Liveshows
Das erste Halbfinale vom 27. Februar 2011
Maya Wirz, Nina Burri und Joseph Stenz sind im Finale
In der ersten Live-Show von «Die grössten Schweizer Talente» kämpfen acht Kandidaten in der Bodensee-Arena um den Einzug ins Finale. Diesmal hat das Fernsehpublikum das Sagen. Maya Wirz und Nina Burri erhalten am meisten Televoting-Stimmen und qualifizieren sich direkt für die Finalshow am 20. März. Den dritten Finalplatz vergibt die Jury. Sie entscheidet sich für Joseph Stenz.
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«Let Me Entertain You» - unter diesem Motto begrüssen das Moderatorenpaar Andrea Jansen und Sven Epiney die euphorischen Zuschauer und heissen die Jury willkommen: Christa Rigozzi, DJ BoBo und Roman Kilchsperger marschieren in die Arena ein und nehmen Platz auf dem Pult mit den gefürchteten roten Buzzer-Knöpfen. Nicht nur sie, sondern auch die rund 1'100 Zuschauer sind gespannt, was die acht Halbfinalisten ihnen diesmal auf der grossen Bühne präsentieren werden. Denn für diese gilt es ihren ersten Auftritt zu toppen. Die Konkurrenz ist hart. Das sieht auch der gestrenge DJ Bobo so, der gerne noch andere im Halbfinale gesehen hätte.: «Heute werden die Karten neu gemischt - man muss sich erneut beweisen».
Inzane legen die Latte hoch
Die Street Dance-Gruppe Inzane aus dem Raum Langenthal, Oberaargau, Bern und Solothurn legt die Latte gleich zu Beginn mächtig hoch. Ihre synchrone Performance und ihr abwechslungsreicher Musikmix animiert die Zuschauer zu Jubelschreien und bringt die Arena zum Kochen. DJ BoBo war jedoch nicht vollends überzeugt: «Die Choreografie war extrem abwechslungsreich. Ihr habt mich berührt, doch ich bin nicht sicher, ob das für das Final reicht». Der Dance-Experte bemängelt das unterschiedliche Qualitätslevel zwischen den einzelnen Tänzern.
Garry zu wenig entfesselt
Als zweiter Halbfinalist betritt der 44-jährige Gary Müller-Jones aus Schaffhausen die Bühne. Seine in der Manier Elvis’ gesungene Liebesballade «Unchained Melody» von den Righteous Brothers erntet einen Spontanapplaus. Roman ist ein bisschen enttäuscht. Er findet Garry habe seine letzte Chance vertan. «Ich habe das innere Feuer vermisst. Es ist so schade». Christa ist milder: « Du hast mich berührt, doch es war nicht so gut wie das letzte Mal. Du musst an deinem Selbstvertrauen arbeiten».
«Du bist unsere Prinzessin der Herzen»
Die zehnjährige Anthea Beyeler will beweisen, dass sie mehr ist als das kleine Mädchen, welches Flamenco tanzt. Die zweite Kostprobe ihrer leidenschaftlichen Tanz-Künste begeistert das Publikum. DJ BoBo, der sonst bei Kindern immer kritisch war, ist angetan «Du bist eine grosse kleine Dame. Du hast diese Leidenschaft, diese Aggressionen, diese Emotionen gebracht, die zu diesem Tanz gehören" Das findet auch Christa: «Jetzt bist du wirklich eine Flamenco-Tänzerin». Die Jurorin geht auf die Bühne und umarmt Anthea, welche in Tränen ausbricht. «Du bist unsere Prinzessin der Herzen», gratuliert Roman.
BoBo buzzert New Jack - wegen Eigenkomposition
Die fünf Berner Freunde Kevin, Thierry, Ernesto, Linford und Bright mit Wurzeln in Ghana, Kongo, Angola und Uganda, rocken die Bühne mit dem englisch-französischen R’n’B- und Hip-Hop-Track «Celebrate». Der Autritt wird aber von BoBo mit einem Buzzer quittiert. «Ihr seid super gestartet, doch der Song war nicht so stark wie der Song im Casting. Mit einer zweiten Eigenkomposition habt ihr zu hoch gepokert». Christa ist begeistert: «Ihr seid so schöne Jungs, coole Jungs. Mit einer Eigenkomposition braucht es noch mehr Arbeit, verstehst du BoBo?».
Nina Burri raubt allen den Atem
Die 33-jährige Kontorsionistin Nina Burri räkelt sich verträumt auf einem Bett in der Bühnenmitte zu «Every Breath You Take», und lässt den Zuschauern mit ihren kunstvollen Gelenkverbiegungen den Atem stocken. «Mit dir zu Kuscheln muss ganz neue Dimensionen annehmen», scherzt der Moderator Sven Epiney. DJ BoBo ist voll des Lobes. «Du hast Ausstrahlung, das kann man nicht lernen. Du liebst die Bühne, und die Bühne liebt dich». Christa ist begeistert: «Du hast uns eine Geschichte erzählt - du warst so weiblich, so elegant». «Es war vor allem sehr sexy, wie du diese Leichtigkeit und Erotik rüberzubringen rübergebracht hast», sekundiert Roman. «Jeder halb vernünftige Matratzenhersteller sollte dich sofort für einen Werbespot engagieren»
Tiffany singt trotz Kehlkopfentzündung.
Eine Stimmband- und Kehlkopfentzündung machte der 17-Jährigen Luzernerin Tiffany Limacher in den letzten Tagen zu schaffen. Mit etwas heiserer Stimme, doch mit einer umso überzeugenderer Performance gibt sie Queens «Somebody To Love» zum Besten. «Es tut mir mega Leid für dich» gesteht Roman. «Dass du Talent hast hat man gemerkt. Leider ist die Stimme verreist». DJ BoBo hatte immer eine Hand auf dem Buzzer, konnte sich aber nicht zum Drücken überwinden.. «Dein Kampfeswille hat mich überzeugt». Auch Christa hat ihre Professionalität geschätzt: «Dafür hast du alles verdient.»
Der mit dem Feuer tanzt
Der 36-jährige Bündner Joseph Stenz aus Klosters GR bietet erneut eine spektakuläre Pyro-Show. Er jongliert Fackelstäbe und schwingt Feuerpeitschen, während Flammen am Bühnenrand emporschiessen. Das Publikum ist hell begeistert, genau wie Christa Rigozzi und DJ BoBo, «Du bist der, der mit dem Feuer tanzt – das war top! ». Roman gesteht, dass er anfänglich Angst vor Joseph hatte. «Du bist wie einer aus Dan Browns ‚Illuminati’». Seine Performance animiert ihn zu einem gewagten Vergleich: «Das war geiler als jede DJ-BoBo-Show.
Maya Wirz gewohnt stimmgewaltig
Die 49-jährige Busfahrerin aus dem Kanton Baselland rührt die Herzen des Publikums und der Jury mit dem Song «You'll Never Walk Alone». «Nur die ganz Grossen haben diesen Song gesungen, und du gehörst zu diesen», versichert Christa.
Die Zuschauer wählen Maya Wirz und Nina Burri ins Finale
Am Schluss der Sendung stehen alle acht Halbfinalisten auf der Bühne und zittern um den Finaleinzug. Die Spannung ist ihnen anzusehen. Dann verkünden die Moderatoren, wer weiter ist: Am meisten Stimmen erhielten die Sängerin Maya Wirz und die Kontorsionistin Nina Burri. In die Hoffnungsrunde schaffen es der Feuertänzer Joseph Stenz und Garry Müller-Jones. Die Jury entscheidet, wer von diesen beiden ebenfalls zu den Finalisten gehört.
Banges Warten auf den Jury-Entscheid
Die Jury bekommt 30 Sekunden Beratungszeit. Dann verkündet sie ihre Entscheidung. Roman gibt seine Stimme dem Feuerartisten Joseph Stenz, Christa votiert für Garry Müller-Jones. DJ BoBo ist das Zünglein an der Waage. Er entscheidet sich für ebenfalls für Joseph Stenz. Der Feuertänzer ist im Finale. (krum)


