Autorengespräch
Markus Wicker im Gespräch mit Urs Widmer
Sendung vom 11.11.2009
«Urs Widmer, müssen wir uns Sorgen machen um Sie?»
In Urs Widmers neustem Roman «Herr Adamson» dominiert der verspielte Fabulierton, für den der Schweizer Schriftsteller berühmt ist. Der die Leser aber nicht darüber hinweg täuschen kann, dass Widmer hier ein virtuoses, aber beklemmend finsteres Spiel mit der eigenen Endlichkeit betreibt. Markus Wicker befragt Urs Widmer zu seinem Buch «Herr Adamson», mit dem der Dichter für den Schweizer Buchpreis nominiert ist.
Nicole Salathé im Gespräch mit Katharina Tanner
Sendung vom 17.06.2009
Katharina Tanner, Buchhändlerin, Schriftstellerin und Ex-Schauspielerin, legt ihr Romandebüt vor. Ein Buch voller Hoffen und Bangen. Die Protagonistin Lisette Winkelmann taucht in die Vergangenheit ein, denkt an den Tag zurück, der ihr Leben als alleinerziehende Mutter und nicht gerade erfolgsverwöhnte Schauspielerin grundlegend verändern sollte. Nicole Salathé hat die gebürtige Schaffhauserin und Wahbaslerin Katharina Tanner getroffen, mit ihr über Karrieretraum, Selbstzweifel und skrupellose Schauspiellehrer gesprochen.
www.limmatverlag.ch
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Eva Wannenmacher im Gespräch mit Michael Stauffer
Sendung vom 03.06.2009
Es gibt einen Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor. Und den hat Michael Stauffer (*1972) dieses Jahr bekommen. Das zeigt klar, was Michael Stauffer auszeichnet: Die Groteske eben, die Ironie, das Absurde.
Michael Stauffer ist in Winterthur aufgewachsen und lebt in Biel. Er schreibt Theaterstücke, Kolumnen – und eigenwillige Prosa. Das neue Büchlein von Michael Stauffer heisst «Soforthilfe» und ist eine ironische Gebrauchsanweisung für alle Lebenslagen. Man findet Tipps im Umgang mit Mitmenschen, mit Tieren und der Natur. Ein Trostpflästerchen für alle, denen das Leben manchmal zu ernst ist.
www.dichterstauffer.ch
www.engeler.de
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Eva Wannenmacher im Gespräch mit Ernst Halter
Sendung vom 08.04.2009
«Jahrhundertschnee», das jüngste Buch von Ernst Halter, ist ein Wagnis: Der 1938 geborene Autor hatte die wagemutige Idee, das gesamte vergangene Jahrhundert in einem Roman zu erfassen. Auch für den Leser ist das Buch eine Herausforderung: Faktentreue Beschreibungen wie die einer alten Synagoge in Prag liest man im Wechsel mit fiktiven Gesprächen, etwa mit Franz Kafka. Dazwischen verwebt Ernst Halter die Schicksale von kleinen Leuten mit den grossen Katastrophen des 20. Jahrhunderts. Einen wichtigen Platz nehmen die Schrecken des Nationalsozialismus ein.
Ernst Halter sagt, «Jahrhundertschnee» sei auch das Buch eines Davongekommenen. Es sei für ihn als kriegsverschonten Schweizer auch eine Erinnerungs- und Trauerpflicht gewesen, dieses Buch zu schreiben.
www.ammann.ch
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Nicole Salathé im Gespräch mit Anne Cuneo
Sendung vom 11.03.2009
Zaïda, 100 Jahre alt, schreibt für ihre Urenkelin ihr Leben auf. Als Tochter eines Lords und einer Lady wächst Zaïda mit einer Gouvernante in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Cornwall auf. In ihren Memoiren erzählt sie von Liebe, Tod, Verrat und Geschlechterkampf, von den Wunden, die Kriege schlagen und davon, was es heisst, in der Emigration zu leben.
Anne Cuneo, als Kind italienischer Eltern in Paris geboren, verbrachte ihre Kindheit, nach dem Tod ihres Vaters, in italienischen Heimen, bevor sie im Alter von 14 nach Lausanne emigrierte. Die heute 72-jährige Schriftstellerin, Journalistin und Filmemacherin lebt seit Jahren in Zürich. «Zaïda» ist Cuneos neuster Roman und erscheint jetzt auf Deutsch. Nicole Salathé hat sie besucht, mit ihr über die Entstehung dieses fesselnden Romans gesprochen; und darüber, welche autobiographischen Züge sich darin wiederfinden.
www.bilgerverlag.ch
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Eva Wannenmacher im Gespräch mit Jürg Acklin
Sendung vom 04.02.2009
Mit seinem neusten Buch wagt sich Jürg Acklin in sein eigenes Leben vor: Im Roman «Vertrauen ist gut» erzählt er die Geschichte von Felix, der im Rollstuhl sitzt, bei seinem älteren Bruder lebt und dessen Buchmanuskripte abtippt. In diesen Manuskripten tun sich Abgründe auf, die Felix in beunruhigendem Masse an sein eigenes Leben erinnern. Soviel zum Roman. Im richtigen Leben hat der Schriftsteller und Psychoanalytiker Acklin einen jüngeren Bruder, der im Rollstuhl sitzt, bei ihm lebt – und seine Manuskripte abtippt. Eva Wannenmacher hat Jürg Acklin besucht und mit ihm über seinen neuen Roman und über das Leben mit seinem Bruder gesprochen.
www.nagel-kimche.de
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Nicole Salathé im Gespräch mit Zora del Buono
Sendung vom 17.12.2008
Zora del Buono legt mit «Canitz' Verlangen» ein atemberaubendes Romandebüt vor, das alles andere als leichte Kost ist. Wie in einem Krimi lässt die gebürtige Schweizerin ihren Berliner Protagonisten in die Abgründe seiner eigenen Familiengeschichte blicken und dabei ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte aufspüren. Hubert Canitz, ein depressiver, neurotischer Ordnungsfanatiker, der in Schwulenclubs sein Verlangen stillt, ist mitnichten ein Sympathieträger, und doch kann man sich seiner Geschichte nicht entziehen. «Canitz' Verlangen» besticht durch dramaturgische Brillianz und del Buonos schonungslosen Erzählstil. Nicole Salathé hat die Wahlberlinerin getroffen und mit ihr über Wasserleichen, kopulierende Männer in SS-Uniformen und den «kollektiven Zwang» der Schweizer, glücklich zu sein, gesprochen.
Zora del Buono: Canitz' Verlangen, marebuchverlag 2008
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Nicole Salathé im Gespräch mit Guy Krneta
Sendung vom 03.12.2008
Seine Dramen und Prosageschichten schreibt Guy Krneta ausschliesslich auf Berndeutsch. Mit Theaterstücken wie «E Summer lang, Irina», «Zmittst im Gjätt uss» oder der «Fondue Oper» feiert der Wahlbasler Erfolge. Seine Werke werden auf den grossen Schweizer Bühnen gespielt, ins Hochdeutsche, Holländische und Englische übersetzt. Und mit dem Rapper Greis und Musiker Apfelböck setzt Krneta auf Kleinkunstbühnen und auf CD neue Massstäbe in der Spoken-Word-Literatur. Guy Krneta ist ein flammender Verfechter der gesprochenen Sprache. Denn nur so könne man die Menschen erreichen, sagt er. Mundart begreift er nicht als Abgrenzung, sondern als «sich vom Eigenen herkommend öffnen» und empfiehlt den Schweizer Theatern dringend, mehr auf Schweizerdeutsch zu setzen. Nicole Salathé hat Guy Krneta zum Gespräch getroffen. mehr
Eva Wannenmacher im Gespräch mit Michèle Roten
Sendung vom 26.11.2008
In ihren Kolumnen für «DAS MAGAZIN» des Tages-Anzeigers schreibt Michèle Roten am liebsten über Sex. In ihrem ersten Buch ist das nicht anders: Mit Eva Wannenmacher spricht sie über ihre Figuren und deren Sexleben, ihre Art der lebensnahen Recherche, über ihre grosse Begeisterung für Thomas Mann und darüber, das sie eigentlich eine grosse Romantikerin ist. Mit ihrem Buchprojekt hat Michèle Roten dem trägen Medium Buch Beine gemacht: Alle 2 Monate musste sie eine weitere Tranche ihres sechsteiligen Buches abgeben. Das Buch mit dem Titel «1-6» erschien so, wie es geschrieben wurde, eben in Teilen. Viele Deadlines für die Autorin. Aber, so Roten, ohne Druck könne sie sowieso nicht schreiben.
www.echtzeit.ch
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Nicole Salathé im Gespräch mit Rolf Lappert
Sendung vom 19.11.2008
Am vergangenen Sonntag wurde der erste Schweizer Buchpreis verliehen. Ausgezeichnet wurde der Schweizer Schriftsteller Rolf Lappert für seinem Roman «Nach Hause schwimmen». Nicole Salathé hat den Preisträger in Zürich getroffen.








