Archiv Sendung vom 08.08.2012
«Kulturplatz extra»-Sendung vom 8. August 2012, 22.20 Uhr auf SF1
Mit Eva Wannenmacher vom Internationalen Filmfestival Locarno
Grosses Staraufgebot in Locarno: Am 65. Internationalen Filmfestival haben sich Harry Belafonte, Alain Delon und Ornella Muti angesagt. «Kulturplatz» heftet sich an ihre Fersen, will sie alle befragen. Eva Wannenmacher berichtet von den grossen Filmpremieren auf der Piazza Grande und sucht die Perlen im Festival-Angebot. Bestsellerautor Martin Suter hat für «Nachtlärm» das Buch geschrieben. Er sagt in «Kulturplatz», warum er gerne Drehbücher verfasst. Der Schweizer Film ist in Locarno sehr gut vertreten: Neben Christoph Schaubs «Nachtlärm» haben Michael Steiners «Missen-Massaker» und Markus Imhoofs Bienenfilm «More Than Honey» Premiere.
Harry Belafonte
Ein Weltstar im «Kulturplatz»
Er ist eine lebende Legende. Harry Belafonte wird am Filmfestival Locarno für sein Lebenswerk geehrt. Er bezeichnet sich selbst «als Schauspieler, der einen Sänger spielt». Der Sänger Belafonte hat über 150 Millionen Tonträger verkauft. Der Schauspieler Belafonte überzeugt etwa in «Carmen Jones», dem ersten Hollywoodfilm, der ausschliesslich mit schwarzen Schauspielern besetzt war und 1955 in Locarno ausgezeichnet wurde. Belafonte kämpft auch mit 85 Jahren noch für Bürgerrechte und gegen Rassendiskriminierung und kritisiert Barack Obama für seine Zögerlichkeit.
Autor: Selim Petersen
Alain Delon und Charlotte Rampling
Spielen bis ins hohe Alter
Sie sind im Rentenalter, doch sie denken noch lange nicht ans Aufhören: Alain Delon und Charlotte Rampling erhielten am Filmfestival Locarno Leoparden für ihr Lebenswerk. Offen sprechen die beiden übers Altwerden im jugendfixierten Filmgeschäft. Rampling sieht es als Privileg, solange weiterarbeiten zu können wie sie will. Delon dagegen greift zum Vergleich : «Schaupieler und Politiker sind die einzigen Berufe, für die es kein Pensionsalter gibt».
Autorin: Monika Schärer
Schreikind verzweifelt gesucht
Die neue Schweizer Filmkomödie «Nachtlärm»
Livia und Marco sind jung, erfolgreich und schön. Und sie haben keinen Sex mehr, denn ihr Sohn Tim ist ein Schreikind. Das einzige, was den 9 Monate-Goof beruhigt, sind Autofahrten. So fahren die übernächtigten Eltern mit Tim allabendlich auf die Autobahn. Da geschieht es. An einer Raststätte wird der Wagen samt Kind gestohlen. Das ist der Plot der neuen Schweizer Komödie «Nachtlärm» von Christoph Schaub, zu der Bestsellerautor Martin Suter das Drehbuch geschrieben hat.
Autorin: Monika Schärer
Der Film «Nachtlärm» läuft ab 30. August in den Deutschschweizer Kinos.
«Image Problem»
Sind wir Schweizer wirklich so schlimm ?
Die Schweiz hat ein Problem, ihr Image im Ausland verschlechtert sich zusehends. Das wollen Simon Baumann und Andreas Pfiffner nicht hinnehmen. Sie produzieren einen Werbefilm für die Schweiz. Entstanden ist ein satirischer Dokumentarfilm über die Selbstwahrnehmung der Schweizer und der Schweiz, der Diskussionen auslösen wird.
Autorin: Monika Schärer
«Image Problem» läuft ab 20. September in den Deutschschweizer Kinos
Von strippenden Männern und koksenden Frauen
Die Geschlechterkomödien auf der Piazza Grande im Härtetest
In diesem Jahr laufen im schönsten Freilichtkino Europas auffällig viele amerikanische Komödien, die sich mit Geschlechterfragen schmücken. Gefallen hat uns aber weder Steven Soderberghs Fleischschau «Magic Mike» noch Leslye Headlands Junggesellinnen-Party «Bachelorette». Herzhaft gelacht haben wir nur bei der Geschlechterkampf-Romanze «Ruby Sparks» – unserem Favoriten für den Publikumspreis.
Autor: Selim Petersen
Asylbewerber im Hotel
Locarno tut sich schwer mit der Zuwanderung
Der Grenzkanton Tessin hat besonders viele Asylbewerber unterzubringen, derzeit rund 1‘300 Menschen aus fernen Ländern. Keine Gemeinde reisst sich um diese Aufgabe. So wohnen einige Asylsuchende in einfachen Hotels und Pensionen, auch in Locarno. Doch das passt der Stadt nicht. Kurz vor dem Filmfestival bat Locarno den Kanton, dieses Problem zu lösen.
Autor: Nino Gadient
Verlosung
Wir verlosen 3 x 2 Tickets für die Abschlussvorstellung des Locarno Filmfestivals am Samstag 11. August, 21.30 Uhr, auf der Piazza Grande inkl. Einladung zum Schlussempfang um 23.30 Uhr.
Bei der Abschlussvorstellung handelt es sich um die Weltpremiere des neuen Films von Markus Imhoof: «More Than Honey».











