Archiv Sendung vom 13.04.2012
Freitag, 13. April 2012, 21.00 Uhr auf SF1
Der Arzt und das Nomadenmädchen
Der Schweizer Chirurg Beat Kehrer hat ein Herz für Kinder. In einem mongolischen Spital lernt er 2004 die zehnjährige Saichan kennen, dessen Operation er überwachen wird. Das Nomadenmädchen ist von weither aus der Steppe angereist. Saichan leidet unter einem schweren Geburtsfehler und muss dringend operiert werden. Zwei Welten treffen aufeinander, die verschiedener nicht sein könnten: die Welt des Schweizer Kinderchirurgen und die archaische Welt der Steppenbewohner.
Kehrer und sein Team von Schweizer Chirurgen und Anästhesisten setzen sich in Spitälern der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator für eine Weiterentwicklung der Medizin ein, indem sie mongolische Kolleginnen und Kollegen weiterbilden. Den Rahmen zu dieser freiwilligen Tätigkeit bildet ein Projekt, das von der privaten Stiftung „Swiss Surgical Team“ und von der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) getragen wird.
Sieben Jahre später besucht das Swiss Surgical Team Saichan und ihre Familie wieder in der Jurte. Aus dem Nomadenmädchen ist eine junge, vitale Frau geworden.
Dank der Operation durch die Schweizer Ärzte ist Saichan körperlich nicht mehr eingeschränkt. Nun kann sie wieder Sport treiben, Reiten, Basketballspielen, Tanzen. Saichan hat heute einen Traum: sie will Ärztin werden.
Die Mongolei hat sich stark verändert. Das Land ist reich an Bodenschätzen und entwickelt sich rasant. Ausländische Firmen drängen in das Land, es herrscht Goldgräberstimmung.
Was heisst das für das Swiss Surgical Team? Beat Kehrer reist und arbeitet seit Jahren in der Mongolei, der profunde Kenner ist im Gespräch bei Röbi Koller. Mit dabei ist auch Nicole Gauderon, die Operationsfachfrau reiste zum ersten Mal in die Mongolei.









