Die Filme 2011 der Sternstunde Kunst
Sonntag, 26. Dezember 2011, 12 Uhr auf SF1
Ray und Charles Eames – Das Designerpaar des 20. Jahrhunderts
Die amerikanischen Möbeldesigner und Architekten im neuen Filmportrait
Ray und Charles Eames zählen unbestreitbar zu den einflussreichsten Designern des 20. Jahrhunderts. Ihre Stühle schlugen in Design und Materialien die Moderne im Möbeldesign an und sind bis heute, seit 1984 produziert von Vitra, aktuelles Design. Das Paar war aber ebenso als Architekten und Filmemacher erfolgreich, u.a. mit dem aussergewöhnlichen Kurzfilm «Powers of Ten», in dem Ray und Charles die in der Wissenschaft des 20. Jahrhunderts gebräuchlichen Grössenordnungen zur Beschreibung des Universums anschaulich machen.
Die Sternstunde Kunst zeigt den Film, den ersten seit dem Tod von Charles Eames 1978 und seiner Frau Ray 1988, in europäischer Premiere im Feiertagsprogramm am 26. Dezember 2011. Anhand vieler Archivmaterialien, Filmen, Liebesbriefen und Fotografien beschreiben die Filmautoren Jason Cohn und Bill Jersey das private Leben und berufliche Schaffen der beiden Designer, die eine neue Form von kreativer Zusammenarbeit praktizierten.
Sendetermin: 26. Dezember 2011, 12 Uhr
Sonntag, 18. Dezember 2011, 12 Uhr auf SF1
Von Büchern und Menschen
Hommage an Daniel Keel
Keine Bücher sind wie seine Bücher: Daniel Keel war einer der einflussreichsten Verleger im deutschsprachigen Raum. Sein 1952 gegründeter Verlag steht wie kaum ein anderer für Erfolg, Kreativität und Weltoffenheit.
Keel entdeckte und förderte Loriot und Patrick Süskind. Er führte Friedrich Dürrenmatt zu Weltruhm und holte die Bücher John Irvings nach Europa. Er war der Verleger Tomi Ungerers ebenso wie Bernhard Schlinks und der Schweizer Schriftsteller Urs Widmer und Martin Suter. Er verlegte Fellini und Tschechow sowie Krimiautoren wie Georges Simenon, Patricia Highsmith und Donna Leon. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie können erzählen, sie langweilen nie.
«Sternstunde Kunst» zeigt im Gedenken an den diesen Herbst verstorbenen Daniel Keel noch einmal den Film von Rosemarie Pfluger, die den öffentlichkeitsscheuen Verleger 1998 porträtieren konnte.
Sendetermin: 18. Dezember 2011, 12 Uhr
Sonntag, 11. Dezember 2011, 12 Uhr auf SF1
William Kentridge – Anything Is Possible
Filmporträt des südafrikanischen Animationskünstlers
William Kentridge ist stets sauber rasiert und gutbürgerlich gekleidet. Es war nicht seine Absicht, Künstler zu werden; er hätte wie sein berühmter Vater oder seine Mutter Anwalt werden können. Doch er wollte nicht in deren grosse Fussstapfen treten. In seiner Ratlosigkeit riet ihm ein Freund, das zu tun, was er ohnehin von klein auf dauernd tat: Zeichnen.
«Die Hand lenkt das Gehirn, nicht umgekehrt.» So umschreibt der südafrikanische Künstler William Kentridge seine eigene Arbeitsweise. Wenn das Pferd aus schwarzen Papierfetzen in der Animation sich bewegt und verwandelt, scheint es, als ob nur die Intuition und nicht die Ratio Regie geführt hätte. Der Dokumentarfilm «William Kentridge – Anything Is Possible» von Susan Sollins und Charles Atlas zeigt, wie sich der Künstler bei der Arbeit von Einfall zu Einfall treiben lässt. Doch seine Versuchsanlagen sind wohl durchdacht und umsichtig vorbereitet. Deutschsprachige Premiere.
Sendetermin: 11. Dezember 2011, 12 Uhr
Sonntag, 4. Dezember 2011, 12 Uhr auf SF1
How much does your building weigh, Mr. Foster?
Filmporträt des britischen Architekten und Designers
Seine Entwürfe bestechen durch ihre Logik und Ihre Schönheit: Gleichzeitig sind die begehbare Reichtagskuppel in Berlin, das schwindelerregend schöne Viaduc de Millau über dem französischen Tarntal, der Hearst Tower in New York City, sein mit 25‘000 Schindeln bedecktes Chesa Futura in St. Moritz, Hongkongs Flughafen Chek Lap Kok auch wahre Oden an die Technik – und berücksichtigen die Ökologie. Der Kinodokumentarfilm erzählt Norman Fosters Weg vom Arbeitersohn aus Stockport, südöstlich von Manchester, der sich früh für Architektur begeistert und nach der Royal Air Force und dem Architekturstudium an der Yale School of Art and Architecture mit Richard Buckminster Fuller zusammenarbeitet und anschliessend mit seiner Frau Wendy sowie Sue und Richard Rogers ein Architekturbüro gründet.
Es ist eine rasante Geschichte, in der es immer auch um das Prinzip hinter dem grossen Entwurf geht, um die Suche nach der technisch und handwerklich perfekten Lösung. Deutlich wird dies im Kleinen, in der Perfektion, für die Foster-Entwürfe bekannt sind.
Sendetermin: 4. Dezember 2011, 12 Uhr
Sonntag, 27. November 2011, 12 Uhr auf SF1
Urs Fischer
Urs Fischer ist ein Senkrechtstarter. Der 36jährige Schweizer Künstler mit Wohnsitz in New York feiert mit seinen Zeichnungen, Objekten und Installationen seit Jahren internationale Erfolge. Fischer erhält hochkarätige internationale Ausstellungsmöglichkeiten und verfügt über beachtliche Produktionsbudgets, die es ihm auch erlauben, haushohe Skulpturen anzufertigen.
Fischer pendelt zwischen Lebensfreude und Schaffenswut, Kunsttraditionen und Popkultur, Spontaneität und Hightech hin und her. In seinen zwei- und dreidimensionalen Arbeiten findet er immer wieder die Synthese zwischen diesen scheinbaren Gegensätzen. Visuell netzartig verflochten zeigt der Film Fischers wichtigsten Produktionen und Ausstellungen der letzten sechs Jahre, mit fesselnden Bildern von Schauplätzen wie Venedig, London, Sydney, Zürich und Shanghai. Der Film von Iwan Schumacher zeigt in TV-Premiere den vorläufigen Höhepunkt seiner Kariere: die Vorbereitung bis hin zur Vernissage seiner ersten Einzel-Ausstellung im New Museum in New York City im Oktober 2009.
Sendetermin: 27. November 2011, 12 Uhr
Sonntag, 20. November 2011, 12 Uhr auf SF1
Die Akte Kleist – Heinrich von Kleist
Dokumentation zum frühen Tod und Lebenswerk des deutschen Dichters
Im November 1811, vor knapp 200 Jahren, wurden am Wannsee bei Berlin zwei Leichen entdeckt: Die Heinrich von Kleists und die seiner Begleiterin Henriette Vogel. Zu diesem Zeitpunkt – im Alter von 34 Jahren – hatte der Dichter bereits zahlreiche Dramen geschrieben, die heute zum Standardrepertoire an deutschsprachigen Bühnen gehören.
Weniger bekannt als sein Werk und geradezu rätselhaft sind die Umstände, unter denen er starb. Beging Kleist einen gemeinsam geplanten Selbstmord – oder war es Mord? Der Film rollt anhand der historischen Polizeiprotokolle den Fall noch einmal auf und erzählt gleichzeitig die Geschichte seines rastlosen Dichterlebens in einer politisch hochexplosiven Zeit.
Sendetermin: 20. November 2011, 12 Uhr
Sonntag, 13. November 2011, 12 Uhr auf SF1
Bouton
Ein Film von Res Balzli
Bouton, das ist die selbst geschaffene Puppe von Johana, einer jungen Schauspielerin, die Krebs hat. Die Puppe dient ihr als Alter Ego, das ebenso verloren wäre wie sie, wenn sie nicht mehr da wäre. Es geht also auch um ihn – und, er stellt unerwartete Fragen und gibt überraschende Antworten. Zusammen mit ihm versucht Johana die gefährliche Krankheit zu überwinden und den Ernstfall mit Humor zu meistern. Dank Bouton wird alles erkennbar als Spiel und ist doch bitterer Ernst. Eine Geschichte zwischen Lachen und Weinen, dokumentarischer Realität und poetischer Fiktion, eine Ode an die Lebenslust und ihr drohendes Ende.
Eine Koproduktion von RTS, SRF und Arte.
Sendetermin: 13. November 2011, 12 Uhr
Sonntag, 6. November 2011, 12 Uhr auf SF1
Salecina – Von der Weltrevolution zur Alpenpension?
Dokumentarfilm zum 40. Jubiläumsjahr einer mythenumrankten Institution
Ein Film von Rahel Holenstein und Reto Padrutt
1971 gründete der Zürcher Buchhändler Theo Pinkus mit seiner Frau Amalie Pinkus-De Sassi auf dem Malojapass das Ferien- und Begegnungszentrum Salecina. Es wurde zum soziokulturellen, politischen Mekka der linken Intelligenzia mit Gästen wie Max Frisch oder Herbert Marcuse.
Der Film gibt Einblicke in das vom Establishment scharf beobachtete «widerständische Nest», das sogar in die Nähe terroristischen Gedankenguts gerückt wurde. Zitate von Gründungsmitgliedern spiegeln die Ursprungszeit; Gespräche mit zeitgenössischen Salecina-Aktivisten schlagen den Bogen zur Gegenwart. Und die facettenreiche Tour d’Horizon durch die Chronik der alpinen Denk-Schmiede macht auch den sich wandelnden Zeitgeist seit der 1968er Ära sichtbar. Und ist darüber hinaus eine zärtlich-emotionale, (selbst)ironische Hommage an bewegte Frauen und Männer aus drei Generationen, die auf 1800 m ü. M. Utopien für eine gerechtere Welt entwickelten und entwickeln.
Sendetermin: 6. November 2011, 12 Uhr
Sonntag, 30. Oktober 2011, 12 Uhr auf SF1
Kontinent K. – Agota Kristof, eine europäische Schrifstellerin
Das Filmporträt von Eric Bergkraut zu ihrem 76. Geburtstag
1935 in Ungarn geboren, flüchtete Agota Kristof 1956 in die Schweiz. Dreissig Jahre später begann mit der ersten Veröffentlichung von «Le grand cahier» (Das grosse Heft) eine unerwartete Erfolgsgeschichte: Übersetzungen in mehr als 20 Sprachen, Begeisterung der Kritik sowie beim Lesepublikum.
Kristof schreibt in einer angelernten Sprache, ihre Biografie steht für eine Grunderfahrung des 20. Jahrhunderts in Europa – und anderswo: Jene des Krieges, des Lebens unter einem totalitären System und schliesslich der Emigration in ein Land, in dem man bestenfalls geduldet ist. Die geschichtlichen oder politischen Fakten tauchen in Kristofs Romanen jedoch nur als chiffrenhafter Hintergrund auf, was ihre Universalität ausmacht. Ihr wahres Interesse gilt der menschlichen Seele, die sie, wie auch die Psyche oder den Körper, ohne Tabu oder Rücksicht erforscht.
Am 30. Oktober wäre die im Juli dieses Jahres verstorbene Schriftstellerin 76-jährig geworden. Wir zeigen als Hommage den Film «Kontinent K.» von Eric Bergkraut. Bergkraut dramatisiert ausgesuchte Stellen aus vier Romanen, macht mit Agota Kristof eine Reise nach Ungarn, trifft dort ihre Familie und versucht sich in wiederkehrenden Interviewblöcken dem Rätsel Kristof zu nähern. Es geht dabei immer um elementare Fragen: Liebe, Emigration, Schreiben, Tod.
Zusätzlich dazu ist der Film «Agota, neun Jahre später» während einer Woche als Online-Stream hier auf der Website der Sternstunden verfügbar. Der Filmemacher Eric Bergkraut besuchte darin die mittlerweise fast verstummte Schriftstellerin noch einmal und spricht mit ihr über das Leben und Schreiben im Alter.
Sendetermin: 30. Oktober 2011, 12 Uhr
Samstag, 29. Oktober 2011, 9.00 - 11.00 Uhr auf SF1
Dieter Roth
Filmporträt des grossen Schweizer Universalkünstlers des 20. Jahrhunderts
Dieter Roth wurde oft mit Andy Warhol und Joseph Beuys verglichen. Er gilt als Multitalent. So hat er als Maler, Zeichner, Plastiker, Aktionskünstler und Designer gearbeitet. Auch schrieb er Gedichte, komponierte Musik und realisierte Filme. Zudem verlegte er Bücher, überraschte als Installationskünstler und amtete als Lehrer und Kurator eigener Ausstellungen. In Edith Juds vielschichtigem Porträt begegnet uns ein Mann, der dem Leben nicht aus dem Weg gegangen ist, sondern es bis zur Neige ausgekostet hat.
Aktueller Hinweis: Noch bis zum 6. November ist im Aargauer Kunsthaus die Ausstellung «Dieter Roth – Selbste» zu sehen.
Sendetermin:
Samstag, 29. Oktober 2011, 9.00 - 11.00 Uhr
Sonntag, 16. Oktober 2011, 12 Uhr auf SF1
Die Künstlerin Ingeborg Lüscher
Das stete Verwandeln der Dinge
31 Jahre alt war Ingeborg Lüscher und eine erfolgreiche Schauspielerin am Renaissance-Theater und in Fernsehfilmen, als sie sich unter dem Eindruck des Prager Frühlings entschloss, beruflich völlig neue Wege zu gehen und bildende Künstlerin zu werden. Sie zieht nach Tegno. Bereits wenige Jahre später ist sie mit einer fotografischen Arbeit über den im Tessin lebenden Einsiedler Armand Schulthess an der legendären Documenta 1972 vertreten.
Für die Darstellung des Wesentlichen bedient Lüscher sich der verschiedensten Mittel, die aber zwingend zum Ursprung der Idee gehören müssen: Schwefel, Holz, Pigmente, Fotografie, Stein, selbst Zigarettenstummel. Auch mit ihrem allerersten Video traf Lüscher auf Anhieb den Nerv der Zeit - sie wurde damit an die Biennale in Venedig eingeladen. Damals war sie 62 Jahre alt. Die Arbeit mit dem Titel «Fusion» zeigt Fussballer als Manager.
Das Filmporträt von Renata Münzel beleuchtet ein Lebenswerk von grosser Fülle. Arbeiten, die versuchen, die «Worte hinter den Dingen», das Leuchten im Innern erfahrbar zu machen, sei es bei einer Schwefelschachtel oder in ihrem Bernsteinzimmer, in der Arktis oder im Tessiner Wald. Ingeborg Lüscher wird im Oktober 2011 mit dem Meret Oppenheim des Bundesamts für Kultur ausgezeichnet.
Sendetermin: 16. Oktober 2011, 12 Uhr
Sonntag, 9. Oktober 2011, 12 Uhr auf SF1
Islands Künstler und die Sagas
Die Kulturszene des diesjährigen Gastlandes an der Frankfurter Buchmesse
Eisige Gletscher und heiße Quellen, dunkle Wintertage und helle Sommernächte – Island ist ein Land der Extreme. Aber nicht nur die Natur bietet Überraschungen: viele Jahrhunderte alte Sagas, Krimis, exzentrische Videokunst und enigmatische Musik. Die Insel im Atlantik ist nicht nur ein geologischer, sondern auch ein kreativer Hotspot. Und die Isländer waren die ersten Literaten, die den Menschen in ihren Sagas als Individuum entdeckten, noch vor dem europäischen Ritterroman.
Die alten Mythen sind im kulturellen Leben Islands als Spuren heute immer noch präsent. Kein Schulkind, das nicht die Sagas kennt, Straßennamen in Reykjavík sind nach den Sagahelden benannt, Anekdoten aus den Sagas sind als Redewendungen in die Alltagssprache eingeflossen. Die Film-Dokumentation von Helga Brekkan vermittelt einen Einblick in die Schaffenskraft der isländischen Kulturszene und ergründet sie mit einigen ihrer bekanntesten Künstler, Literaten und Musikern.
Sendetermin: 9. Oktober 2011, 12 Uhr
Sonntag, 2. Oktober 2011, 12 Uhr auf SF1
La Nueva Canción
Ein Film über Volkslieder, die Revolutionen entfacht haben
In den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts kämpften in vielen Ländern Lateinamerikas Guerrillabewegungen gegen Militärdiktaturen. Eine Welle von sozialrevolutionären Bewegungen ging durch den Kontinent. Es war auch die Zeit der Nueva Canción, der Erneuerung und grossen Popularität des Volkslieds. Keine Bauern- oder Gewerkschafts-Versammlung, keine Studenten-Demonstration - auch hierzulande - ohne die Lieder aus Chile oder Kuba, aus Mexiko und aus Nicaragua.
Die neuen Volkslieder transportierten leidenschaftlichen Protest und Widerstand. Sie politisierten zahllose Menschen, die kaum lesen und schreiben konnten. Die Filmautoren und Südamerika-Kenner Helmut Scheben und Maja Bleibler haben die wichtigsten und schönsten Ton-, Bild- und Filmdokumente aus den Archiven geholt und sprechen mit Zeitzeugen und Interpreten der Nueva Canción.
Sendetermin: 2. Oktober 2011, 12 Uhr
Sonntag, 25. September 2011, 12 Uhr auf SF1
Amiet
Film von Iwan Schumacher und Cornelia Strasser
Der Schweizer Maler Cuno Amiet wurde 1868 geboren, vor 50 Jahren ist er gestorben. Trotzdem wirken viele seiner Bilder so frisch, als wären sie von heute. Amiet war zusammen mit Ferdinand Hodler und Giovanni Giacometti ein Wegbereiter der Moderne in der Schweiz. Der Film besucht drei KunstsammlerInnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Umgeben von ihren Gemälden erzählen sie uns in Dallas, Texas, Genf und Studen bei Biel, was ihnen ihre Werke von Amiet bedeuten.
Die «Sternstunde Kunst» zeigt den Film in TV-Premiere zum Beginn der Ausstellung «Cuno Amiet und Ferdinand Hodler» im Kunstmuseum Solothurn (24.9. 2011 – 2.1. 2012). Parallel dazu ist momentan im Kunstmuseum Bern die Sammlung Eduard Gerber unter dem Titel «Amiet. Freude meines Lebens» zu sehen (19.08.2011 - 15.01.2012).
Der Film ist momentan noch im Kino Kunstmuseum in Bern zu sehen. Mehr
Sonntag, 18. September 2011, 12 Uhr auf SF1
Jaffa – Im Namen der Orange
Die palästinensisch-israelische Geschichte im Spiegel der Jaffa-Werbung
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war die alte palästinensische Hafenstadt Jaffa eine der lebendigsten und kosmopolitischsten Städte des Nahen Ostens – kulturell, ökonomisch und politisch. In ihrem Umland werden seit Jahrhunderten Orangen kultiviert. Mit der Staatsgründung Israels wurden viele Plantagenbesitzer enteignet und die Jaffa-Orange mittels Werbung und Fotografie zum Inbegriff für Israels blühende Exportwirtschaft umgepolt.
Der kritische israelische Filmautor Eyal Sivan zeichnet an der Orange und der mit ihr betriebenen Symbolpolitik das jüdisch-arabische Verhältnis in Palästina nach. Archivmaterial, Werbefilme, Fotos, frühe Filmaufnahmen und politische Poster bilden die Grundlage für Gespräche mit israelischen und palästinensischen Intellektuellen und Mitarbeitern der Zitrusindustrie. Die Befragten reflektieren am Beispiel der Jaffa-Orange ihre eigene Geschichte und die ihres Landes.
Sendetermin: 18. September 2011, 12 Uhr
Sonntag, 11. September 2011, 12 Uhr auf SF1
Die Angst hat 1000 Augen
10 Jahre nach 9/11: Städte im Zeichen des Terrors
Ein Film von Dagmar Brendecke und Walter Brun
Wir leben im Zeitalter der Stadt. Städte werden zu Metropolen, Metropolen zu Megacities. Wer eine Gesellschaft treffen will, greift die Stadt an, in ihrem Alltag und aus dem Hinterhalt.
In New York kam der Angriff aus der Luft, in London mit der U-Bahn, in Oslo per Auto und Boot. Mit jedem Anschlag werden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Die digitale Revolution ermöglicht die lückenlose Überwachung von Menschen, Geld und Warenströmen. Kameras, Sensoren und Computer sollen die Städte sicher machen, indem sie jeden unserer Schritte überwachen und auf «Abweichungen vom Normalen» achten. Doch wer bestimmt, was normal ist und wer hat Zugriff auf all diese Daten?
Der Dokumentarfilm von Dagmar Brendecke und Walter Brun zeigt, wie sich das Leben in der Stadt durch die Bedrohung verändert. Und wie zerbrechlich die Balance zwischen unserem Bedürfnis nach Sicherheit und dem Wunsch nach Freiheit ist.
Sendetermin: 11. September 2011, 12 Uhr
Sonntag, 4. September 2011, 12 Uhr auf SF1
Modigliani's Genuine Fakeheads
Die unglaubliche Fälschungsgeschichte der Modigliani-Skulpturen
Livorno, Sommer 1984. In der Heimatstadt des Malers und Bildhauers Amadeo Modigliani entwickelt sich ein spontaner Studentenjux zur Falschmeldung des Jahrhunderts. In einer schönen Sommernacht zimmern die Studenten mit Hilfe einer Bohrmaschine Kopf-Skulpturen nach der Art von Modigliani. Anschliessend werfen sie die Skulpturen in Livornos Stadtgraben. Am darauffolgen Tag sind Kunstkritiker und Kunsthistoriker ausser sich vor Begeisterung über den spektakulären Modigliani-Fund in Livorno.
Der Dokumentarfilm von Giovanni Donfrancesco erzählt die wahre Geschichte einer fantastischen Fälschung.
Sendetermin: 4. September 2011, 12 Uhr
Sonntag, 28. August 2011, 12 Uhr auf SF1
Niklaus Troxler – Jazz in Willisau
Ein Leben mit Jazz und Grafikdesign
Von 1975 bis 2009 leitete Niklaus Troxler das renommierte Jazzfestival im luzernischen Städtchen Willisau. Als Designer und Fachreferent ist Troxler weltweit gefragt. Seine legendären Plakate sind im New Yorker «Museum of Modern Art» ebenso zu sehen wie auf Schallplatten-Covers von Stars wie Thelonious Monk oder Irène Schweizer.
Persönlich gefärbte Gespräche, Statements von prominenten Wegbegleitern, sowie privates Archivmaterial fügen sich zu einer klangvollen Bildkomposition. Mit Konzert- und Festivalimpressionen spiegeln die Dokumentarfilmer Angelo Lüdin und Barbara Zürcher die soziokulturellen Veränderungen seit den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts.
Eine spannende Hommage an einen leidenschaftlich engagierten, eigenwilligen, originären Kreativen, der im wahrsten Sinne des Wortes von Kunst und Jazz beseelt ist.
Sendetermin: Sonntag, 28. August 2011, 12 Uhr auf SF1
Sonntag, 3. Juli 2011, 12 Uhr auf SF1
La Voce in Bellezza
Im Zürcher Opernstudio finden junge Talente zu ihrer ganz persönlichen Stimme
Im Zürcher Opernstudio werden die begabtesten jungen Sängerinnen und Sänger aus allen Kontinenten ein Jahr lang auf die grossen Opernbühnen der Welt vorbereitet. Zum höchsten Ausdruck der Stimme zu finden, verlangt den Einsatz der ganzen Person.
Der mexikanische Startenor Francisco Araiza hilft bei der der Suche nach der eigenen Persönlichkeit. «Lass mich deine Stimme hören,» sagt Araiza, «und ich sage dir, wer du bist.»
Wie man isst, wie man schläft – alles hat einen Einfluss auf das Arbeitsinstrument, den eigenen Körper. Das Gesangsorgan verändert sich, je nach äusseren Einflüssen, der Gesundheit und der Psyche.
Die Dokumentarfilmerin Sabine Gisiger begleitet ein Jahr lang drei junge Talente. Sie erzählt von ihren Höhen und Tiefen, vom Ringen um die Schönheit ihrer Stimme. Denn trotz grossem Talent und vieler Entbehrungen wird nur ganz wenigen der internationale Durchbruch gelingen.
Sendetermin: Sonntag, 3. Juli 2011, 12 Uhr auf SF1
Sonntag, 26. Juni 2011, 12 Uhr auf SF1
Breath Made Visible
Anna Halprin
Der Dokumentarfilm BREATH MADE VISIBLE ist ein bewegendes Filmporträt über Anna Halprin, der Tanzpionierin aus den USA, die dieses Jahr am 13. Juli ihren 91. Geburtstag feiern wird. In eindringlichen Bildern wird das Leben und Werk dieser Tanz- und Performance-Ikone porträtiert, die ihre Kunst und ihr Leben untrennbar miteinander verschmolzen hat und immer noch tänzerisch aktiv ist.
Die Dokumentation des Schweizer Filmemachers Ruedi Gerber verbindet neue Interviews und Bühnenauftritte mit frühen Performances von Anna Halprin. Bisher unveröffentlichtes Archivmaterial eröffnet zudem Einblicke in die Geschichte der gesellschaftlich engagierten Tanzkunst Nordamerikas. Die Sternstunde Kunst zeigt den Dokumentarfilm "Breath made visible" als Schweizer TV-Premiere.
Sendetermin: Sonntag, 26. Juni 2011, 12 Uhr auf SF1
Sonntag, 19. Juni 2011, 12 Uhr auf SF1
Basquiat
Dokumentarfilm über den amerikanischen Künstler (1960 – 1988)
Seltene Aufnahmen aus Filmarchiven und Interviews mit Freunden geben in diesem Dokumentarfilm von Jean-Michel Vecchiet einen Einblick in die Arbeit, das Werk und das viel zu kurze Leben des ehemaligen New Yorker Graffiti-Kids SAMO und späteren Malers Jean-Michel Basquiat, der wie ein Komet die moderne Kunst erleuchtet – und um neue Begriffe erweitert hat. Der Film taucht ein in seine Zeit und beschreibt den künstlerischen Werdegang Jean-Michel Basquiats.
Sendetermin: Sonntag, 19. Juni 2011, 12 Uhr auf SF1
Sonntag, 12. Juni 2011, 12 Uhr auf SF1
Franz Gertsch und die wirklichere Wirklichkeit
Ein Filmporträt von Peter K. Wehrli
Berühmt geworden ist er mit riesigen Gemälden der Rockpoetin Patti Smith: Franz Gertsch ist einer der geachtetsten Schweizer Künstler und ein Hauptvertreter des Foto- und Hyperrealismus. Seine Entwicklung führte ihn vom Zelebrieren des Glamours der Jugendlichkeit hin zur Feier der Natur. Heute malt er in grossformatigen Bildern vor allem Pflanzen. Holzschnitte von riesigen Frauenporträts ergänzen seine Malerei. Sternstunde Kunst zeigt ein umfassendes Porträt von Franz Gertsch, das Peter K. Wehrli anlässlich der ersten grossen Retrospektive im Museum Gertsch in Burgdorf und im Kunstmuseum Bern gestaltet hat.
Sendetermin: Sonntag, 12. Juni 2011, 12 Uhr auf SF1
Sonntag, 5. Juni 2011, 12 Uhr auf SF1
Bice Curiger und die Biennale Venedig: «Träumen, dass man träumt»
Ein Film von Eduard Erne
Die Schweizer Kuratorin, Kunsthistorikerin und Chefredaktorin Bice Curiger gehört zu den profiliertesten Kennerinnen moderner Kunst. Was dazu geführt hat, dass sie die 54. BIENNALE in Venedig konzipieren darf.
Unter dem Motto ILLUMInazioni spielt sie mit den Begriffen Nation und Licht, spielerisch und intuitiv wie ein Traum, von dem man ahnt, dass man ihn träumt.
Ein Jahr lang begleitet der Dokumentarfilmer Eduard Erne die Kuratorin, während sie das wichtigste Kunst-Ereignis des Jahres vorbereitet. Reist mit ihr an die Brennpunkte moderner Kunst, nach Brasilien, nach Qatar - und natürlich immer wieder nach Venedig - und beobachtet den Entstehungsprozess ihrer Ausstellung. Ein spannender Blick hinter die Kulissen des Kunstbetriebs, und gleichzeitig eine sehr persönliche Annäherung an das Denken Bice Curigers.
Eine Eigenproduktion von Sternstunde Kunst in Zusammenarbeit mit Kulturplatz.
Sendetermin: Sonntag, 5. Juni 2011, 12 Uhr auf SF1
Auffahrtsdonnerstag 2. Juni 2011, 12 Uhr auf SF1
The World According to Ion B.
Gewinner Emmy Awards 2010 für den besten Kulturdokumentarfilm
Diesen Traum träumt vielleicht jeder Obdachlose, jede Obdachlose: eines Tages berühmt zu werden und das harte Leben, die Armut, das Elend, die Demütigung des Lebens in der Gosse hinter sich lassen. Der Dokumentarfilm «The World According to Ion B.» von Alexander Nanau erzählt eine solche Geschichte: die Lebensgeschichte des Ion Barladeanu, der drauf und dran ist, mit seinen Collagen ein internationaler zeitgenössischer Star zu werden. Der Dokumentarfilm, den die Sternstunde Kunst in Zweitausstrahlung am Auffahrtsdonnerstag zeigt, gewann 2010 den Emmy Award für den besten Kulturdokumentarfilm.
Sendetermin: Auffahrtsdonnerstag 2. Juni 2011, 12 Uhr auf SF1
Sonntag, 29. Mai 2011, 12 Uhr auf SF1
Jürgen Mayer H. - Architektur als Abenteuer
Der Berliner Architekt und Designer im Filmporträt
Die Seventies neu gedacht: Er gilt als Brückenbauer zwischen Moderne und Postmoderne und in seinen Werken glauben internationale Kuratoren und Architekturexperten einen zukünftigen Klassiker des 21. Jahrhunderts zu erkennen. Mit nur 45 Jahren ist der Deutsche Architekt Jürgen Mayer H. bereits prominent im MoMA vertreten.
Der gigantische, skulpturale Neubau «Metropol Parasol» in Sevilla, sein bislang grösstes Bauwerk, steht im Mittelpunkt dieser soeben fertiggestellten Dokumentation von Claudius Gehr. Gleichzeitig stellt der Film die Arbeit des Berliners als Gesamtschau vor und zeigt Beispiele aus Architektur, Produktdesign, Grafik und Kunst. Die «Sternstunde Kunst» zeigt den Porträtfilm als Schweizer Premiere.
Sendetermin: Sonntag, 29. Mai 2011, 12 Uhr auf SF1
Sonntag, 22. Mai 2011, 12 Uhr auf SF1
The visual language of Herbert Matter
Ein Film über den Schweizer Grafikdesigner und Photographen Herbert Matter
Er gehörte zu den ganz grossen Grafikern des 20. Jahrhunderts: Herbert Matter. Mit Schweizer Präzision brachte es der gebürtige Engelberger in Amerika zu Ruhm und Ehre. Der Dokumentarfilm von Reto Caduff bringt uns das Leben des bekannten Unbekannten näher.
Herbert Matter ging es immer nur um das Eine: gute, relevante Arbeiten zu produzieren – ob auf Papier, Foto, Film oder mit Ausstellungsdesign. Seine Arbeiten sind von der Studentenzeit an praktisch lückenlos archiviert und dokumentiert – dennoch wissen wir von der Person Herbert Matter wenig. Hier setzt der Film an. Über ein Kaleidoskop von Montagen und Clips der bestehenden Arbeiten des Künstlers, sowie Interviews mit Weggefährten, Matters Sohn, Künstlerkollegen und Zeitzeugen ist ein spannendes Portrait über Leben und Werk Matters entstanden.
Sendetermin: Sonntag, 22. Mai 2011, 12 Uhr auf SF1
Sonntag, 15. Mai 2011, 12 Uhr auf SF1
Max Frisch: Zürich-Transit. Das gescheiterte Filmprojekt
Eine dokumentarische Nacherzählung von Matthias von Gunten
1965 begannen in Zürich die Dreharbeiten zu Max Frischs sogenannter Filmskizze «Zürich-Transit»: ein Mann entdeckt, dass er irrtümlich für tot gehalten wird, doch statt seiner Frau und seinen Angehörigen mitzuteilen, dass er noch lebt, entschliesst er sich, die Situation auszunützen und ein neues Leben zu beginnen.
Die Dreharbeiten zu Frischs ehrgeizigem Versuch, einen Spielfilm zu verwirklichen, mussten zwei Mal nach wenigen Drehtagen abgebrochen werden, weil sowohl der erste Regisseur Erwin Leiser als auch der zweite, Bernhard Wicki, nach kurzer Zeit schwer erkrankten. Mit einem Verlust von mehreren hunderttausend Franken wurde das Projekt begraben, die gedrehten Szenen verschwanden in einem Archiv. Nun werden gewichtige Teile dieser Aufnahmen zugänglich gemacht. Auch eine szenische Lesung des Autors zum gleichen Werk vor Publikum in Berlin darf neu entdeckt werden. Aus beidem, sowie mit den Beiträgen von Zeitzeugen hat Matthias von Gunten die Geschichte jenes Unterfangens nacherzählt, das Max Frisch einmal mehr im Banne seines Grundthemas zeigt: der Frage nach der eigenen Identität.
Sendetermin: Sonntag, 15. Mai 2011, 12 Uhr auf SF1
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Sonntag, 8. Mai 2011, 12 Uhr auf SF1
A Road Not Taken
Film von Christina Hemauer und Roman Keller
Der Film erzählt die abenteuerliche Geschichte der Solaranlage, die Jimmy Carter 1979 in einem symbolischen Akt auf dem Dach des Weissen Hauses installieren liess. Bereits kurz nach seiner Wahl zum amerikanischen Präsidenten bezeichnete er die Abhängigkeit vom Erdöl als moralisches Äquivalent zum Krieg und startete ein riesiges Alternativ-Energie-Programm. Sein Nachfolger, Ronald Reagan, wendete sich radikal davon ab und liess 1986 die Paneele wieder entfernen.
Das Künstlerduo Christina Hemauer und Roman Keller, das sich schon länger mit den Wechselwirkungen zwischen Energie und Kultur befasst, hat dreissig Jahre später Carters Solaranlage ausfindig gemacht und sich mit zwei Paneelen auf eine Reise entlang deren Geschichte begeben.
Sendetermin: Sonntag, 8. Mai 2011, 12 Uhr auf SF1
Sonntag, 1. Mai 2011, 12 Uhr auf SF1
Gegenangriff – Wirtschaft im Fadenkreuz der Kunst
Künstler erforschen das Territorium der Wirtschaft
Die Dokumentation «Gegenangriff» rückt Künstler ins Zentrum, welche die Wirtschaft zum Objekt ihrer Kunst machen. Zum Thema «Ungleichheit» ist die Arbeit der amerikanischen Künstlerin Tina Barney zu sehen. Seit den frühen 70er-Jahren untersucht Barney in einer fotografischen Langzeitstudie ihr eigenes Milieu: das der Superreichen. Der britische Künstler Michael Landy wird zum Thema „Konsum“ befragt. In seinem Selbstexperiment «Breakdown» zerstörte er im Namen der Kunst seinen gesamten Besitz. Alles, was er hat, von Fotos aus der Kindheit bis hin zu seinem eigenen Werk, wird zerschreddert und pulverisiert. Was ist der Mensch, wenn da nichts mehr ist: keine Dinge, keine Marken, keine Projektionsflächen? Das AutorInnen-Duo Nico Weber und Piroschka Dossi hinterfragen - mittels der Kunst - Werte, die unseren Leben, und unser Denken, prägen.
Sendetermin: Sonntag, 1. Mai 2011, 12 Uhr auf SF1
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Fernsehpremiere Karfreitag, 22. April 2011, 11.30 Uhr auf SF1
Zimmer 202
Auf Reisen mit Peter Bichsel
Film von Eric Bergkraut in Koproduktion mit der Sternstunde Kunst
Er erscheint wie eine hintersinnige, kluge Verkörperung des (Deutsch-) Schweizertums. Er ist der einzige populäre Schweizer Intellektuelle. Aber kennen wir ihn deshalb wirklich, Peter Bichsel, unseren modernen Volksschriftsteller?
Peter Bichsel ist zwar ein Kenner von Paris, war aber selber noch nie dort. Im Rahmen des neuen Filmes von Eric Bergkraut wagt er jetzt eine Reise. Geographisch führt sie ihn bis ins Zimmer 202 im Hotel Gare de l’ Est im gleichnamigen Bahnhof, weiter aber nicht. Ob auf der Bahnfahrt nach Paris oder im und um das Hotel im Gare de l'Est, der Mensch Peter Bichsel überrascht und provoziert immer mit messerscharfen spontanen Statements, Gedankenreichtum und verschmitztem Witz. Entgegen jeglichen Klischees nimmt uns Peter Bichsel in «Zimmer 202» mit auf eine sehr persönliche Reise.
Die Bilder von Kameramann Pio Corradi und die aktuellen Aussagen Bichsels werden geschickt mit Archivaufnahmen und Auszügen aus Texten des Autors durchflochten. Die Musikerin Sophie Hunger hat zudem für «Zimmer 202» einen sehr eigenständigen, genialen Soundtrack komponiert.
Sendetermin: Karfreitag, 22. April 2011, 11.30 Uhr auf SF1
17. April 2011, 12 Uhr auf SF1
Bartoks Quinten
Dokumentarfilm von Christine Burlet über das Kammerorchester Basel
Aus einem Studentenensemble wird in wenigen Jahren eines der gefragtesten Kammerorchester Europas: Es tritt in den grossen Konzerthäusern mit internationalen Stars auf, gewinnt Preise. Auf dem Weg zum Erfolg stehen ungewöhnliche Entscheidungen: Man trennt sich vom langjährigen Dirigenten, der Cellist übernimmt das Management, eine 25jährige wird Konzertmeisterin. Um Routine zu vermeiden, spielt man einmal die erste Geige, ein andermal die zweite. Die Zahl der Auslandkonzerte steigt auf über 100 jährlich. Die Musiker sind nach wie vor freischaffend und knapp bei Kasse. Auf der Bühne aber entsteht eine Energie, die alle mitreisst.
Der Film, eine Koproduktion der Sternstunde Kunst, begleitet das Ensemble auf Tournee mit Béla Bartóks «Divertimento für Streichorchester» und schaut nach dem grossen Erfolg um die nächste Ecke.
Sendetermin: 17. April 2011, 12 Uhr auf SF1
10. April 2011, 12 Uhr auf SF1
Henri Cartier-Bresson – Biografie eines Blicks
Filmporträt des Magnum-Fotografen zur Ausstellung im Zürcher Museum für Gestaltung
Als Meister des «entscheidenden Augenblicks» ist Henri Cartier-Bresson zu einem der bekanntesten Fotografen der Geschichte geworden. 50 Jahre lang bereiste er die Erde und lebte zu Zeiten bedeutender politischer Umwälzungen in Indien, China und Indonesien. Sein Werk hat nicht nur Referenzcharakter für den Bildjournalismus des 20. Jahrhunderts, sondern für Ästhetik und Ethik der Fotografie überhaupt. Er ist einer der Mitgründer der Fotoagentur Magnum in Paris und prägte als Fotoreporter und -künstler Magazine wie «Du» oder «Life».
Die «Sternstunde Kunst» zeigt das berührende Porträt des Schweizer Filmers Heinz Bütler zur grossen Ausstellung im Museum für Gestaltung Zürich, die am 8. April 2011 eröffnet wird. Der Fotograf gibt in diesem Filmporträt, das kurz vor seinem Tod im August 2004 realisiert wurde, sehr persönlich Einblick in das, was ihn bewegte, ihn heiter oder nachdenklich stimmte. Zu Wort kommen auch Isabelle Huppert, Arthur Miller und die Magnum-Fotografen Elliott Erwitt, Josef Koudelka und Ferdinando Scianna.
Sendetermin: 10. April 2011, 12 Uhr auf SF1
3. April 2011, 12 Uhr auf SF1
Thomas Bernhard - Die Kunstnaturkatastrophe. Eine Topographie
Film von Norbert Beilharz über einen der wichtigsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts
Thomas Bernhard starb 1989 mit 58 Jahren. Zu Lebzeiten ein poetischer gesellschaftlicher Widerspruch, Verächter von rechts bis links, verbat er sich testamentarisch jede weitere Aufführung seiner Stücke in seiner Heimat Österreich. Trotzdem: Heute hat Thomas Bernhard mit seinen Schauspielen, Romanen und Erzählungen die Welt überrollt. Deutsche Dichtung, das ist international die Dichtung von Thomas Bernhard. Im deutschsprachigen Raum ist Thomas Bernhard ein Autor für Kenner. Einer, der politisch und existentiell provoziert, ein intellektuelles Reibeisen und eine Komödienmaschine auf höchstem Niveau. Im Kontext seines 80. Geburtstags am 9. Februar 2011 zeigt die Sternstunde Kunst das neue Filmporträt zu Thomas Bernhard – eine film-literarische Topographie.
Filmautor Norbert Beilharz besucht die drei wichtigsten Orte im Leben von Bernhard: Kindheit und Studium in Salzburg, literarisches Schaffen in Ohlsdorf und in Wien, wo er auch begraben wurde. Über 20 Jahre nach seinem Tod gehen wir der Frage nach, wie Thomas Bernhard heute verstanden und gefühlt wird.
Sendetermin: 3. April 2011, 12 Uhr auf SF1
27. März 2011, 12 Uhr auf SF1
Tradurre – Von der Leidenschaft des Übersetzens
Zehn Literatur-Übersetzerinnen und -Übersetzer geben Einblick in ihr Schaffen
Übersetzen gilt als Handwerk wie das Brotbacken, das Resultat wird täglich von uns allen konsumiert. Was uns schliesslich sehr natürlich erscheint, ist eine sich langsam windende und sich findende Reise der Worte in eine andere Sprache. Wie das Brot, das in allen Ländern aus ähnlichen, aber anders zusammen gesetzten Zutaten besteht, muss die Übersetzerin für jedes Wort aus den unzähligen Möglichkeiten eines wählen und eine neue Mischung finden, die nicht nur den Text, sondern genauso die meist nicht regelkonforme literarische Sprache, deren Musik und die damit verknüpfte Kultur in eine andere Sprache transportiert. In diesem Film geben zehn Übersetzerinnen und Übersetzer ins Italienische Einblick in ihr Schaffen. Der Dokumentarfilm «Tradurre» von Pier Paolo Giarolo ist in der «Sternstunde Kunst» in Schweizer Premiere zu sehen.
Sendetermin: 27. März 2011, 12 Uhr auf SF1
20. März 2011, 12 Uhr auf SF1
Bruno Ganz, Schauspieler. Stationen einer Karriere
Zum 70. Geburtstag des Schweizer Schauspielers
Kern dieses Films ist ein persönliches, nächtliches Gespräch mit Bruno Ganz in seiner Wohnung in Zürich. Diese «conversation nocturne» enthält Geschichten über Ganz‘ Kindheit in Zürich-Seebach und seine Anfänge, Bemerkungen zu den wichtigsten Film- und Theaterrollen u. a. in Zusammenarbeit mit Peter Zadek, Peter Stein, Wim Wenders oder Oliver Hirschbiegel – und Stellungnahmen zum Verhältnis von Kunst und Politik.
Die Sternstunde Kunst zeigt Norbert Wiedmers filmische Begegnung mit Bruno Ganz zum 70. Geburtstag des Schweizer Schauspielers, der für seine aussergewöhnliche künstlerische Arbeit mit den wichtigsten Film- und Theaterpreisen ausgezeichnet wurde, zuletzt mit dem Europäischen Filmpreis 2010 für sein Lebenswerk.
Sendetermin: 20. März 2011, 12 Uhr auf SF1
13. März 2011, 12 Uhr auf SF1
Irans grüner Sommer
Dokumentarfilm von Ali Samadi Ahadi
Im Sommer 2009, nach den Präsidentschaftswahlen, protestierten Millionen von meist jungen Iranerinnen und Iranern gegen die vermuteten Wahlmanipulationen. Die friedlichen Proteste wurden vom Regime brutal niedergeschmettert, das Handy-Video mit der ermordeten Neda ging um die Welt.
Mit den Umwälzungen im Nahen Osten flammen nun die Kundgebungen gegen das iranische Regime erneut auf. Der mit dem deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2010 ausgezeichnete Film dokumentiert die Bevölkerungsproteste während des «grünen Sommers» 2009.
Da eine Abbildung von realen Personen für sie gefährlich ist, werden die mutigen Bürgerproteste auf ungewöhnliche Art dokumentiert: Einerseits verwendet der Film reale Handyvideos junger Iranerinnen und Iraner, die diese ins Internet stellen konnten. Anderseits erzählen auf der Basis tatsächlich existierender Blog-, Facebook-, YouTube- und Twitter-Beiträgen zwei fiktive, animierte Figuren ihre Erfahrungen im «grünen Sommer».
Sendetermin: 13. März 2011, 12 Uhr auf SF1
6. März 2011, 12 Uhr auf SF1
Rosemarie Trockel – I don’t kehr
Filmporträt der deutschen Künstlerin von Thomas Schmitt
Sie macht das Frausein zum Thema in der Kunst und greift Schauplätze auf, die für andere kaum welche wären: den Kinderspielplatz, den Platz am Herd oder das Eigenheim der Kleinfamilie, gegen das sie mit Dynamit vorgeht. Das Sprengen herkömmlicher Lebensmodelle wie zum Beispiel des Familienidylls nimmt Rosemarie Trockel wörtlich. Sie hegt einen Verdacht gegen althergebrachte Ordnungen und lässt ihre Kunst immer wieder jedwede Art von Gewissheit untergraben – listig, ironisch, aus Freude am Experiment. Gleichzeitig macht sie keinen Hehl aus ihrem Anspruch, dass Kunst engagiert sein und Stellung beziehen soll. Das Porträt von Thomas Schmitt gibt in einem exklusiven Film Einblick in das Werk dieser aussergewöhnlichen Künstlerin.
Sendetermin: 6. März 2011, 12 Uhr auf SF1
27. Februar 2011, 12 Uhr auf SF1
Bernhard Luginbühl - Der Porträtfilm von Peter K. Wehrli
In Gedenken an den Schweizer Bildhauer und Eisenplastiker
Am 19. Februar 2011 starb der weltweit bekannte Künstler Bernhard Luginbühl kurz nach seinem 82. Geburtstag. Als Hommage ändert die «Sternstunde Kunst» ihr Programm und zeigt den Porträtfilm «Ein Fest für Ernesto» von Peter K. Wehrli. Dieser dokumentiert die Arbeit Luginbühls über mehr als 30 Jahre hinweg.
Sehr früh hatte der Berner Metzgersohn Luginbühl internationalen Erfolg und formte zusammen mit seinen Freunden Jean Tinguely und Daniel Spoerri ein neues Schweizer Verständnis von Skulptur. In den 1960er Jahren repräsentierten ihre Werke eine Rebellion dagegen, was hierzulande als «guter Geschmack» galt. Seit 1947 schuf Luginbühl mehr als 1500 Skulpturen, und war zudem als Graphiker und Lyriker tätig.
Peter K. Wehrli porträtiert im Film «Ein Fest für Ernesto» den Künstler im Umkreis seiner Familie, die bei seinen haushohen Skulpturen mit Hand anlegt. Der Film verfolgt zudem das Entstehen der riesigen Plastik «Ernesto» und ebenso ihr Ende: Luginbühl lässt sein Werk mit Glanz und Gloria, Musik und Feuerwerk in Flammen aufgehen.
Sendetermin: 27. Februar 2011, 12 Uhr auf SF1
20. Februar 2011, 12 Uhr auf SF1
Winterreise
Der mühevolle Weg zum Opernsänger
Das Konzert- und Opernpublikum sieht meist nur die Stars, die scheinbar mühelos Höchstleistungen vollbringen. Der Film Winterreise – der Titel bezieht sich auf den gleichnamigen Liedzyklus von Franz Schubert – blickt hinter die Kulissen und zeigt den Weg, den man als Nicht-Wunderkind gehen muss: Er begleitet den jungen Tenor Kalle Koiso-Kanttila, der hofft, Solist an einem Opernhaus zu werden. Ein Weg voll harter Arbeit, Selbstzweifeln und Rückschlägen, der den jungen Künstler immer wieder schmerzlich mit dem eigenen Selbst konfrontiert, ihn aber auch künstlerisch und menschlich reifen lässt.
Sendetermin: 20. Februar 2011, 12 Uhr auf SF1
13. Februar 2011, 12 Uhr auf SF1
Faszination Wolkenkratzer – Der Hearst Tower in New York
Sir Norman Fosters erster «grüner» Wolkenkratzer für Manhattan
In der Stadt der Wolkenkratzer sorgt seit Oktober 2006 der Hearst Tower für Furore. Obwohl gerade mal 182 Meter hoch und damit für Manhattan bestenfalls Mittelmass. Doch schon von weitem ist das Gebäude nicht zu übersehen: Seine ungewöhnliche Fassade sieht aus wie ein rohgeschliffener Diamant. Der englische Architekt Norman Foster, der bereits mit seiner sogenannten «erotischen Gurke», einem Hochhausbau in der Londoner City, für Aufsehen sorgte, baute für New York den ersten grünen Skyscraper. Elegant und ökonomisch – eine erst seit wenigen Jahren beherrschbare Technologie ermöglichte eine ungewöhnliche Gestaltung der Fassade, die aus lauter Dreiecken besteht.
Der Hearst Tower ist auf dem Sockel eines viel älteren Gebäudes errichtet worden: Seit 1928 stand hier ein verspieltes Art Deco Gebäude, die erste New Yorker Firmenzentrale des Medienmoguls William Randolph Hearst. Denkmalpflege und Tradition standen in New York immer hinten an, und noch vor zehn Jahren hätte der Altbau nicht überlebt. Foster aber liess den Art Déco Palast bis auf seine Sandsteinfassade entkernen und benützte ihn als Sockel für den Neubau – ein aufregender Dialog zwischen Alt und Neu. Und innen empfängt eine große Lobby die Besucher und wird zu einem Platz der Begegnung, ähnlich einer italienischen Piazza: Eine fast barocke Inszenierung mit von allen Seiten einfallendem Licht und einem künstlichen Wasserfall.
Der Hearst Tower demonstriert neue Wege, nicht nur durch seinen behutsamen Umgang mit der alten Bausubstanz. Stolz schmückt sich das Gebäude mit dem Titel eines «Green Skyscraper». Der Hearst Tower ist der erste nach ökologischen Prinzipien errichtete Wolkenkratzer in Manhattan. Den größten Teil des Jahres sind natürliche Beleuchtung und Lüftung möglich. Über das Dach wird Regenwasser gesammelt, das in riesigen Tanks im Untergeschoss lagert und die Hälfte des Wasserbrauchs im Gebäude deckt. Insgesamt verbraucht der Hearst Tower 25% weniger Energie als vergleichbare Wolkenkratzer. Und fast 90% des verbauten Stahls stammt aus recyceltem Material.
Sendetermin: 13. Februar 2011, 12 Uhr auf SF1
6. Februar 2011, 12 Uhr auf SF1
Silvio Berlusconi - Einer von uns
Filmische Reise in ein populistisches Italien
Sternstunde Spezial zusammen mit DRS2 zu 150 Jahren Italien
Seit 30 Jahren prägt Silvio Berlusconi die italienische Gesellschaft mit seinen TV-Sendern. Seit 15 Jahren dominiert er die Bühne der Politik. Trotz Interessenskonflikten, Korruptionsvorwürfen und Sexaffären ist seine Popularität in Italien kaum gesunken. Wie ist das möglich?
Herkömmliche Analysen scheinen dem Phänomen nicht auf die Spur zu kommen. Die Welt schüttelt den Kopf, und fragt sich, warum die Italiener diesen Mann immer wieder wählen. Es geht jedoch nicht nur um Berlusconi; der Rechtspopulismus in Italien ist in der breiten Bevölkerung angekommen. Hat Berlusconis Art Politik zu betreiben das Land schon verändert, oder ist seine Art von Politik Ausdruck einer tiefen Veränderung des Landes? In diesem Dokumentarfilm verbinden sich Begegnungen mit Berlusconi-Wählern und mit der studentischen Gegenbewegung «Popolo Viola» zu einem aktuellen Stimmungsbild Italiens 150 Jahre nach der italienischen Einigung 1861.
Der Film wurde von mehreren italienischen RegisseurInnen parallel an verschiedenen Orten Italiens während der Regionalwahlen im März 2010 gedreht: Antonio Bellia, Elisa Bolognini, Marzia Mete, Valentina Monti, Gianfranco Pannone, Andreas Pichler. Buch und Konzept: Andreas Pichler, Marzia Mete.
Hinweis: Am 2. Februar sendet Schweizer Radio DRS2 einen Themenschwerpunkt zu Italien: den DRS 2-Hörpunkt mit dem Titel «150 Jahre Italien – Ein Grund zum Feiern?»
Sendetermin: 6. Februar 2011, 12 Uhr auf SF1
30. Januar 2011, 12 Uhr auf SF1
Der Schweizer Maximilian Schell – ein sehnsüchtiger Rebell
Filmporträt des Oscar-gekrönten Schauspielers und Regisseurs
Ende Monat ist es wieder soweit: Am 25. Januar wird bekannt gegeben, wer für die diesjährigen Oscars nominiert ist. Jener Schweizer, der den begehrten Filmpreis 1962 als bester Schauspieler gewann, wurde später noch weitere fünf Mal nominiert: der schweizerisch-österreichische Doppelbürger Maximilian Schell, Regisseur für Spiel- und Dokumentarfilm, Theater und Oper, kurz: Ausnahmekönner.
International ist er einer der bekanntesten Schauspieler deutscher Sprache und gilt auf der Theaterbühne als der Hamlet- und Jedermann-Darsteller schlechthin. 1975 drehte er als Filmregisseur mit Hollywood-Personal am Bielersee den Kriminalroman «Der Richter und sein Henker» von und auch mit seinem langjährigen Freund Friedrich Dürrenmatt – ein Ausschnitt davon ist in diesem Dokumentarfilm zu sehen. 1984 wurde er mit seinem Film über Marlene Dietrich wiederum für die Oscars nominiert; und ebenso un- und aussergewöhnlich ist sein späterer Dokumentarfilm zu seiner über lange Zeit dementen Schwester Maria Schell (2002).
Im Kontext der diesjährigen Oscars zeigt die «Sternstunde Kunst» dieses Filmporträt in Zweitausstrahlung, das kurz vor seinem 80. Geburtstag im Dezember 2010 fertig gestellt wurde. Durch die Erinnerungen von Schell gibt der Film einen ganz eigenen Einblick in das 20. Jahrhundert in Europa, den USA und in der Schweiz, wo er während des zweiten Weltkriegs aufwuchs und später an der Universität Zürich studierte.
Sendetermin: 30. Januar 2011, 12 Uhr auf SF1
23. Januar 2011, 12 Uhr auf SF1
Kent Nagano – Neue Wege, Neue Klänge
Filmporträt des amerikanischen Dirigenten, u.a. mit Lang Lang, Plácido Domingo und David Lynch
Kent Nagano, der amerikanische Dirigent japanischer Herkunft, ist einer der erfolgreichsten Dirigenten unserer Zeit. Seit 2006 ist Nagano einerseits Chefdirigent des Orchestre Symphonique de Montréal, andererseits Generalmusikdirektor an der Bayerischen Staatsoper. Die Dokumentation von Oliver Becker in der «Sternstunde Kunst» zeigt Kent Nagano bei Probenarbeiten mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, begleitet ihn nach Paris und München – und zurück in seine Heimat Kalifornien, wo er als Farmer-Kid aufgewachsen war. Interviews mit Plácido Domingo, Gérard Mortier, Lang Lang, David Lynch und anderen schildern eindrücklich die Persönlichkeit und den Kunstbegriff eines Musikers, der es aus einfachsten Verhältnissen zum Stardirigenten schaffte. Schweizer TV-Première.
Sendetermin: 23. Januar 2011, 12 Uhr auf SF1
16. Januar 2011, 12 Uhr auf SF1
Paul Haller
Dunkelschwarzi Auge
Paul Hallers Leben war von Sehnsucht nach dem Absoluten, Wahren bestimmt. Der Dokumentarfilm Dunkelschwarzi Auge der jungen Filmautorin Franziska Schlinger erzählt die intensive Lebensgeschichte des Mundartdichters, Pfarrers und Gymnasiallehrers, der bei C.G. Jung eine Psychoanalyse machte, und sich im Alter von 38 Jahren nach einer schweren Depression das Leben nahm. Mit: Rolf Markus Haller, Hansjörg Schneider, Regula Würgler-Zweifel, Gerhard Dammann, Stephan Hunziker, Benno Ernst, Hans Rudolf Twerenbold, Eva Maria Welter, Florian Steiner, Michael Wolf.
Sendetermin: 16. Januar 2011, 12 Uhr auf SF1





















































