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John Waters über «Cecil B. DeMented»

Michel Bodmer: Wie hat wohl Pauly Shore auf den Scherz über seine Filme reagiert?

John Waters: Pauly hatte Patty Hearst in einem seiner Filme; ich denke, er würde es als Tribut auffassen. Ich mache mich nur lustig über Dinge, die ich mag.

MB: Dann mögen Sie «Forrest Gump»?

JW: (zögert, seufzt) Na ja... Jetzt haben Sie mich erwischt. Sagen wir's mal so: «Forrest Gump» war die perfekte Zielscheibe, wenn man Terrorist sein wollte, weil der Film in finanzieller Hinsicht unglaublich erfolgreich war und Oscars gewonnen hat. Gibt es ein besseres Ziel? Es ist wie der World Trade Center, wenn man ein Gebäude in die Luft sprengen wollte.

MB: Wenn Sie jemanden kidnappen und in Ihren Film stecken möchten, wer müsste das sein?

JW: Das hab ich doch getan – Melanie. (lacht) Ich denke, es wäre Meryl Streep, denn ich meine, das wäre die grösste Ironie überhaupt, wenn Meryl Streep eine trashige Frau aus Baltimore spielen müsste. Mit einem Baltimore-Akzent. Mal sehen. Ich hätte sehr gerne die Frau aus «La dolce vita», wie hiess sie noch? Anita Ekberg. Sie ist neulich nach Amerika gekommen und hat überall total fiese Presseinterviews abgegeben. Sie sagte immer: «Warum gibt's hier Wasser? Wer will schon Wasser trinken? Wo ist der Wein?» (lacht) Die hat mir also wirklich gefallen; sie hat sich ein wenig wie Honey Whitlock am Anfang des Films aufgeführt.