Sendekalender
Den Kulturschwerpunkt "Rousseau.Einfach leben." können Sie bei SF, DRS und im Netz verfolgen. Alle Links zu den Sendungen finden Sie hier.
Online-Tip: Die Kurzfilmserie "La faute à Rousseau" der Kollegen in der Romandie.
Das gesamte Programm der Romands unter rts.ch und der Tessiner unter rsi.ch.
Juni-Ausgabe
Kulturclub.ch
zum Rousseau Schwerpunkt
Die Juni-Ausgabe von «kulturclub.ch» steht ganz im Zeichen des Rousseau-Schwerpunkts von SRF. Lesen Sie mehr über den Rousseau-Hörpunkt am 02. Juni auf DRS 2, die Parlando-Sendung zum Thema Rousseau und die Musik, zum Film «Rousseaus Kinder» von Monika Schärer oder informieren Sie sich über den speziellen Rousseau-Online-Auftritt «JJR2012» den SRF für Sie bereit hält.
Angaben zum DRS 2 Kulturclub finden Sie unter www.kulturclub.ch
2.6.2012 - 9:00 bis 15:00, DRS 2
HörPunkt
Jean-Jacques Rousseau
Der berühmteste Genfer aller Zeiten polarisiert noch heute. Schon zu Lebzeiten war Jean-Jacques Rousseau ein streitbarer Geist. Der HörPunkt zu seinem 300. Geburtstag bildet den Auftakt zu einer ganzen Rousseau-Woche. DRS2 thematisiert sein Leben und Werk, Rousseaus Vielseitigkeit und Widersprüche. Hörspielregisseur Claude Pierre Salmony hat mit dem Schauspieler Michael Wittenborn Lesungen aus den «Confessions» produziert, die in die sechs Sendestunden einfliessen. Auch mehrmals im Programm: die Webdoku www.jjr2012.srf.ch. Sie bietet eine Diskussionsplattform rund um Rousseaus Themen im Heute.
Die Sendung zum Nachhören und Details zum Programm finden Sie bei DRS 2.
3.6.2012 - 10 Uhr, SF 1
Sterstunde Religion
Herbert Schnädelbach zu Gast bei Judith Hardegger
Jean-Jacques Rousseau hatte eine klare Meinung zum Thema Religion, und die löste europaweit einen Skandal aus. Rousseau war zwar kein Atheist, aber er hielt nichts von göttlichen Offenbarungen
und verwarf auch die Autorität der Kirche. Wahre Religion waren für ihn vor allem Natur- und Gefühlsreligion. Nicht in heiligen Schriften, sondern im eigenen Herzen sollten die Menschen Gott suchen. Eine Forderung, die auch heute noch Anklang findet. So übt auch der Philosoph Herbert Schnädelbach scharfe Kritik an der Offenbarungsreligion. Seine Verurteilung des Christentums löste eine breite Debatte aus. Judith Hardegger unterhält sich mit ihm über Rousseaus Idee einer Religion des Herzens und darüber, wohin ihn die Suche nach dem, was zwischen Offenbarungsreligion und Atheismus liegt, geführt hat.
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3.6.2012, 10.30 Uhr, SF 1
Sternstunde Religion
Recht auf Zukunft - Der Kampf der Agtas um ihr Erbe
Eine Reportage von Renata Münzel
Rousseaus grosse Frage ist: Wie kann ein von Natur aus wildes und freies Individuum seine Freiheit behalten, wenn es aus dem Naturzustand in den Zustand der Zivilisation eintritt? Das philippinische Volk der Agtas erlebt genau diesen Prozess, denn diese Urwaldbewohner passen schlecht in unsere globalisierte Welt. Wie können diese Menschen ihr einfaches Leben im Einklang mit der Natur behalten? Wie werden die Mittel, die sie anwenden, ihr Leben verändern? Wie kann auch die nächste Generation, die zwar im Wald, aber in Kenntnis der digitalisierten Gesellschaft aufwächst, ihr Wissen und ihre Liebe zur Natur bewahren? Eine spannende Reise aus der Urzeit in die Moderne.
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3.6.2012 - 11.00 Uhr, SF 1
Sternstunde Philosophie
Jean-Jacques Rousseau und die neue Gesellschaft
Francis Cheneval im Gespräch mit Barbara Bleisch
Jean-Jacques Rousseau ist vielen als Kritiker bekannt: Er war gegen den Fortschritt, gegen die Monarchie und gegen Privateigentum, er war kulturpessimistisch und kirchenkritisch. Doch wofür begeisterte sich Rousseau? Für welche Gesellschaft kämpfte er, welche Mitbestimmung der Bürger schwebte ihm vor? Von welcher Natur träumte er, welchen Erziehungsstil verteidigte er? Barbara Bleisch unternimmt in der Reihe ‚Klassiker reloaded‘ mit Rousseau-Kenner Francis Cheneval einen Streifzug durch die Ideenwelten des streitbaren Philosophen und will wissen, wie aktuell Rousseau heute noch ist: Was hat die heutige Montessori-Pädagogik mit Rousseau zu tun? Können wir Schweizer von Rousseaus Demokratieverständnis heute noch lernen? Wäre die Lessness-Bewegung in Rousseaus Sinn gewesen?
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3.6.2012 - 11.55 Uhr
Sternstunde Kunst
Rivers and Tides - Andy Goldsworthy
Filmporträt von Thomas Riedelsheimer mit Musik von Fred Frith
Andy Goldsworthy ist weltweit bekannt durch seine faszinierenden Arbeiten mit Naturmaterialien. Eis, Steine, Blätter, Zweige, Wasser – Goldsworthy arbeitet mit dem, was er vorfindet, und zumeist dort, wo er es vorfindet. Einige seiner Arbeiten bleiben in der Landschaft bestehen, andere vergehen, schmelzen, werden vom Wind verweht.
Als erster Filmemacher konnte Thomas Riedelsheimer Andy Goldsworthy über einen langen Zeitraum bei seiner Arbeit beobachten. Der Filmer dokumentiert das Unvorhersehbare, das permanente Risiko, das in Goldsworthys Arbeit steckt; das nie vergebliche Scheitern und den Neubeginn, die Geduld und Goldworthys unbändigen Willen zu verstehen.
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3.6.2012 - 16.00 Uhr, DRS 2
Parlando
QUE QUOIQUEQUELQUES: Jean-Jacques Rousseau und der Buffonistenstreit. Ein Musikhörstück
rpd. Der Ort: Paris, die Zeit: 1752-1754. Die Provokation: Jean-Jacques Rousseau wirft im November 1753 mit seinem „Lettre sur la musique françoise“ den Funken ins Pulverfass, indem er behauptet, dass die italienische Musik der französischen überlegen sei – schlimmer noch: „… que les François n’ont point de Musique & n’en peuvent avoir; ou que, si jamais ils en ont une, ce sera tant pis pour eux.“
Die Sendung zum Nachhören und Details zum Programm finden Sie bei DRS 2.
4.6.2012, 09.00, DRS 2
Kontext
Erziehen mit Rousseau
Die pädagogischen Reformen der letzten 200 Jahre wären ohne das Werk Jean-Jacques Rousseaus kaum denkbar. Besonders mit seinem 1762 erschienenen Erziehungsroman „Emile oder über die Erziehung“ ist er bis heute wirkungsvoll. Dabei verstand er die Kindheit als besonderen Lebensabschnitt. Rousseau kann als Entdecker der Kindheit verstanden werden. Wie sehr wurden Rousseaus pädagogische Ideale von seinen eigenen Lehr- und Wanderjahren bestimmt? Und was davon gilt noch heute? Zu diesen Fragen ist Heinz Elmar Tenorth, Professor für Historische Erziehungswissenschaft an der Humboldt Universität Berlin, zu Gast bei Angelika Schett.
(Z: Heute, 18.30, DRS 2)
6.6.2012 - 9 Uhr, DRS 2
Kontext
Rousseau heute – welcher Contrat Social für die Schweiz?
Das berühmte Werk von Jean Jacques Rousseau zum Gesellschaftsvertrag war revolutionär. Doch – wäre der Contrat Social auch auf ein Land wie die Schweiz anwendbar, und zwar heute? Drei Philosophinnen und Philosophen versuchen, das Werk des französischen Philosophen auf die modernen Verhältnisse zu übertragen, in einer Sendung von Christoph Keller.
(Wh.: 6.6.2012, 18.30, DRS 2)
6.6.2012 - 22.20 Uhr, SF 1
Kulturplatz
Wandern auf der St. Petersinsel
Zum 300. Geburtstag von Jean-Jacques Rousseau widmet sich die Sendung KULTURPLATZ am 6. Juni ganz dem Werk und der Bedeutung des schweizerisch-französischen Philosophen und Quer-Denkers. Nina Brunner erkundet die St. Petersinsel im Bielersee, wo Rousseau im Herbst 1765 Naturforschungen anstellte und die "beste Zeit seines Lebens" verbrachte. Sie unterhält sich mit dem Philosophen und Literaturkritiker Stefan Zweifel über Rousseaus Gedankenwelt, sein Verständnis von der Natur und vom Wesen des Menschen und über die heutige Aktualität seiner Thesen. Beiträge über verschiedene Schriftsteller, die sich in ihrem Werk direkt auf Rousseau beziehen, ergänzen das Themenspektrum dieser Spezialausgabe von KULTURPLATZ. Schliesslich interpretiert der Schweizer Rapper und Performance-Poet Jürg Halter alias Kutti MC auf seine eigene Art den Nachhall von Jean-Jacques Rousseau in heutiger Zeit.
Zu Kulturplatz
6.06.2012 - 22.55 Uhr, SF 1
Sternstunde Kunst / SF DOK
Rousseaus Kinder – Ein Reality-Check in Alaskas Wildnis
Der Film ROUSSEAUS KINDER von Monika Schärer untersucht zusammen mit den Kilcher Kindern, die heute alle um die sechzig Jahre alt sind, wie das ‚einfache Leben’ der Eltern ihre Biographien prägt, ob die Abwesenheit der Gesellschaft sie zu ‚besseren Menschen’ machte und wie sich ihr Freiheitsbegriff definiert.
Weitere Termine im TV:
7. Juni 2012 bei DOK um 05.10 Uhr auf SF 1
10. Juni 2012 bei Sternstunde Kunst um 11.55 Uhr auf SF 1
11. Juni 2012 bei DOK um 11.15 Uhr auf SF 1
16. Juni 2012 bei Sternstunde Kunst um 10.00 Uhr auf SF
Mehr zum Film unter Der Dokfilm.
07.06.2012 - 10 Uhr, DRS 2
Reflexe
Mit Jean Jacques im Wald
Was heisst „Verfrühung „ in Zeiten des Frühförderwahns? Wie viel Rousseau steckt in heutigen Waldkindergärten? Eine Erkundungsreise im frühlingshaften Wald mit einem Pädagogikprofessoren, vielen Kindern und ihrem Kindergärtner, Cornelia Kazis.
(Wiederholung: 7.6.2012, 22 Uhr, DRS 2)
Die Sendung zum Nachhören und Details zum Programm finden Sie bei DRS 2.
08.06.2012 - 9 Uhr, DRS 2
Kontext
Müssen Moral und gute Lebensführung übereinstimmen?
Jean Jacques Rousseau ging mit seinem Werk nicht nur als bedeutender Philosoph und Pädagoge in die Geschichte ein, sondern auch als Rabenvater. Seine fünf Kinder kamen allesamt ins Findelhaus. Auch wenn Rousseau diese Aktion zu rechtfertigen suchte, so war er sich im Klaren, dass er hier fundamental versagt hatte. Zumal in den Findelhäusern des 18. Jahrhunderts das Überleben für kleine Kinder höchst ungewiss war. Ist Rousseau mit seiner Philosophie und Pädagogik deshalb weniger glaubwürdig? Ist Rousseaus Leistung im Bereich der Pädagogik geringer, weil er so ein lausiger Vater war? Dazu spricht Angelika Schett mit der Philosophin und Journalistin Barbara Bleisch.
(Wh: 8.6.2012, 18.30, DRS 2)
Die Sendung zum Nachhören und Details zum Programm finden Sie bei DRS 2.
10.6.2012 - 11 Uhr
Sternstunde Philosophie
Der Philosoph Dieter Sturma zu Gast bei Norbert Bischofberger
Erziehung und Politik, die Beschäftigung mit der Natur, das Interesse für den Menschen, seine Natur und seine Freiheit, das sind die zentralen Themen des Philosophen Jean-Jacques Rousseau (1712-1778). Was bleibt vom Aufklärer Jean-Jacques Rousseau, der zu einem Wegbereiter der Französischen Revolution wird? Und was bleibt von seinem Werk? In der Sternstunde Philosophie unternimmt der Philosoph und Rousseau-Kenner Dieter Sturma einen Rückblick auf den gesamten Themenschwerpunkt ‚Rousseau‘ der Abteilung Kultur von SRF und schlägt den Bogen von Rousseaus Naturphilosophie zur heutigen Debatte um Nachhaltigkeit.
Wiederholungen der Sternstunde Philosophie:
Dienstag, 12. Juni 2012 um 12.00 Uhr auf SFinfo
Mittwoch, 13. Juni 2012 um 05.30 Uhr auf SF1
Samstag, 16. Juni 2012 um 08.55 Uhr auf SF1
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Sendezeiten folgen noch...
Lettre à Rousseau
Der Philosoph, Pädagoge und Naturforscher Jean-Jean Jacques Rousseau gilt als ein bedeutender Kopf der Aufklärung. Vor 300 Jahren wurde er in Genf geboren. Im Jubiläumsjahr blicken DRS2, Espace 2, RTR und RTI gemeinsam auf das Werk und das Vermächtnis Rousseaus. Rousseau ist bedeutend ja, aber er ist auch ein Zeitgenosse voller Widersprüche. Seine fünf Kinder schickt er ins Waisenhaus, sein Frauenbild ist aus heutiger Sicht antiquiert. Dafür hat er es gewagt die Königshäuser schon früh zu hinterfragen, von Gottes Gnaden waren die Monarchen aus seiner Sicht sowieso nicht auf die Erde gestellt. Diese Widersprüche und das Revolutionäre von damals, das hat 16 Autoren und Autorinnen aus der Schweiz dazu inspiriert, einen Brief „retour à Rousseau“ zu schreiben. Chatrina Gaudenz, Michèle Binswanger, Vincenzo Todisco, Guy Poitry und viele mehr – alle Autoren blicken vorwärts zurück – und finden heutiges im Früher, früheres im Heute. Eine spannende Auseinandersetzung, in der sich 300 Jahre auf scheinbar in Luft auflösen, wenigstens auf dem Papier. Die Schweizer Schriftseller reiben sich an diesem revolutionären Denker auch heute noch. Warum Rousseau alle Freunde zu Feinden gemacht, warum hat er Erziehung nur auf dem Papier betrieben und stimmt sein Grundatz „der Mensch ist von Natur aus gut“ auch nach dem Wissenschaftscheck von heute? Die Antworten finden Sie in den „lettres à Rousseau „- ein Hörvergnügen! mehr










