt, in seine Heimat England zurückgekehrt. Die Rückkunft bedeutet auch Abkehr von Luxus und Mondaneïtät. Jetzt malt er englische Landschaft, und zwar nicht im Atelier wie zur Pop-Zeit, sondern auf altväterische Weise indem er seine Staffelei in Felder und Wälder hinausstellt. Und dabei gelingt ihm das Ungewöhnliche: Er lehrt uns, das Älteste, nämlich die Natur, als etwas ganz Neues zu sehen.
Sendetermin: Karfreitag, 6. April 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 1. April 2012, 12.40 Uhr auf SF1, anschliessend
Death in the Field – Eine Reportage von Chappatte
Der Genfer Zeichner berichtet aus Libanon
Im Jahr 2009 begab sich der Zeichner Patrick Chappatte in den Süden Libanons, um als zeichnender Reporter über die Kriegsfolgen für die einheimischen Bauern und ihre Familien zu berichten. Bis heute sind die eingesetzten Streubomben eine unberechenbare Gefahr für die Bevölkerung. Deutschsprachige Premiere des mit internationalen Preisen ausgezeichneten Kurzfilms des Genfer Zeichners.
Sendetermin: 1. April 2012, 12.40 Uhr (anschliessend an den Film zu Art Spiegelman)
Sonntag, 1. April 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Art Spiegelman, Comic-Zeichner
Der Pulitzer-Preisträger und Erneuerer des Comic-Genres in einem Filmporträt
Mit seinem Comic «Maus» über das Schicksal seiner jüdischen Eltern hat Art Spiegelman das Comic-Gerne ebenso grundlegend erneuert wie auch als Herausgeber von Avantgarde-Comic-Magazinen in San Francisco und New York. Über beide Engagements - als stilprägender Autor und Herausgeber - spricht Art Spiegelman in diesem persönlichen Filmporträt. Die Sternstunde Kunst zeigt das Porträt anlässlich der aktuellen Ausstellung, die das Centre Pompidou in Paris dem 1948 in Stockholm geborenen amerikanischen Cartoonisten und Comic-Autor widmet.
Hinweis:
Die Ausstellung im Centre Pompidou in Paris eröffnet am 21. März und ist zu sehen bis am 21. Mai 2012. Vom 25. März bis 1. April findet zudem in Luzern das Comic-Festival Fumetto statt.
Sendetermin: 1. April 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 25. März 2012, 10.30 Uhr auf SF1
Persepolis
Vielfach preisgekrönter Film von Marjane Satrapi
Die aufgeweckte Marjane ist frech und mutig und gerade mal acht Jahre alt, als 1978 der Schah von Persien gestürzt wird. Ihre Familie freut sich über den Sturz des zunehmend despotisch agierenden Herrschers, doch auf die Euphorie folgt schnell Ernüchterung: Die Islamische Republik, wie ihre Heimat nun heisst, entpuppt sich als strenges Regime.
Die heute 42jährige, in Paris lebende Exil-Iranerin Marjane Satrapi hat aus ihrer ereignisreichen Biographie den Comic «Persepolis» geschaffen, der 2007 zum gleichnamigen Zeichentrickfilm führte. Er gibt auf ebenso poetische wie erschütternde Weise einen geschichtlich genauen und gleichzeitig persönlichen Einblick in die Geschichte Irans im 20. Jahrhundert. Der Film erhielt nebst vielen andern Auszeichnungen den Preis der Jury von Cannes.
Sendetermin: 25. März 2012, 10.30 Uhr
Sonntag, 18. März 2012, 11.55 Uhr auf SF1
Und Hollywood erschuf die Frau
Eine filmische Zeitreise aus weiblicher Sicht
Mit weltweiten Kassenschlagern wie «Pretty Woman», «Sleepless in Seattle» oder «The Devil Wears Prada» hielt Mitte der 1980er-Jahre ein neues Frauenfilmgenre Einzug in die Kinos, die sogenannten «Chick Flicks», die sich vorrangig an das weibliche Publikum richten.
In der Regel sind «Chick Flicks» moderne Varianten des Aschenputtelmärchens. Dass die Frauen in diesen Filmen noch immer auf der Suche nach der romantischen Liebe und dem Märchenprinzen sind, spricht Bände über die Entwicklung des Frauenbildes im amerikanischen Film der letzten Jahrzehnte.
Humorvoll und scharfsichtig erläutern Nora Ephron («Sleepless in Seattle»), Darren Starr («Sex and The City») und Callie Khouri («Thelma and Louise») Frauenbilder im Hollywoodkino seit seinen Anfängen und die Mechanismen der zeittypischen Erfolgsmaschine der Chick Flicks.
Sendetermin: 18. März 2012, 11.55 Uhr
Sonntag, 11. März 2012, 12 Uhr auf SF1
Japan nach Fukushima
Japans Künstler als Pioniere einer neuen Gesellschaft
Am 11. März 2011 wurde Japan Opfer einer dreifachen Katastrophe. Erdbeben, Tsunami und Kernschmelze erschütterten jedoch nicht nur die Erde, sondern auch das Vertrauen in alte Autoritäten und Sicherheiten. Land und Gesellschaft werden sich aufgrund dieses Ereignisses verändern, meinen viele Künstler und sie wollen diesen Wandel mit gestalten.
Der 28jährige Fotograf Kazuma Obara, der verbotenerweise das verseuchte Werkgelände fotografierte, das Künstlerkollektiv Chim Pom und nicht zuletzt der Meisterarchitekt und Pritzker-Preisträger Tadao Ando sind die Protagonisten eines Films, der untersucht, wie Kunstschaffende auf die Katastrophe reagierten und wie diese ihr Leben verändert hat.
Hinweis: Das Fotobuch von Kazuma Obara erscheint Anfang März im Lars Muller Verlag.
Sendetermin: 11. März 2012, 12 Uhr
Sonntag, 4. März 2012, 12 Uhr auf SF1
The Desert of Forbidden Art
Igor Savitzkys sensationelle Sammlung russischer Avantgarde
Während der Sowjetherrschaft wurden Künstler, die ihrer eigenen künstlerischen Auffassung treu blieben, exekutiert, in die Psychiatrie weggesperrt oder in den Gulag geschickt. Diese im Abseits entstehende Kunst wurde von einem jungen Maler, Igor Savitzky, ab 1950 mit Konsequenz und ausserordentlicher Courage gesammelt.
Der Kinodokumentarfilm «The Desert of Forbidden Art» erzählt die Geschichte des atemberaubenden Lebenswerks Igor Savitzkys. Seine Sammlung ist heute eine der grössten Kollektionen russischer Avantgarde. Es sind Künstlerinnen und Künstlern, deren Namen bis heute weitherum weit weniger bekannt sind, deren Qualität jedoch auf Anhieb in den Bann zieht. Beheimatet ist Savitzkys Sammlung noch immer im Abseits, in der Wüste des heutigen Usbekistans, in der autonomen Republik Karakalpakistan. Die Sternstunde Kunst zeigt den Kinodokumentarfilm über Savitzkys kongenialen Kunstschatz in der Wüste in deutschsprachiger TV-Premiere.
Sendetermin: 4. März 2012, 12 Uhr
Trailer (englisch):
Sonntag, 26. Februar 2012, 12 Uhr auf SF1
Masken, Fetische und andere Obsessionen
Auf den Spuren traditioneller afrikanischer Kunst
Die traditionelle afrikanische Kunst sei mystisch, dunkel, faszinierend, heisst es, dynamisch, kraftvoll, expressiv, ja sogar brutal und primitiv. Die Filmautorin Lekha Sarkar geht in ihrem Film diesem geheimnisvollen Mythos nach und nimmt das Publikum mit auf ihren weiten Weg in eine fremde Kultur. Ihre Spurensuche führt sie nach Togo und Kamerun, zu Priestern, Heilern und Magiern, in die ferne Welt der animistischen Glaubensvorstellungen, in einen Voodootempel und zu einem traditionellen Jahresfest voller kultischer Rituale.
Auch in der Schweiz findet Sarkar eine kleine, verschworene Kunstszene der besonderen Art. Zum ersten Mal überhaupt öffnen einige von ihnen ihre Pforten und geben Einblick in ihre Kollektionen afrikanischer Masken und Figuren.
Wiederholung, aus Anlass der Ausstellung «Helden – ein neuer Blick auf die Kunst Afrikas», die bis zum 3. Juni 2012 im Museum Rietberg in Zürich gezeigt wird.
Sendetermin: 26. Februar 2012, 12 Uhr
Sonntag, 19. Februar 2012, 12 Uhr auf SF1
Rembrandt und sein Sammler
Eine filmische Begegnung mit Rembrandts Radierungen und dessen Sammler Eberhard W. Kornfeld
Rembrandts grafisches Werk gilt als eines der innovativsten und bedeutendsten der Kunstgeschichte – und Rembrandt war selbst ein grosser und leidenschaftlicher Sammler.
Im Dokumentarfilm «Rembrandt und sein Sammler» tauchen wir mit dem Schweizer Kunstsammler Eberhard W. Kornfeld in Rembrandts Welt ein. Es ist ein eigentliches Kammerspiel, in dem der Künstler und sein Sammler über die zauberhaften Radierungen in Dialog treten, und wir mit ihnen. Buch und Regie: Heinz Bütler.
Sendetermin: 19. Februar 2012, 12 Uhr
Sonntag, 12. Februar 2012, 12 Uhr auf SF1
Ilya Kabakov – Fliegen und Engel
Der russische Installationskünstler im Filmporträt
Ilya Kabakov zählt weltweit zu den bedeutendsten zeitgenössischen bildenden Künstlern. Es gibt praktisch kein wichtiges Museum der Gegenwartskunst, das nicht wenigstens eine Installation von ihm zeigt. Auch in der Schweiz sind die Arbeiten des russischen Künstler seit Jahren immer wieder zu sehen bzw. zu begehen: Unbekannte, die in Schränken hocken oder hinter verschlossenen Türen singen, skurrile Erfinder, traumverlorene Weltflüchtige, verzweifelt Meditierende – Fliegen und Engel bevölkern das Werk von Kabakov, und sie stehen für eine miserable Alltagsrealität einerseits und für die Vision eines besseren, humanen Lebens andererseits.
Kabakov, der bis zu seiner Auswanderung seinen Lebensunterhalt als Bilderbuchillustrator verdiente, weil er in der damaligen Sowjetunion seine Werke nie öffentlich ausstellen durfte und als Untergrundkünstler galt, ist einer der letzten grossen Utopisten. Mit desillusioniertem Blick schaut er auf das 20. Jahrhundert und dessen Trümmer und ist dennoch in der Lage, mit menschlicher Wärme und einer ausgeprägten Einbildungskraft sich andere Welten vorzustellen.
Der Film von Kerstin Stutterheim und Niels Bolbrinker – dem Kameramann von «Die Frau mit den fünf Elefanten», Schweizer Filmpreis 2009 – erzählt diese Geschichten, zu denen auch die Geschichte von Kabakov selbst gehört.
Sendetermin: 12. Februar 2012, 12 Uhr
Sonntag, 5. Februar 2012, 12 Uhr auf SF1
Philip Roth – Keine Beschwerden
Ein Begegnung mit dem grossen amerikanischen Romancier
Film von William Karel und Livia Manera
Der Amerikaner Philip Roth ist ein Schriftsteller, der fasziniert, der Gewissheiten erschüttert und zuweilen auch Unverständnis hervorruft. Seit seinem ersten Erfolg «Portnoys Beschwerden» über die Zuckerman-Romane und «Der menschlichen Makel» bis hin zu seinen jüngsten Werken, zeichnet er stets ein schonungsloses Porträt der Gesellschaft, aus der er sich zum eigenen Schutz zurückgezogen hat.
Der als wortkarg und verschlossen geltende Roth öffnet sich in diesem Film erstmals im Gespräch und lässt zu, dass wir einigen der Menschen begegnen, die ihm nahe stehen. Er spricht über seine Familie, seine Sehnsüchte, seine Obsessionen, über den jüdischen Humor, die Wirren der Sexualität und der Liebe, und liest dazu Auszüge aus seinen Büchern. Wie jemand, der zum letzten Mal seine Papiere ordnet, bietet Roth Einblick in seine Archive, Fotos und Manuskripte – und wirkt dabei trotz seinen knapp 80 Jahren lebendiger denn je.
Sendetermin: 5. Februar 2012, 12 Uhr
Sonntag, 29. Januar 2012, 12 Uhr auf SF1
Aufbruch in Ägypten
Laila, Hala und Karima: Ein Jahr im revolutionären Kairo
Sie standen im Zentrum des Sturms, als im Januar 2011 der Tahrir-Platz in Kairo bebte, und die alte Ordnung Ägyptens zu wanken begann. Die Theater-Regisseurin Laila Hassan Soliman, die Filmemacherin und Künstlerin Hala Elkoussy und die Choreografin Karima Mansour - drei junge Frauen, drei Künstlerinnen. Ein Jahr lang haben Eduard Erne und Ahmed Abdel Mohsen die Künstlerinnen begleitet, auf dem schwierigen Prozess der Veränderung. Als typische Repräsentantinnen einer neuen, einer jungen Generation, die mit all ihren Sinnen und mit ihrem Verstand längst in einer globalisierten Welt beheimatet sind, wollen Hala Elkoussy, Karima Mansour und Laila Hassan Soliman den Stillstand der ägyptischen Gesellschaft nicht länger akzeptieren.
Der Dokumentarfilm beschreibt das Jahr der beginnenden Veränderung aus der sehr persönlichen Sicht von drei Künstlerinnen, die als Aktivistinnen mitten im Aufbruch standen – aufwühlende Geschichten aus dem revolutionären Kairo.
Sendetermin: 29. Januar 2012, 12 Uhr

Sonntag, 22. Januar 2012, 12 Uhr auf SF1
Václav Havel – Liebe zur Wahrheit
In Gedenken an den Dramatiker, Dissidenten und Staatspräsidenten
Ein Film von Jarmila Buzkova, 2009
Bevor er Politiker wurde, war Václav Havel als Schriftsteller und Theaterautor eine wichtige Stimme. Seine in der Tradition des absurden Theaters stehenden Stücke und seine Essays prägten die Atmosphäre, die 1968 zum Prager Frühling führte, entscheidend mit. Darauf wurde er mit einem Aufführungs- und Publikationsverbot belegt.
Václav Havel war über 20 Jahre im Widerstand im eigenen Land, und diese vielen Jahre waren geprägt von Schikanen durch das kommunistische Regime und zahlreichen Gefängnisaufenthalten. Doch der eigenwillige Schriftsteller liess sich nicht verbiegen und überstand die kommunistische Verfolgung erhobenen Hauptes, immer geleitet von seinem einzigen Credo: «Leben in der Wahrheit.» Gerade aus dem Gefängnis entlassen, wurde er erster Präsident der postkommunistischen Tschechoslowakei. Václav Havel wurde sechzehn Mal für den Friedensnobelpreis nominiert.
Fünf Jahre nach dem Ende seiner Amtszeit als Präsident der Tschechischen Republik, wendet sich der frühere Dramatiker und Dissident Vaclav Havel wieder dem Theater zu. Er schreibt das Stück «Abgang», das mehr denn je sein Thema und seine Kraft aus der Mitte der Gesellschaft schöpft. Havel verarbeitet darin seine Erfahrungen als Staatsoberhaupt, ein Amt, das er 13 Jahre inne hatte. Die Prager Uraufführung des Theaterstücks bietet der Autorin Jarmila Buzkova die Gelegenheit, zusammen mit Vaclav Havel auf dessen Leben zurückzublicken. Eine Dokumentation, die wie ein Kaleidoskop die verschiedenen Facetten Vaclav Havels zeigt.
Sendetermin: 22. Januar 2012, 12 Uhr
Sonntag, 15. Januar 2012, 12 Uhr auf SF1
Ho und überall
Unterwegs mit dem Berner Musiker Simon Ho
Er ist stets unterwegs, entscheidet kurzfristig und intuitiv. Neues und fremdes Kulturgut integriert er virtuos in sein Schaffen, den eigenen Weg verliert er dabei nie aus den Augen: der Berner Komponist und Pianist Simon Ho. Stilsicher pendelt er zwischen Ländern und Projekten und überrascht immer wieder mit einem erfrischenden, eigenen Sound.
Die Regisseure Peter Guyer und Balthasar Jucker begleiten den vielseitigen Künstler rund um den Globus. Wir erleben Simon Ho in der Normandie als Pianist in einem Variététheater, in Zürich mit Henk Hofstede und dem 15-köpfigen Ho Orchestra. In Kuba komponiert er für ein Jugendorchester und in New York macht er Avantgardemusik für Shelley Hirsch. «Ho und überall» ist ein vielstimmiger Musikfilm mit einem überraschenden, mitreissenden Sound.
Sendetermin: 15. Januar 2012, 12 Uhr
Trailer:
HO UND ÜBERALL from Madeleine Corbat on Vimeo.
Sonntag, 8. Januar 2012, 12 Uhr auf SF1
Die Schriftstellerin Christa Wolf - Ein Tag - Ein Jahr - Ein Leben
Filmporträt einer Ikone der deutschen Nachkriegsliteratur
Christa Wolf, die am 1. Dezember 2011 in ihrem 83. Lebensjahr verstorben ist, beschäftigte sich in ihrem Werk immer wieder mit der Frage, ob Leben identisch sei mit der unvermeidlich vergehenden Zeit. Um dem Phänomen der Vergänglichkeit auf den Grund zu gehen, unternahm die Schriftstellerin einen Selbstversuch: Seit 1960 beschrieb sie immer wieder einen Tag im Jahr, den 27. September, 40 Jahre lang.
Der Film nimmt dieses im Jahr 2003 veröffentlichte Tagebuch als Leitfaden eines sehr persönlichen Porträts der deutschen Schriftstellerin, ihrer Kunst, vor allem aber ihres bewegten Lebens und liefert interessante Einblicke in deutsch-deutsche Zeitgeschichte.
Sendetermin: 8. Januar 2012, 12 Uhr






































































