China
Die Sternstunden haben sich immer wieder dem Land gewidmet, das sich rasant zu einem der führenden Wirtschaftsmächte entwickelt hat. Worauf gründet die chinesische Kultur? Wie leben und denken die Chinesinnen und Chinesen heute? Wohin führt diese Entwicklung? Und wie verändert sich die religiöse Landschaft?
Sternstunde Philosophie vom 12.6.2011:
China – wohin?
Shi Ming im Gespräch mit Katja Gentinetta
Alle Welt blickt nach China. Das Land polarisiert: Unternehmen sehen dort ihre zukünftigen Märkte und bangen gleichzeitig um das Platzen einer Blase. Die westliche Zivilgesellschaft empört sich über die Repression gegenüber Andersdenkenden. Was denkt man in China selbst? Kollidiert individueller Tatendrang mit der Macht der Partei? Halten Tradition und Kultur das Land noch zusammen oder ist es im Begriff, sich bis zur Selbstauflösung zu globalisieren? Katja Gentinetta im Gespräch mit Shi Ming, Germanist und Jurist, heute freier Journalist in Deutschland. mehr
Sternstunde Religion vom 12.6.2011:
Protestantischer Pfingst-Gottesdienst
aus Nanjing
Volle Kirchen in China, das klingt überraschend. Wer wenig vertraut ist mit den neusten, noch etwas verborgenen Entwicklungen im riesigen und fremden Reich der Mitte, wird mit Staunen zur Kenntnis nehmen, dass es dort fünf vom Staat anerkannte Religionen gibt – darunter das Christentum, dessen Kirchen vielerorts grosse Scharen von Gläubigen anziehen.
Verlässliche Statistiken gibt es nicht, aber man kann in überfüllten Kirchen Gottesdienste besuchen und sich selbst ein Bild machen – diese Möglichkeit will das Schweizer Fernsehen in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund den Zuschauerinnen und Zuschauern anbieten. Ein kurzer Vorfilm zeigt Kirchen aus anderen Städten und sucht Antworten auf die Frage, warum Chinesinnen und Chinesen, die eine eigene uralte Kultur und Tradition haben, das Evangelium hören wollen. Anschliessend überträgt «Sternstunde Religion» am Pfingstsonntag einen protestantischen Gottesdienst aus Nanjing, der alten südlichen Hauptstadt Chinas.
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Sternstunde Philosophie vom 22.11.2009:
Leuchtturm der chinesischen Literatur
Der Schriftsteller Yu Hua im Gespräch mit Norbert Bischofberger
China boomt. Für Chinesinnen und Chinesen sind die rasanten Veränderungen atemberaubend. Genau darum geht es in den Romanen von Yu Hua. Sein neuester burlesker Schelmenroman «Brüder» erzählt, wie Song Gang und Glatzkopf-Li ganz unterschiedlich in der chinesischen Moderne landen. Das Buch ist nach Meinung des Autors „durch die Zensur gerutscht“ und allein in China über 1,5 Millionen Mal verkauft worden. Yu Hua zählt denn auch zu den erfolgreichsten Schriftstellern Chinas. Seine Familiengeschichten spannen einen weiten Bogen von den Anfängen der Volksrepublik China über die Hungersnöte und die brutale Kulturrevolution in den 60iger Jahren bis zum heutigen ökonomischen Boom. In der «Sternstunde Philosophie» erzählt Yu Hua, wie er die Irrungen und Wirrungen der letzten Jahrzehnte in China am eigenen Leib erlebt und den Stoff für seine Romane auf der Strasse gefunden hat.
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Sternstunde Philosophie am 10.2.2008:
Die Wiedergeburt des Konfuzianismus
Tu Weiming im Gespräch mit Norbert Bischofberger
China identifiziert sich bis heute mit Konfuzius (551 bis 479 vor Christus). Einst Staatslehre wurde der Konfuzianismus im China des 20. Jahrhunderts massiv bekämpft und totgesagt. Heute erlebt der Konfuzianismus im sich rasant verändernden China eine Renaissance als identitätsstiftende kulturelle Tradition. Wie aber können die Ideale des «Edlen» und der «Menschenliebe» in der chinesischen Massengesellschaft gelebt werden?
Der chinesische Philosoph Tu Weiming gilt als einer der weltweit renommiertester Kenner des Konfuzianismus. Er leitet das Yenching-Institut an der Harvard Universität. In der «Sternstunde Philosophie» gibt Tu Weiming Einblick in die Lehre des Konfuzianismus und erläutert seine Wiedergeburt in China und die Bedeutung der konfuzianischen Ethik als spirituelle Quelle.
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