Musik
Blick hinter die Kulisse
Eurovision Song Contest zwischen Unterhaltung und Unterdrückung
Sendung vom 09.05.2012
Wenn sich in der Hauptstadt von Aserbaidschan die aus dem ganzen Kontinent entsandten Schlager- und Popsternchen im Singwettstreit messen, blickt Europa nach Baku. Und erkennt dabei auch – so hoffen Menschenrechtsaktivisten im Land der unterdrückten Meinungsfreiheit – die politischen Fakten hinter der glitzernden Fassade des Song Contest. Wie gut stehen die Chancen, dass der TV-Event in Baku positive Folgen für die demokratiehungrige Bevölkerung hat? «Kulturplatz» fragt nach: bei Aktivisten, Regierungsvertretern und TV-Verantwortlichen.
Autorin: Lisa Röösli
Eurovision Song Contest, 22., 24. und 26. Mai in Baku, Countdown am 22. Mai und Final am 26. Mai live auf SF zwei
Songpoetin aus Barcelona
Maïa Vidals brillantes Debütalbum
Sendung vom 18.04.2012
Was soll man von einem US-Girl erwarten, das mit 14 schon als Frontgöre einer Mädchen-Punkband durch die Gegend zog? Kaum eine Karriere als Songpoetin. Maïa Vidal verliess ihre Heimat USA, um in Europa, wo ihr Vater herkam, künstlerisch zu wachsen. Und fand in Barcelona ein Umfeld, das sie zu ihrem brillianten Debütalbum «God Is My Bike» inspirierte. Dort ist «Kulturplatz» der elfenhaften Sängerin begegnet.
Autor: Markus Wicker
Maïa Vidal gibt am 20. April im Rahmen der Stanser Musiktage ihr erstes Schweizer Konzert. DRS 2 überträgt das Konzert live am 20. April um 20 Uhr.
CD «God Is My Bike» von Maïa Vidal, erschienen beim Label «Crammed Discs»
«Kulturplatz»-Sendung vom 18.04.2012, 22.20 Uhr auf SF 1
Sendung vom 18.04.2012
Mit Eva Wannenmacher von den Stanser Musiktagen
Die Musiktage in Stans gehören zu den stimmungsvollen Festivals der Schweiz. Die kleine Stadt im Kanton Nidwalden stemmt seit 18 Jahren mit vereinten Kräften dieses Kulturereignis, bei dem es Musik aus der ganzen Welt zu hören gibt. Eva Wannenmacher erlebt, wie Gemeinschaftssinn und ein auserlesenes musikalisches Programm ein Musikfest jenseits des Mainstreams ermöglichen.
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Droht der «Kulturinfarkt»?
Auf Visite am Museumsstandort Bern
Sendung vom 04.04.2012
Seit Pro-Helvetia-Chef Pius Knüsel zusammen mit deutschen Autoren im Pamphlet «Der Kulturinfarkt» zur Halbierung der Kulturhäuser aufgerufen hat, ist die Aufregung in der Kulturszene gross. Wie angezeigt sind diese provokativen Nadelstiche? Ist tatsächlich überall das übersubventionierte, publikumsferne «More of the same» zu sehen? «Kulturplatz» geht auf Visite an den Museumsstandort Bern und attestiert: Die Situation des Patienten ist zwar nicht ganz harmlos – doch vorbeugende Massnahmen sind seit längerem eingeleitet.
Autorin: Julia Bendlin, Richard Herold
«Der Kulturinfarkt» von Dieter Haselbach, Armin Klein, Pius Knüsel und Stephan Opitz, erschienen im Knaus Verlag
Das Download Syndrom
Musikschaffende verlangen vom Staat Massnahmen gegen die kostenlose Verbreitung ihrer Kunst
Schweizer Musiker verlangen vom Bundesrat, gegen das Gratis-Downloading einzuschreiten, denn sie bangen um ihre finanzielle Existenz. In Begleitung von Sina, Ritschi und Ivo wurde Musikervereins-Präsident Reto Burrell im Bundeshaus vorstellig, um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen. Dass die digitale Verbreitung von Gratis-Songs die Einnahmen der Urheber schmälert, darüber ist man sich bei Musikern, Plattenfirmen und Web-Experten einig. Doch wenn es um konkrete Therapien gegen das grassierende Download-Syndrom geht, herrscht grosses Rätselraten.
Autoren: Markus Wicker, Stefan Zucker
Ende einer Ära
Herr Pereira, wie haben Sie das gemacht?
Sendung vom 22.02.2012
Alexander Pereira hat in den letzten 21 Jahren das Zürcher Opernhaus geprägt wie kein anderer zuvor. Grosse Sänger hat er engagiert, eine erstaunliche Anzahl von Premieren auf die Bühne gebracht – bis an die Grenze der Belastbarkeit des Kulturbetriebs. Legendär die Fähigkeit des ehemaligen Schreibmaschinen-Verkäufers, Sponsoren-Gelder zu beschaffen. Bevor er Zürich in Richtung Salzburg verlässt, schaut «Kulturplatz» zurück und fragt: Herr Pereira, wie haben Sie das gemacht?
Autorinnen: Sandra Steffan, Simone Güntensperger
Queen of Uncool
Adele fesselt ihr Publikum mit grosser Stimme und Klappe
Sendung vom 22.02.2012
Spätestens seit die 23-jährige Britin Adele mit sechs Grammys überhäuft wurde und so der ganzen US-Konkurrenz eine lange Nase drehte, reibt man sich die Augen: Wie konnte diese unglamouröse, leicht pummelige Göre von nebenan zum Weltstar werden? Ein Blick in ihre aktuelle Konzert-DVD zeigt Adele als seelenvolle «Queen of Uncool» mit grosser Stimme und (fast noch grösserer) Klappe.
Autor: Markus Wicker
DVD «Adele live at the Royal Albert Hall», erschienen bei XL Records
Zwischen Miststock und Showbiz
Die «Wiesenberger» erobern die Welt
Sendung vom 22.02.2012
Über 25 Jahre waren «Die Wiesenberger» ein Jodelverein wie jeder andere. Dann verändert ihr Sieg bei den «Grössten Schweizer Hits» auf einen Schlag ihr Leben. Anfragen für Auftritte häufen sich, und als die Jodler die Schweiz sogar bei der EXPO in Shanghai vertreten sollen, droht der Chor auseinanderzubrechen. Ein gelungener Film zeigt, wie es den Leuten vom Wisisberg gelingt, im Show-Rummel dennoch sich selbst zu bleiben.
Autorin: Julia Bendlin
«Die Wiesenberger. No Business like Show Business», ab 23. Februar in den deutschschweizer Kinos
«Kulturplatz»-Sendung vom 22.02.2012, 22.20 Uhr auf SF 1
Sendung vom 22.02.2012
Mit Nina Mavis Brunner aus der «Klangwelt Toggenburg»
Naturjodel und Alpsegen, Schellen und Kuhglocken, Hackbrett und Alphorn: «Kulturplatz» unternimmt eine Reise in die «Klangwelt Toggenburg». Die Jodlerin Nadja Räss ist die neue Leiterin dieses klingenden Universums. Die charismatische und engagierte Musikerin gilt als Brückenbauerin zwischen traditionellen und experimentellen Klängen. Nina Mavis Brunner lässt sich von deren Energie mitreissen – und entdeckt am Ende das Talerschwingen für sich.
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Live in the Living
Wenn sich die gute Stube in einen intimen Konzertclub verwandelt
Sendung vom 15.02.2012
Die beiden Singer/Songwriter «Blomstre» und « Starlight Through The Rain» aus dem Berner Simmental haben eine neue Nische für ihre Auftritte entdeckt: das Wohnzimmer. Seit einigen Monaten kann man sie privat für ein gemütliches Heimkonzert im vertrauten Kreis von Freunden und Bekannten engagieren. Auf Augenhöhe mit dem Publikum, ganz ohne technische Barrieren wie Scheinwerfer und Verstärker, spielen sie persönliche Lieder von Freud und Leid der Liebe. So ergeben sich unvergessliche Abende, für die Musiker wie für die Gastgeber und ihre Gäste.
Autorin: Valerie Thurner

















