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Dokumentarfilmsommer 2012

Montag 22:20

Sommerdoks 2012

Die TV-Premieren der Schweizer Kinodokumentarfilme

Auch diesen Sommer lanciert das Schweizer Fernsehen eine Reihe von TV-Premieren erster Güte.

Der Dokumentarfilmsommer zeigt die erfolgreichsten und hochstehendsten Schweizer Kinodokumentarfilme, die von SRF im Rahmen des pacte de l’audiovisuel koproduziert wurden. Darunter natürlich „Die Kinder vom Napf“ von Alice Schmid, jene berührende Beobachtung von Bauernkindern im Napfgebiet, der den Publikumsnerv getroffen hat und mit über 70‘000 Eintritten der erfolgreichste Schweizer Dokumentarfilm seit vielen Jahren ist. Ein weiterer Kinohit: „Hoselupf“, der Versuch des Komikers Beat Schlatter hinter die Geheimnisse der besten Schweizer Schwinger zu kommen. Der Recherche- und Reportagefilm „Bottled Life“ deckt dann die Praktiken des Nahrungsmulti Nestlé im Wassergeschäft auf. Und „Cleveland versus Wallstreet“ von Jean-Stéphane Bron entlarvt das Gebaren der Wallstreet-Banker im US-Hypothekargeschäft vor dem grossen Crash. Zum Schluss der Reihe zeigt SRF das grosse Kinoporträt  von Albert Hofmann, dem Entdecker des LSD.

Mit dem Bauch durch die Wand von Anka Schmid

Montag, 2.7.2012 um 22.20 Uhr auf SF1

Frauen kriegen Kinder. Doch ist man, wie Sandra, Jasmine und Jennifer noch keine achtzehn, wenn der Bauch zu wachsen beginnt, wird man schief angeschaut. Und ist das Baby geboren, stellt sich heraus, dass das Leben mit Kind einiges herausfordernder ist, als man sich dies in seinen rosaroten Teenager-Träumen ausmalte. Eine erfrischende Langzeitstudie über drei blutjunge Mütter, ihre Kinder und deren Väter. Ein Film über erste grosse Lieben, Berufspläne und Zukunftsträume. Aber vor allem über die Courage und die unerschütterliche Zuversicht, die es braucht, wenn man in einem Alter, in dem andere unbeschwert das Jungsein geniessen, bereits Verantwortung für ein Kind übernimmt.

Cleveland versus Wall Street von Jean-Stephan Bron

Montag, 9.7.2012 um 22.20 Uhr auf SF1

Am 11. Januar 2008 klagt die Stadt Cleveland gegen 21 Banken, die sie für die verheerenden Auswüchse der Immobilienkrise verantwortlich macht. Doch Wall Street verhindert die Eröffnung des Prozesses. Cleveland versus Wall Street erzählt die Geschichte eines Gerichtsverfahrens, das hätte durchgeführt werden müssen. Es ist ein Film-Prozess, doch die Protagonisten sind real, die Story, Beweise und Zeugenaussagen sind Wirklichkeit. Ein packender Film  über die skrupellosen Machenschaften der Banken von Jean-Stéphane Bron, Regisseur von Mais im Bundeshuus.

Hoselupf oder wie man ein Böser wird von This Lüscher

Montag, 16.7.2010 um 22.20 Uhr auf SF1

«Hoselupf» ist eine dokumentarische Hommage an den Schweizer Nationalsport Nummer Eins: Schwingen. Augenzwinkernd aber gleichwohl seriös, macht sich Komiker und Schwinglaie Beat Schlatter auf die Suche nach der Seele und der Faszination des Schwingens. Schlatter findet dabei seine eigene Lust aufs Sägemehl, trainiert eine Saison lang und kämpft am Eidgenössischen gegen einen Jungschwinger um seine Ehre.

Die Kinder vom Napf von Alice Schmid

Montag, 23.7.2011 um 22.20 SF1

50 Bergbauernkinder, 10 km Schulweg, mitten im Herzen der Schweiz. Frühmorgens müssen die Kinder los um rechtzeitig in die Dorfschule zu kommen.  Im Winter durch hohen Schnee, im Sommer über saftige Wiesen. Nachmittags zurück zum Bauernhof, wo jedes Kind sein Ämtli hat. „Wenn wir metzgen, muss man zuerst den Kopf abhauen. Dann macht es päng.“ Kilian (6) weiss wovon er spricht. Schon früh treten die Kinder in die Stapfen des Bergbauernberufes. Die Geschichte führt uns von Hof zu Hof in ein isoliertes, aber auch geborgenes Leben.

Unser Garten Eden von Mano Khalil

Montag, 30.7.2012 um 22:20 aus SF1

Der Schrebergarten gehört zur Schweizer Identität wie Fondue, Schokolade und die Gemeinschafts-Waschküche. Hier reiht sich Oase an Oase, und der Schweizer Ordnungssinn trifft auf fremdländisches Improvisationstalent. Unter dem Blick des Regisseurs Mano Khalil wird der Schrebergarten zum Mikrokosmos. Hier beackern Menschen unterschiedlicher geographischer, religiöser, sozialer und politischer Herkunft Seite an Seite ihre Parzellen. Menschen aus unterschiedlichsten Ländern geniessen in einem bunten Neben- und Miteinander die Freiheit über ihre persönliche Oase. Der Dokumentarfilm gewann den Civis Fernsehpreis 2012. Der von der europäischen Civis-Stiftung verliehene Preis zeichnet jährlich Programmbeiträge aus, die Integration und kulturelle Vielfalt in Europa fördern.

Bottled Life von Urs Schnell

Montag, 6.8.2012 um 22:20 auf SF1

Wie verwandelt man Wasser in Geld? Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: Nestlé. Dieser Konzern dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser. Der Schweizer Journalist Res Gehriger macht sich auf, einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengeschäfts zu werfen. Nestlé blockt ab. Es sei der falsche Film zur falschen Zeit, heisst es in der Konzernzentrale. Doch der Journalist lässt sich nicht abwimmeln. Er bricht auf zu einer Entdeckungsreise, recherchiert in den USA, in Nigeria und in Pakistan. Die Expedition in die Welt des Flaschenwassers verdichtet sich zu einem Bild über die Denkweisen und Strategien des mächtigsten Lebensmittelkonzerns der Welt.

The Substance - Albert Hoffmanns LSD von Martin Witz

Montag, 13.8.2012 um 22:20 auf SF1

Die LSD Story von Ihren Anfängen bis heute.

Ein Bruchteil eines Milligramms… und alles ist anders. Der Chemiker Albert Hofmann stösst im Frühjahr 1943 per Zufall auf eine bisher unbekannte Substanz. Nach einem gewagten Selbstversuch begreift er schnell, dass er es mit einem extrem potenten Wirkstoff zu tun hat. Was er nicht ahnen kann, sein LSD wird die Welt verändern. Nach ersten klinischen Tests in der Schweiz beschliesst die Firma Sandoz, LSD zur Produktion freizugeben. Das neuartige Medikament stösst bei Psychiatern in aller Welt auf enormes Interesse. Es dient als Werkzeug, um die Funktionsweise der menschlichen Psyche zu entschlüsseln. Als die „Atombombe“ des Geistes anfangs der 60er Jahre aus den Kliniken entweicht geht es erst richtig los. LSD scheint wie geschaffen für die Aussteiger aus der Wohlstands-gesellschaft. Doch auch das Militär und die Geheimdienste interessieren sich für die Substanz.  Die Geschichte rund um den wohl schrägsten Exportartikel der Schweiz wird vom 100 jährigen Albert Hofmann selbst kommentiert. – ein letzte langes Interview.