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Die Besten 08: Landschaftsarchitektur

1. Preis: Rückbau / Garten Kartause Valsainte, Cerniat - Abriss als Chance

Meditation, Einkehr, Stille – das ist die Welt der Kartause Valsainte im Greyerzerland. Die Geisteshaltung des Ordens stand auch beim Rückbau des Klosters und bei der Neugestaltung des Gartens durch Hüsler & Associés Pate. Einige baufällige Mönchszellen mussten abgebrochen werden; die Planer entschieden sich, die freiwerdende Fläche als einfache Wiese zu belassen. Für jede abgerissene Zelle wurde ein Bäumchen gepflanzt. Gerade in dieser Kargheit überzeugt der Garten. Gemäss der Philosophie der Kartause, nichts Überflüssiges zurückzulassen, Altes wiederzuverwerten, wurde ausserdem das Abbruchmaterial der Zellen für die neue Umfassungsmauer der Anlage verwendet.

www.swiss-architects.com

2. Preis: «Bank of Kaki», Capriasca - das Tessin wird bunter

Knackig, knallig – Kaki. Wie grosse Weihnachtskugeln hängen die Kakifrüchte im Herbst an den Bäumen. Wie impressionistische Farbtupfer leuchtet das orangene Obst in der Landschaft. Dass einem der eigentümliche Anblick im Tessin wieder häufiger begegnet, ist Giorgi Winter zu verdanken. Er hatte die Idee, Kakifrüchte zu trocknen und an Bioläden zu verkaufen. Das erfolgreiche Geschäftsmodell führte – wenn auch in bescheidenem Rahmen – zu einer Renaissance der Kakifrucht im Tessin. Wurden Kakibäume bis vor Kurzem oft abgeholzt, werden sie nun vermehrt wieder angepflanzt. Winters Arbeit sorgt so nicht nur für kulinarischen Genuss, sondern auch für landschaftlichen Reiz.

3. Preis: Verkleidung Lärmschutzwand A2 / A3, Emmen - die Schlange von Emmen

Es ist wahrlich grosse Kunst der Verkleidung, die Jürg Altherr in Emmen gelungen ist: Über mehr als hundert Meter zieht sich die Schallschutzwand der A2/A3 in Emmen, die Altherr mit seinem Eingriff in eine schillernde Riesenskulptur verwandelt hat. Mit grosser Eleganz spiegeln sich Landschaft und Wetter in den Metallplatten, die sich mal schalenartig, mal bauchig zu einer «Schlangenhaut» zusammensetzen. «Prägnante Camouflage» – Altherr versuchte erst gar nicht, die Autobahn dezent zu verstecken, sondern gab ihr ein markantes Gesicht. Durch seine Verkleidung transformierte er ein städtebauliches Ungetüm in ein poetisches Gebilde in der Agglomerationslandschaft.

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