Autorengespräch mit Zora del Buono
Nicole Salathé im Gespräch mit Zora del Buono
Zora del Buono legt mit «Canitz' Verlangen» ein atemberaubendes Romandebüt vor, das alles andere als leichte Kost ist. Wie in einem Krimi lässt die gebürtige Schweizerin ihren Berliner Protagonisten in die Abgründe seiner eigenen Familiengeschichte blicken und dabei ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte aufspüren. Hubert Canitz, ein depressiver, neurotischer Ordnungsfanatiker, der in Schwulenclubs sein Verlangen stillt, ist mitnichten ein Sympathieträger, und doch kann man sich seiner Geschichte nicht entziehen. «Canitz' Verlangen» besticht durch dramaturgische Brillianz und del Buonos schonungslosen Erzählstil. Nicole Salathé hat die Wahlberlinerin getroffen und mit ihr über Wasserleichen, kopulierende Männer in SS-Uniformen und den «kollektiven Zwang» der Schweizer, glücklich zu sein, gesprochen.
Zora del Buono: Canitz' Verlangen, marebuchverlag 2008
www.marebuch.de
Zora del Buono liest aus «Canitz' Verlangen»
Zora del Buono: Canitz' Verlangen, marebuchverlag 2008
www.marebuch.de







