Padi Bernhard
Die schönsten Stimmen der Innerschweiz
Begeisterte Sängerinnen und Sänger aus der Innerschweiz versammelten sich am Sonntag, 22. August im Schulhaus Rigi in Goldau SZ, um am Casting von Padi Bernhard teilzunehmen.
Padi Bernhard, der mit der Band Mash und dem Song «Ewigi Liäbi» bekannt wurde, suchte seine 20 Chorstimmen im Schulhaus Rigi in Goldau. Dort unterrichtet der Lehrer und Musiker unter der Woche die Schulklasse 4c. Am Castingtag wurden die Rollen für einmal vertauscht. Anstatt als Lehrer vor der Klasse zu stehen, setzte sich Padi Bernhard hinter die Schulbank und die Chorkandidaten durften vor der Wandtafel ihre Lieder vortragen.
Vor dem Casting hatte Padi Bernhard keine grossen Erwartungen. In einer Zwischenbilanz zeigte er sich begeistert von den Castingteilnehmenden: «Es ist heute tatsächlich schon passiert, dass ich einige Male Gänsehaut bekommen habe und es mich fast weggeblasen hat. Ich bin wirklich stolz auf die schönen Stimmen der Innerschweiz». Aber nicht nur die schönen Stimmen waren ausschlaggebend, um in seinen Chor aufgenommen zu werden. Ein sicheres Auftreten und die Lust an der Teilnahme für die Sendung «Kampf der Chöre» musste man als Kandidat ebenfalls mitbringen.
Am Morgen fanden sich meist jüngere Teilnehmende beim Schulhaus Rigi ein. Rasch bildeten sich Grüppchen, um Tipps auszutauschen und dem vorbereiteten Lied den letzten Feinschliff zu geben. Christina Aguilera, K’naan oder Train hörte man aus allen Ecken, aber auch das gute alte «Country Roads» scheint noch nicht vergessen zu sein. Tsegyal Tenzin Gyapatsang gab noch eine ganz spezielle Showeinlage und tanzte seinen Kolleginnen vor, um diese ein bisschen aufzulockern. Chiara Weber, die zur Unterstützung ihre Cousine Michelle mitnahm, hat Aguileras Lied «Beautiful» vorbereitet: «Ich bin ganz schön nervös, doch ich habe ja nichts zu verlieren».
Die Freunde warteten gespannt vor der Tür und eine nach der anderen kam entweder kreischend oder ganz aufgeregt mit dem Ticket für die nächste Runde aus dem Schulzimmer gerannt. Nur für Tsegyal Tenzin reichte es leider nicht. Die Enttäuschung ging schnell vorüber und er freute sich für seine Kolleginnen.
Bis am Abend gab es niemanden, der zum Vorsingen den Mash-Hit «Ewigi Liäbi» wählte. Padi Bernhard war nicht unglücklich darüber: «Die Leute wissen, dass sie mit diesem Lied bei mir nicht gerade punkten können. Ich fand es angenehm, dass ich nicht den ganzen Tag ‚Ewigi Liäbi‘ hören musste». Das Repertoire der Sängerinnen und Sänger war äusserst vielseitig und sogar ein chinesisches, ein afrikanisches und ein schwedisches Lied waren dabei.
Von «Ewigi Liäbi» war also in Goldau SZ nichts zu hören, dafür hiess es für manche «ewiges Warten» und Geduld war gefragt, denn Dutzende kamen um vorzusingen. Auch um das Resultat des heutigen Castingtages zu erfahren, muss man bis zum 24. Oktober ausharren. Dann nämlich läuft die erste Sendung von «Kampf der Chöre» und man erfährt, welche 20 Teilnehmenden im Chor von Padi Bernhard mitsingen und die Innerschweiz vertreten werden.


