Archiv Sendung vom 08.04.2011
Freitag, 8. April 2011, 21.00 Uhr auf SF1
Kinderspital
Kleine Menschen, grosse Schicksale
«Kinderspital» war 1999 die erste Doku-Serie des Schweizer Fernsehens. Die Schicksale vieler Kinder rührten zu Tränen. Für «Fortsetzung folgt» ist Röbi Koller auf den Spuren der Kinder von damals. Was ist aus Carlo geworden, dem Jungen aus dem sterilen Zelt, wie geht es heute Fabian, dem Bündner Buben mit dem Hirntumor und dem kleinen Julian mit seinem Herzfehler?
Im Studio spricht Röbi Koller mit Dr. Ulrich Lips, dem stellvertretenden Direktor des Kinderspitals Zürich.
12 Jahre später sind sie kaum wiederzuerkennen – und voller Leben. «Kispi» nennt man die Universitäts-Kinderklinik Zürich liebevoll. Ein High-Tech-Spital mit Kosenamen. 1800 Fachleute im Dienst von kleinen und kleinsten Patienten.
Julian war erst ein paar Tage alt, als er 1999 am offenen Herzen operiert wurde. Lange war nicht klar, ob das „Herzli“, wie die Babies mit Herzfehlern im Kispi genannt werden, durchkommen würde.
Heute ist Julian ein gesunder fröhlicher Bub. Sein Herz muss jedoch ständig überwacht werden.
Fabian, dem Buben aus dem Bündnerland, der plötzlich zu hinken begonnen hatte, wurde vor 12 Jahren in einer mehrstündigen Operation ein bösartiger Hirntumor entfernt. Aber seine Zukunft war ungewiss.
Heute hat Fabian Freude am Skifahren und macht eine Schreiner Attest-Lehre in Davos. Auch wenn er weiterhin jedes Jahr zu seinem Arzt in Chur zur Kontrolle muss, denkt er nur noch selten an seinen Tumor und seine schwere Zeit im Kinderspital.
Carlo, der mit einem gefährlichen Immundefekt zur Welt kam, überlebte nur dank der Knochenmarkspende seiner Schwester. Er musste wochenlang in einem sterilen Zelt ausharren, bis endlich der grosse Moment kam und er nach Hause durfte. Carlo hatte Glück, er ist heute vollkommen gesund. Und Carlo hat durch seine Krankheit manchen Gleichaltrigen etwas voraus: er hat das Leben und seine Familie wahrhaft schätzen gelernt.










