Klima
Per Ende 2012 läuft das Kyoto-Protokoll aus, das Industrieländer zu Emissionsreduktionen verpflichtet. Bisher ist es der Staatengemeinschaft nicht gelungen, sich zu neuen verpflichtenden Reduktionszielen für die Zeit danach durchzuringen. Trotz dem Kyoto-Protokoll haben die weltweiten CO 2-Emissionen letztes Jahr einen neuen Höchststand erreicht und von der angestrebten Erreichung des 2-Grad-Ziels ist man im Moment weit entfernt. Südafrikas Präsident Zuma eröffnete die Welt-KlimaKonferenz in Durban im November 2011 mit den Worten: «Für viele Menschen in den Entwicklungsländern und in Afrika ist der Klimawandel eine Frage von Leben und Tod».
Wie können wir es möglich machen, den Klimawandel und seine weltweiten Folgen zu bewältigen, obwohl sich die Welt immer näher an den pessimistischsten Emissions-Szenarien bewegt? Die Sternstunden haben die Überlebensfrage Klima immer wieder thematisiert.
Sternstunde Philosophie vom 6.5.2012
Wie steht es um das Klima?
Andreas Fischlin zu Gast bei Norbert Bischofberger
Das Klima erwärmt sich, und der Mensch trägt die Hauptverantwortung für die globale Erderwärmung. Dies ist Konsens unter den Klimaforschern, sagt Andreas Fischlin, Professor für Systemökologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Als Mitautor von Berichten des UNO-Klimarates IPCC ist Fischlin Mitempfänger des Friedensnobelpreises, der im Jahr 2007 dem UNO-Klimarat IPCC verliehen wurde. Kritiker des IPCC hingegen monieren, die natürlichen Klimaschwankungen würden ausser Acht gelassen, und die Änderungen der Sonnenintensität und ihr Einfluss auf das Erdklima würden zu wenig berücksichtigt. In der Sternstunde Philosophie nimmt Andreas Fischlin Stellung zu kritischen Einwänden und erläutert, wie es um das Klima steht. mehr
Sternstunde Philosophie vom 8.5.2011
Hat der Mensch die Technik noch im Griff?
Der Philosoph Gernot Böhme im Gespräch mit Norbert Bischofberger
«Die Technik ist zur zweiten Natur geworden», sagt der Philosoph Gernot Böhme. Heute gehe es nicht mehr um die Kontrolle der Natur, sondern der Technik; dies zeige erneut die Atomkatastrophe von Fukushima. Scharf kritisiert Böhme zudem, dass die Menschen im Westen ihr Leben mehr und mehr an Experten delegieren, anstatt es selber zu leben. In der «Sternstunde Philosophie» zeigt der Philosoph Gernot Böhme, wie wir unser Leben ändern müssen, damit die kommenden Generationen lebenswerte Verhältnisse auf der Erde vorfinden und welchen Beitrag dazu eine aufgeklärte Philosophie leistet. mehr
Sternstunde Philosophie vom 31.10.2010
Klima: Denken und Handeln im Widerspruch
Bundesrat Moritz Leuenberger und ETH-Student Severin Hegelbach im Gespräch mit Norbert Bischofberger
Das Klima wandelt sich, die Politiker streiten über ein Abkommen zum Schutz des Klimas und nur wenige Menschen ändern ihren Lebensstil. Woher stammt dieser Bruch zwischen Wissen und Handeln? Wie werden die Erkenntnisse der Klimawissenschaftler politisch umgesetzt? Ist die grüne Energiewende mit Wind, Sonne, Wasser und Biomasse realisierbar? Könnte der Einsatz für das Klima sogar lukrativ werden?
Diese Fragen diskutiert Bundesrat Moritz Leuenberger in der «Sternstunde Philosophie» mit Severin Hegelbach, Student der Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich. Dabei begegnen sich zwei Generationen: ein Bundesrat, der auf eine bewegte Politkarriere in den Bereichen Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation zurückschaut und ein junger Mensch, der ein vitales Interesse an der nachhaltigen Gestaltung der Zukunft hat.
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Sternstunde Philosophie vom 20.6.2010
Kulturelle Revolution gegen Umweltkrisen?
Der Sozialpsychologe Harald Welzer im Gespräch mit Judith Hardegger
Vor dem Hintergrund der aktuellen Umweltkatastrophe vor den Küsten Amerikas werden die grossen Fragen nach der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen immer drängender. Der Krieg um die Verteilung der endlichen Ressourcen dieser Welt verschärft sich, die Lösungsvorschläge aus der Politik, der Wirtschaft und den Naturwissenschaften muten wenig hoffnungsvoll an. Die Kulturwissenschaften haben dazu bisher weitgehend geschwiegen. Der Sozialpsychologe und Kulturwissenschaftler Harald Welzer wagt sich in seinen Büchern («Klimakriege – wofür wird im 21. Jahrhundert getötet» und «Das Ende der Welt, wie wir sie kannten») an diese drängenden Themen heran. Sein Ansatz: eine kulturelle Revolution und eine globale Neudefinition gesellschaftlicher Werte. Was er damit meint, erklärt er Judith Hardegger in der «Sternstunde Philosophie». mehr
Sternstunde Philosophie vom 20.12.2009
Wasser: das blaue Gold
Der Umweltingenieur Wolfgang Kinzelbach im Gespräch mit Norbert Bischofberger
Die UNO-Klimakonferenz in Kopenhagen will die hauptsächlich vom Menschen verursachte globale Erderwärmung limitieren. Dabei geht es immer auch um die Ressource Wasser. Die Europäer verbrauchen im Durchschnitt 400 Liter Wasser pro Tag; im ländlichen Kenya sind es gerade einmal zwei Liter pro Tag. Mehr als eine Milliarde Menschen haben bereits heute keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, und die Wasserknappheit wird aufgrund des Klimawandels, des Bevölkerungswachstums und des steigenden Lebensstandards zunehmen. Wolfgang Kinzelbach ist Professor für Hydromechanik an der ETH Zürich und engagiert sich für Wasserprojekte in China und Afrika. In der Sternstunde Philosophie plädiert Wolfgang Kinzelbach für mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit Wasser und zeigt, dass die Ressourcen der Erde gerecht auf alle Menschen verteilt werden müssten. mehr
Sternstunde Philosophie vom 9.12.2008
Die Klima-Kontroverse
Die Umweltphysiker Thomas Stocker und Augusto Mangini im Gespräch mit Norbert Bischofberger
Der Mensch trägt die Hauptverantwortung für die globale Erderwärmung. Davon ist Thomas Stocker überzeugt; er ist Professor für Klima- und Umweltphysik an der Universität Bern, Mitverfasser des UNO-Klimaberichts und Co-Leiter der Arbeitsgruppe Wissenschaft im UNO-Klimarat (IPCC). Sein Kontrahent, der Umweltphysiker Augusto Mangini von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften hingegen sagt, der UNO-Klimarat verharmlose die natürlichen Klimaschwankungen und berücksichtige die Änderungen der Sonnenintensität und ihren Einfluss auf das Erdklima zu wenig. In der „Sternstunde Philosophie“ diskutieren Stocker und Mangini die Ursachen der Klimaerwärmung und erklären, was wir jetzt konkret tun sollten. mehr
Sternstunde Philosophie vom 18.3.2007
Überlebensfrage Klima
Jennifer Morgan und Thomas Stocker im Gespräch mit Norbert Bischofberger
Das Klima ändert sich. Der Mensch ist sehr wahrscheinlich der Verursacher der Erwärmung des Klimas. So steht es im neuesten UNO-Klimabericht. Das Klima wird für kommende Generationen zur Überlebensfrage. Wärmeres Klima wird kommen, denn der grösste Teil der Menschheit wird den verschwenderischen Umgang mit den natürlichen Ressourcen sehr wahrscheinlich nicht ändern. Welche Konsequenzen ziehen wir daraus? In der „Sternstunde Philosophie“ zeigen die amerikanische Klimaexpertin Jennifer Morgan und der Berner Klimaphysiker und Mitverfasser des UNO-Klimaberichts Thomas Stocker das Dilemma auf und erklären, was wir jetzt konkret tun können. mehr
Sternstunde Philosophie vom 6.11.2005
Jared Diamond: Der drohende Kollaps
Der amerikanische Evolutionsbiologe im Gespräch mit Norbert Bischofberger
Naturkatastrophen, Klimaveränderung und rapides Bevölkerungswachstum. Das sind die Warnsignale vor dem Kollaps. Der amerikanische Evolutionsbiologe Jared Diamond kennt sie aus der Geschichte. Es sind die Muster, die zum Untergang der Mayas oder der Wikinger geführt haben. Für seine Untersuchung „Arm und Reich“ über das Schicksal menschlicher Gesellschaften hat Diamond 1998 den Pulitzer-Preis erhalten. In der „Sternstunde Philosophie“ erklärt Diamond, warum die kulturelle Entwicklung der Völker von Ihrer Umwelt und von der Natur abhängt und was die Menschheit jetzt unternehmen muss, um zu überleben. mehr




