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Hausverschiebung

Schweiz aktuell extra

Ein Haus geht auf Reisen

Freitag, 11. Mai 2012, 17:30 Uhr, Aktualisiert 14.06.2012, 11:23 Uhr

In einer spektakulären Aktion wurde am 22./23. Mai am Bahnhof Oerlikon das Direktionsgebäude der ehemaligen Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) um 60 Meter verschoben. Schweiz aktuell zeigte in der 14-stündigen Langzeitreportage „Ein Haus geht auf Reisen“ auf SF zwei live, wie sich das 6200 Tonnen schwere Haus Zentimeter um Zentimeter fortbewegte bis es schliesslich an seinem neuen Standort zu stehen kam. Zudem äusserten sich verschiedene prominente Gäste  zur aktuellen Entwicklung Oerlikons als Trendquartier sowie zu seinen vergangenen Zeiten als wichtiger Industriestandort der Schweiz.

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Ein Haus geht auf Reisen, 22. Mai 2012, Teil 1

Die Bauspezialisten haben die komplexe Verschiebung des 80 Meter langen und 12 Meter hohen Backstein-Kolosses vollbracht! Am Mittwoch, 23. Mai 2012 um 16:00Uhr ist das 6200 Tonnen schwere Gebäude an seinem neuen Standort angekommen.

Während der Live-Übertragung waren rund 40 Personen des Schweizer Radio und Fernsehens im Hintergrund im Einsatz. Moderiert wurde das Live-Spektakel von Oliver Bono. Er empfing prominente Gäste wie den Kabarettisten Franz Hohler, der in Oerlikon lebt, SBB-CEO Andreas Meyer oder die Stadträtin Corine Mauch.

Unterstützt wurde der Moderator von Catherine Thommen. Sie begleitete als LIVE-Reporterin die Verschiebung im, neben und unter dem Gebäude hautnah.Die aufsehenerregende Aktion konnte sowohl am TV auf SF zwei als auch per Live-Stream online auf www.hausverschiebung.sf.tv verfolgt werden.

Die Online-Redaktion berichtete stetig über die aktuellen Geschehnisse und das Publikum konnte sich selbst aktiv beteiligen: Via Facebook, Twitter und Mail konnten die Zuschauer die Sendung kommentieren und den Gästen von Oliver Bono Fragen stellen.

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MFO-Gebäude/Thomas Züger

Ein spektakuläres Unterfangen

Noch nie war in Europa je ein Haus grösser, das auf diese Weise verschoben wurde, als das 122-jährige ehemalige Direktionsgebäude der Maschinenfabrik Oerlikon. Der historische Bau muss der Durchmesserlinie der SBB am Bahnhof Oerlikon weichen. Das Milliardenprojekt dient dem Ausbau der Zugverbindung von Bern nach St. Gallen.

Spektakuläre Aktion, Schweiz aktuell 25.01.2011

Herzstück der Durchmesserlinie, Schweiz aktuell 11.10.2011

MFO 1930/Fotograf unbekannt

Letzter Zeitzeuge

Das markante MFO-Backsteingebäude  gilt als letzter Zeitzeuge der blühendenden Industrieepoche Oerlikons. Es symbolisiert den einstigen Weltruhm, der die Maschinenfabrik Oerlikon mit ihren Produkten wie Stromgeneratoren und Lokomotiven ab Ende des 19. Jahrhunderts erlangt hat. Auf dem Gelände nördlich des Bahnhofs Oerlikon produzierten später auch Firmen wie Oerlikon-Bührle Waffen oder ABB bis heute Hochspannungsschalter und  Verteilanlagen.

Das ehemalige Industriequartier Oerlikons hat sich mittlerweile zu einem Trendquartier gemausert. Weil das alte MFO-Gebäude der letzte Zeuge einer vergangenen Industrieepoche ist, haben sich die Bewohner Oerlikons erfolgreich gegen einen Abriss des Hauses gewehrt: Der historische Bau wird nicht wie ursprünglich vorgesehen abgebrochen, sondern verschoben und kostet die neue Eigentümerin des Gebäudes (Swiss Prime Site) elf Millionen Franken.

„Schweiz aktuell“ nimmt die Hausverschiebung zum Anlass um über den wichtigen Zürcher Industriewerkplatz in Oerlikon, dessen langsamen Untergang  und seine Entwicklung zum modernsten Stadtteil Zürichs – Neu Oerlikon – zu berichten.