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Archiv Sendung vom 03.08.2011

«Fernweh - Souvenirs» Folge 5 - ganze Sendung

Mit dem Zug durch Indien (Teil II)

In der 5. Folge setzt das «Fernweh»-Team seine Reise auf dem indischen Schienennetz fort (4. Folge). Es geht von Mumbai über Goa und Kerala bis nach Ooty, der Bergstation der Nilgiri Moutain Railway. Unterwegs erfährt Mona Vetsch, wie die Menschen in der Millionenmetropole Mumbai leben, wie ein ayurvedisches Frühstück schmeckt und auf welche Weise die Nilgiri-Bahn mit der Schweiz verbunden ist.

1. Kapitel

«Most-Indien»: Pendler-Alltag in Mumbai

In Mumbai erlebt Mona Vetsch den alltäglichen Pendlerwahnsinn: Bis zu 12 Passagiere zwängen sich in den Zügen auf einen Quadratmeter. Über den Hauptbahnhof von Mumbai reisen täglich 3,5 Mio. Menschen. «Fernweh» blickt hinter die Kulissen dieses gigantischen Betriebs, besucht die Lokführer-Lounge, den Bahnhofsansager und die Bahnwagen, welche exklusiv für Pendlerinnen reserviert sind.

2. Kapitel

Eine Stadt der Gegensätze

Mumbai ist die reichste und auch die ärmste Stadt Indiens. In der boomenden Finanzmetropole sind tausende Millionäre zu Hause. Rund die Hälfte der 21 Mio. Einwohner lebt aber in Slums oder auf der Strasse. Die Mittelstand-Familien drängen sich in Ein-Raum-Wohnungen und teilen mit den anderen Etagenbewohnern eine Toilette. Platz - das sei hier der grösste Luxus, sagt der indische Autor Kiran Nagarkar. Er erzählt auch von der Schwierigkeit, Kritik anzubringen und dabei nicht als Landesverräter zu gelten.

3. Kapitel

Scharfes Curry und ayurvedisches Frühstück

Unterwegs Richtung Süden: In der Zugküche darf Mona Vetsch das frisch zubereitete Curry probieren und stellt fest: Hier wird nicht für empfindliche Zungen gewürzt. Beim Zwischenhalt in einem Ayurveda-Center erfährt «Fernweh» von der Schweizerin Brigitte Dätwyler, weshalb sie ihr halbes Leben hier im Ashram verbringt. Der Leiter des Centers, Guru Shri Balaji, unterzieht Mona Vetsch einer Ayurveda-Analyse und schickt sie dann zum Frühstück, bei dem etwas eigenwillige Getränke serviert werden.

4. Kapitel

Auf der Konkan-Strecke durch Goa und Kerala

Die Zugreise geht weiter, und zwar auf der Konkan-Strecke. Sie verbindet Mumbai und Mangalore und gilt mit ihren vielen Brücken und Tunnels als Meisterwerk der Eisenbahn-Baukunst. Die Fahrt geht durch Goa, den kleinsten indischen Bundesstaat. Die ehemalige portugiesische Kolonie ist heute dank Einnahmen aus dem Tourismus vergleichsweise reich geworden. Dann kommt «Fernweh» im Bundesstaat Kerala an. Hier machen die Wasserwege der «Backwaters» der Eisenbahn als Transportmittel Konkurrenz.

5. Kapitel

30 Mädchen und ein Streifenhörnli

Das «Fernweh»-Team besucht jenen Ort, wo das bekannte Kerala-Curry gemischt wird: den Ashram Bethania. Vor Jahrzehnten von der Schweizerin Hanna Frey gegründet, bietet der Ashram heute Frauen und Mädchen Unterschlupf, die familiäre Probleme haben. Im Heim leben heute gut 30 Mädchen - zusammen mit einem Streifenhörnchen als Haustier. Im Gespräch mit Mona Vetsch erklärt Ashram-Leiterin Reena Christable, weshalb es Mädchen in der indischen Gesellschaft nicht immer einfach haben.

6. Kapitel

Schweizer Technik für die Nilgiri-Zahnradbahn

Von der Talstation Mettuppalayam im Bundesstaat Tamil Nadu fährt die steilste Zahnradbahn Asiens in die Nilgiris, die «blauen Berge». Geplant wurde die Nilgiri-Strecke vom Schweizer Niklaus Riggenbach, dem Vater unseres Rigibähnlis. Eine Fahrt schafft die Bahn pro Tag, auf die Nilgiris rauf und wieder runter, und braucht dafür 10 Stunden. Gezogen oder gestossen wird der Zug von einer alten Schweizer Dampflokomotive. Die Zuverlässigkeit der Schweizer Technik ist hier so beliebt, dass der Bahnhofvorsteher von Mettuppalayam das «Fernweh»-Team in sein Büro bittet, um eine Bestellung für neue Loks aus der Schweiz aufzugeben.

7. Kapitel

Die letzte Etappe auf dem indischen Schienennetz

Am frühen Morgen wird die Dampflok der Nilgiri-Bahn eingeheizt. Nach 5,5 Stunden ist sie bereit, und das «Fernweh»-Team begibt sich auf seine letzte Reiseetappe. Es werden die letzten 40 von insgesamt 3597 Kilometern auf dem indischen Schienennetz. Am Ziel der Reise, bei der Bergstation Ooty, erwartet ein Empfangskomitee die exotischen Bahnreisenden aus der Schweiz.

Mona Vetsch auf einem verlassenen Perron

Diese Folge von «Fernweh – Souvenirs» zeigt den zweiten Teil der Zugreise durch Indien. Die vorhergehende Folge finden Sie hier.