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Das grosse Finale vom 17. März 2012

Eliane Müller ist «Das grösste Schweizer Talent» 2012

Samstag, 17. März 2012, 23:01 Uhr, Aktualisiert 18.03.2012, 15:17 Uhr

Mit ihrer durchdringenden Stimme und feinfühligen Performance hat die Sängerin und Pianistin Eliane Müller die Jury und das Publikum bewegt und zu Tränen gerührt. Im grossen Finale wurde sie von den Fernsehzuschauern  zum «grössten Schweizer Talent» 2012 gekürt. Die 21-Jährige aus Hochdorf LU erhält die Siegerprämie von 100‘000 Schweizer Franken.

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Die Entscheidung: Eliane Müller ist «Das grösste Schweizer Talent» 2012

Unter tosendem Applaus begrüsst das Moderatoren-Duo Anna Maier und Sven Epiney die restlos ausverkaufte Bodensee-Arena. Die «DGST»-Tänzer eröffnen die grosse Finalshow mit einer mitreissenden Hit-Medley-Choreografie und präsentieren den Zuschauern die neun Finalisten. Zum letzten Mal nimmt das Juroren-Dream-Team DJ BoBo, Christa Rigozzi und Roman Kilchsperger Platz am Pult mit den drei roten Buzzern. Der finale Talentreigen beginnt.

Andrea Sutter eröffnet Finale mit Punktlandung

Andrea Sutter aus Oetwil am See ZH, die eigentlich nur wegen einer verlorenen Wette bei DGST mitmachte, sorgt mit dem Foo Fighters-Song «Best Of You» für den ersten Gänsehaut-Moment des Abends. Die 18-Jährige interpretiert ihn in einer zerbrechlichen, akustischen Version für Gitarre, Piano und Violoncello und rührt sich dabei selbst zu Tränen. Ihre Stimme sorgt für Begeisterungsstürme beim Publikum. Bobo wurde erneut überrascht vom der beinahe perfekten Performance der 18-Jährigen: «Andrea, ich frage mich, wie du das immer abrufen kannst. Hinter der Bühne bist du immer so schüchtern. Das war eine Punktlandung! Du könntest unsere grosse Überraschung werden.» Christa ist ebenfalls begeistert: «Du bist reifer und selbstsicherer geworden und hast eine unglaublich schöne Stimme. Das war eine grosse Performance!». «Mit diesem Auftritt hast du das Finale so richtig eröffnet», rühmt Roman.

Sandmann malt Roman mundlos

Sandkünstler Urs Rudin aus Rümligen BL eröffnet seine Darbietung mit einer Eigenkomposition am Flügel. Dann erschafft er auf seinem Leuchtkasten exotische Fantasiewelten und -gestalten, alpine Berglandschaften und Porträts der drei Juroren – mit blossem Sand. Leider wird er nicht ganz fertig damit. «Bei mir hast du keinen Mund gemalt. Ein so grosses Maul hätte vermutlich noch mehr Zeit gebraucht», stellt Roman fest, «du hast dich weiterentwickelt und alles ineinander verfliessen lassen. Das war sensationell – wenn man deine Fortschritte beachtet.» Christa fand Gefallen an Urs: «Es war ein sehr schöner Auftritt und eine schöne Inszenierung zu deiner Musik und Kunst. Ich möchte gerne mit dir in die Wüste reisen und schauen, was du malst». «Du hast ein Highlight gesetzt, indem du Roman keinen Mund gemalt hast», scherzt BoBo, «etwas Schöneres könnte ich mir gar nicht wünschen!».

Luca Tarqua scheitert an Adele-Refrains

Luca Tarqua kampft bei seiner kraftvollen Performance von Adeles «Set Fire To The Rain» mit Intonationsproblemen. Christa kritisiert die Songwahl, fordert Luca aber auf, seinem Talent weiterhin zu folgen: «Du kannst sehr gut singen. Bravo!». BoBo bewundert den grossen Willen und die Disziplin des 13-Jährigen: «Du hast es als einziges Kind ins Final geschafft und bist ein Kämpfer. Doch leider hast du den hohen Ton beim Refrain zweimal nicht erwischt. Die Latte dieses Songs war zu hoch. Fürs ‚grösste Schweizer Talent‘ wird es nicht reichen». Roman machte auch ein paar falsche Töne aus, bewundert aber ebenfalls die Kämpfernatur von Luca: «Du bist erst 13 und deshalb ein Mutmacher für dieses Land.»

Special Elements ernten «Maximum Respect»

Special Elements aus Basel, die einzige Tanzgruppe im Finale, präsentiert eine überraschend reduzierte aber höchst synchrone Choreografie voller Leichtigkeit und Sinnlichkeit. «Das war ein Engelstanz», findet Moderatorin Anna Maier. Tanzexperte BoBo bewundert den Mut zum Risiko: «Ihr habt auf eine Ballade gesetzt und euch getraut, etwas total Neues auszuprobieren. Ihr hattet einen extrem starken Ausdruck, das war top choreografiert. Maximum Respect!». Christa ist wieder hin und weg von den Jungs: «Ich bin erstaunt. Es war sehr schön – schwarz-weiss, klassisch, elegant. Ich liebe, wenn ihr so powert und so sexy seid. Auch eure Sixpacks fand ich toll!».

«Grande Fabrizio» macht Christa und BoBo stolz

Fabrizio Sassi, der sich der musikalischen Interpretation von Francesco Petrarccas mittelalterlichen Lyrik verschrieben hat, präsentiert im Finale seine Rock-Oper-Komposition des Gedichts «Passa La Nave» (zu Deutsch: Ein Schiff zieht vorbei). Seine kräftige, charaktervolle Stimme erntet tosenden Applaus. Christa ist voll des Lobes: «Ich bin so stolz, Tessinerin zu sein und dass wir so tolle Sänger haben. Grande Fabrizio!». Roman ist überrascht von der neuen Zugänglichkeit von Fabrizio. «Im Vergleich zu den Castings hast du jetzt eine Freundlichkeit gezeigt, die auf der Bühne viel besser wirkt. Du hast dadurch kein bisschen an Stimmwucht verloren, sondern an Ausdruck gewonnen. Du bist ein kleiner Geheimfavorit heute Abend!». BoBo ist hell begeistert: «Fabrizio zeigt, dass die Schweiz anders funktioniert als alle anderen Länder auf der Welt. Wir sind offen und bereit für verrücktere Sachen. Und das macht mich so stolz. Du bist für mich der Gewinner von DGST, weil du neue Sachen ausprobiert hast, die dem Volk gefallen.»

Duo Yingling rürt Anna Maier zu Tränen

Die beiden Kontorsionistinnen vom Duo Yingling bringen Zirkus-Feeling auf die Finalbühne. Chenying Lu & Junlin Zhang zeigen einen bezaubernden Balance-Akt. Standing Ovations vom Publikum! Roman testet die Schweiz-Kenntnisse des Duos und fragt nach dem See hinter dem Bodensee-Arena und der Postleitzahl von Herisau. Chenying Lu & Junlin Zhang können beides richtig beantworten. «Wenn ihr den Schweizer Pass nicht bekommt, fordere ich an dieser Stelle den Rücktritt des Gesamtbundesrats», findet Roman, «euer Auftritt war super gut, und das Mami hatte auch Freude!». Jurorin Christa ist voller Bewunderung: «Eine grossartige Leistung: choreografisch und inhaltlich auf einem super-hohen Niveau. Brave!». «Wenn es jemand schafft, Anna Maier zu Tränen zu rühren, staune ich nur noch», sagt DJ BoBo.

Melissa Sanchez mit internationalem Glamour

Melissa Sanchez‘ Darbietung des Soulklassikers «At Last» von Etta James ist eine stimmliche Tour de Force. Die temperamentvolle Spanierin steckt das Publikum in der Tasche. Standing Ovations für die Sängerin! «Uff, Uah, Wow», kann Roman nur noch sagen, «du bist anders als gewöhnliche Schweizer Mädchen, die haben weniger Glamour und irgendwie etwas Bauernhaftes. Du hast einen unglaublichen Glamour. Dich könnte man auf jede Showbühne stellen – international-mässig!». Christa bewundert die Wandelbarkeit bei gleichbleibender Perfektion: «Heute haben wir dich von einer neuen Seite erlebt – mit der Mimik und Ausstrahlung einer Diva. Du bist schon jetzt bereit für eine Karriere, auf jeden Fall!». BoBo sitzt selig auf seinem Sessel, mit einem grossen Lächeln auf dem Gesicht: «Das Finale wurde soeben lanciert. Du hast einfach das gewisse Etwas!».

Drums2Streets bieten fulminantes Heimspiel

Die Strassentrommler von Drums2Streets bestreiten bei ihrem Finalauftritt erneut ein Heimspiel. Sie liefern eine spektatuläre Show «à la America» – ein optisches und perkussives Feuerwerk – garniert von den Trommelwirbeln des Tambourenverein Kreuzlingen. Das Publikum ist aus dem Häuschen. Alle erheben sich zum Applaus, der kaum mehr enden will. BoBo zollt grossen Respekt: «Ihr habt in den letzten Monaten massiv an Ausdruck gewonnen und euch dermassen gesteigert - mit Fleiss, Disziplin und Ideenreichtum. So macht man eine richtige Show! Willkommen in den Top 3!». Christa ist ebenfalls voll des Lobes: «Was ihr macht ist innovativ, cool, frech, einzigartig, sexy – einfach perfekt. Die ganze Choreografie tip-top! Das Schönste ist, dass man nicht nach New York fliegen muss um euch zu sehen.» Roman fasst sich kurz: «Ich verrecke schier! Das war grossartig! Ich komme an die nächste Show!».

Eliane Müller überzeugt mit feinfühliger Performance

Als letztes betritt die Luzerner Sängerin Eliane Müller die Finalbühne. Ihre akustische Version von Metallicas «Nothing Else Matters» – live begleitet am Flügel und mit Streichquartett - hat den maximalen Hühnerhaut-Faktor. Erneut Standing Ovations. Eliane bricht in Tränen aus, genau wie Christa Rigozzi: «Ich kann fast nicht sprechen. Du hast wieder toll gesungen. Es war eine wunderbare, feinfühlige Performance.» BoBo lobt Elianes Mut, einen Metallica-Song zu singen, und ihre Fähigkeit, das Publikum mit ihrer Stimme einzunehmen: «Ich war regungslos, es war muchsmäuschenstill. Du hast 'Es'!». Auch Roman hing Eliane an den Lippen: «Eigentlich kann ich den Song nicht ausstehen, doch du hast so etwas Schönes daraus gemacht. Was mach ich jetzt ohne Eliane? Ich hoffe es gibt bald eine CD von dir – Eliane Müller – auf ewig in meinem Auto.»

Die letzte Entscheidung

Am Schluss des Finales kehren alle neun Finalisten zur letzten Entscheidung auf die Talent-Bühne. In die Top 3 schaffen es Drums2Streets, Eliane Müller und Melissa Sanchez. Doch wer hat dem Schweizer Fernsehpublikum am besten gefallen? Es geht um 100‘000 Franken, einen Auftrit vor DJ BoBo «Las Vegas»-Show im Hallenstadion und die Startrampe für eine grosse Karriere. Dann kommt der finale Moment. Moderator Sven Epiney verkündet den Gewinner der zweiten Staffel: «Das grösste Schweizer Talent» 2012 heisst Eliane Müller aus Hochdorf LU. (krum)

Die Rangliste des Finales

Rang 1: Eliane Müller (32.85 %)
Rang 2: Drums2Streets (20.87 %)
Rang 3: Melissa Sanchez (9.65 %)
Rang 4: Special Elements (8.20 %)
Rang 5: Urs Rudin (7.99 %)
Rang 6: Duo Yingling (7.18%)
Rang 7: Fabrizio Sassi (6.67 %)
Rang 8: Andrea Sutter (4.68 %)
Rang 9: Luca Tarqua (1.91%)

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