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«Back Around The Clock» Folgen 1-4

Back Around the Clock

50 Jahre Rock in der Schweiz

«Back Around The Clock» umreisst in vier Folgen die Geschichte des Rock in der Schweiz von 1955 bis 2005, von den ersten Gehversuchen bis zu den Grossevents in Fussballstadien und den dröhnenden Bässen der Streetparade. Die Dokumentation stellt das Schweizer Rockschaffen in den internationalen Zusammenhang. Sie sucht zu ergründen, welche Ereignisse den Rock in der Schweiz vorantreiben und wann sich ein Rock helvetischer Prägung herauszubilden beginnt. Im Zentrum stehen jeweils die herausragenden Protagonisten der verschiedenen Bewegungen (im Bild: Les Sauterelles).

1. Folge: «Mit Ach und Krach: Die Anfänge»

Sonntag, 27. Februar 2011 um 23.35 auf SF 1

Während der Rock 1955 in den USA geboren wird, ringt der Jazz in der Schweiz noch immer um seine kulturelle Anerkennung. Und erst mit den Beatles hält der Rock’n’Roll in den 60er-Jahren zunächst in einer gemilderten Form Einzug. In der 1.Folge von «Back Around The Clock» erzählen Polo Hofer und Toni Vescoli von den Pionierjahren der Schweizer Rockmusik. Neben wegweisenden Bands wie Les Sauterelles, den Sevens, Nightbirds oder Hellfire, sind auch die legendären Archivaufnahmen von den Skandalauftritten der Rolling Stones im Jahr 1967 und von Jimi Hendrix 1968 zu sehen.

2. Folge «Feuer und Flamme: Die 70er-Jahre»

Sonntag, 6. März 2011 auf SF 1

Feuer und Flamme: Die 70er-Jahre
In den 70er-Jahren ist Montreux das Mekka der Rockfans. Die 2.Folge von «Back Around The Clock» erzählt vom Casino-Brand in Montreux während eines Frank Zappa-Konzerts und wie dabei der Deep-Purple-Hit «Smoke On The Water» entstand. Die Schweizer Musiker Chris von Rohr, Schifer Schafer und Düde Dürst schildern, wie die Schweizer Szene damals funktionierte und was sie am Leben hielt.

Die Schweizer Bands der Stunde sind Tea, Island, Rumpelstilz, Toad, Krokus, Krokodil und Betty Legler (links im Bild). Es ist die Zeit der Hippie-Kommunen im Bauernhaus und der ersten Popsendungen am Schweizer Fernsehen – so etwa der Auftritt David Bowies in der Sendung «Hits à Gogo» zu Beginn seiner Karriere (grosses Bild).

3. Folge «Weit und breit: Die 80er-Jahre»

Sonntag, 13. März 2011 auf SF 1

Die 3. Folge von «Back Around The Clock» ist den Ereignissen und Trends der 80er-Jahre gewidmet. Nach den Jugendunruhen von 1980 herrscht überall Goldgräber-Stimmung: Die Schweizer Musikszene wächst und gewinnt an Vielfalt. Der lauteste Bote des neuen Jahrzehnts ist der Punk. Er braucht lediglich drei Akkorde, um alles Vergangene in Frage zu stellen. Zur gleichen Zeit etabliert sich die elektronische Musik im Mainstream. Pioniere von internationalem Format waren Yello aus Zürich (Bild).

Schweizer Musiker und Bands sorgen erstmals im grösseren Stil für internationales Aufsehen, unter ihnen Krokus, Andreas Vollenweider, Stephan Eicher und Yello. Auch Double, Kleenex (Bild) oder The Young Gods machen sich im Ausland einen Namen. Im heimischen Markt sind es vor allem die neuen Verbreitungskanäle, die den Schweizer Musikern Hand bieten: Erste Videoclips flimmern über die Fernsehschirme, und die neuen Lokalradios und die dritten Radioprogramme der SRG bringen das hiesige Musikschaffen direkt unters Publikum.

4. Folge «Party! Party! Die Neuzeit»

Sonntag, 20. März 2011 auf SF 1

Die 4. Folge von «Back Around The Clock» beobachtet eine Explosion von neuen Entwicklungen: Die ersten musikalischen Schlagzeilen der 90er-Jahre liefern die Streetparade und die grossen Raves (Bild). DJs verdrängen die Live-Bands; gleichzeitig wird der Popzirkus grösser und grösser. Das Rockpublikum pilgert in die Fussballstadien, um gigantische Inszenierungen von internationalen Stars zu feiern, während Konzerte von lokalen Bands zusehends schlechter besucht werden. Zudem stellt das Internet und die digitale Verbreitung von Musik erstmals die Rolle der ganzen Plattenindustrie in Frage.

Allen Widrigkeiten zum Trotz – oder gerade deswegen – blüht die Schweizer Musikszene. Vor allem der Mundartrock hebt dank Gölä, Patent Ochsner, Züri West, Stiller Haas und Plüsch ab. Zum ersten Mal füllt ein Schweizer Rockmusiker das Hallenstadion zweimal in Folge: Gölä, der Büezer, heisst das widersprüchliche Phänomen des Jahrzehnts (Bild). Daneben erreichen Bands wie Gotthard oder Lovebugs ein grosses Publikum.

Nach schwierigen Geburtsjahren vermag sich in den späten 1990er-Jahren auch der Rap zu etablieren. Sens Unik aus Lausanne sind in der Deutschschweiz so erfolgreich wie keine andere welsche Band zuvor, und eine Vielzahl von Künstlern präsentiert Rap in allen Formen und Tönen, unter ihnen Black Tiger, Big Zis und Kutti MC (Bild).

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