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Archiv Sendung vom 27.05.2012

Romy

Samstag, 27.05.2012 um 21:55 Uhr auf SF zwei

Romy Schneiders Todestag jährt sich am 29. Mai 2012 zum 30. Mal. Aus diesem Anlass zeigt SF zwei «Romy», ein dramatisches Biopic über die Schauspielerin, die sich Mitte der 1950er-Jahre als «Sissi» in die Herzen des Publikums spielte und deren kurzes Leben von vielen Höhepunkten, aber vor allem auch vielen tragischen Tiefpunkten geprägt war. Jessica Schwarz brilliert in der Hauptrolle. Sie sieht nicht nur äusserlich der grossen Romy Schneider verblüffend ähnlich, es gelingt ihr auch, einen Einblick in die emotionale Zerbrechlichkeit und Zerrissenheit der Leinwandlegende zu geben, die zeitlebens rastlos auf der Suche nach Glück und Liebe war.

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Nachdem die bekannte Schauspielerin Romy Schneider (Jessica Schwarz) in Paris in einem Taxi zusammengebrochen ist, wird ihr in einer Notoperation eine Niere wegen eines Tumors entfernt. Geschwächt von der OP blickt sie auf ihr bewegtes Leben zurück.

Als Rosemarie Magdalena Albach 1938 in Wien geboren wächst Romy bei den Grosseltern auf deren Landgut am Königssee auf. Ihre Schauspieler-Eltern Wolf Albach-Retty (Karlheinz Hackl) und Magda Schneider (Maresa Hörbiger) sind viel zu sehr mit sich und ihrer Schauspielkarriere beschäftigt, als dass sie sich um Romy und deren Bruder kümmern könnten. Ihre erste Rolle erhält die 15jährige denn auch an der Seite ihrer Mutter in «Der weisse Flieder blüht». Damit wird Romy schlagartig bekannt. Magda Schneiders zweiter Ehemann, Hans Herbert Blatzheim (Heinz Hoenig), nimmt sich als Manager ihrer weiteren Karriere an. Er verschafft ihr die Rolle in «Sissi», mit der sie 1955 endgültig den Durchbruch schafft. Doch nach zwei weiteren «Sissi»-Filmen hat Romy genug: Sie sagt sich von ihrem Stiefvater los und beschliesst, in Frankreich ihr Glück zu versuchen.

Während des Drehs zum Liebesmelodram «Christine» lernt sie ihre grosse Liebe kennen: Alain Delon (Guillaume Delorme). Die Beziehung zu ihm ist von grosser Leidenschaft, aber auch von Eifersucht geprägt. Als sich Delon 1964 von ihr trennt, unternimmt sie in ihrer Verzweiflung einen Selbstmordversuch. Es folgt eine Ehe mit dem deutschen Schauspieler Harry Meyen (Thomas Kretschmann), und 1966 kommt ihr gemeinsamer Sohn Christopher auf die Welt. Doch Romys neues Glück währt nicht lange, denn Meyen, durch seine künstlerischen Misserfolge verbittert, gibt sich immer mehr seiner Alkohol- und Tablettensucht hin. Romy ihrerseits ist in Frankreich längst ein gefeierter Star und erhält 1976 sogar den französischen César.

Nach der Scheidung von Meyen folgt eine Beziehung zum elf Jahre jüngeren Daniel Biasini, Vater ihrer Tochter Sarah Magdalena. Doch auch diese Beziehung hält nicht, und der tragische Unfall ihres Sohnes wirft sie gänzlich aus der Bahn. Am 29. Mai 1982 stirbt eine der grössten deutschen Leinwandlegenden, die sich selber gerne als Österreicherin bezeichnet, mit knapp 44 Jahren.