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Interviews zu «The Pledge»

Michel Bodmer, Redaktionsleiter Film und Serien, führte Interviews mit Sean Penn, Robin Wright Penn und Aaron Eckhart anlässlich der Premiere von «The Pledge» in Cannes im Mai 2001.

Interview mit Sean Penn

Michel Bodmer: Dürrenmatt ist in den USA kein Begriff. Wie sind Sie zu dem Stoff gekommen?

Sean Penn: Als ich «The Crossing Guard» mit Jack Nicholson drehte, neigte er dazu, auf dem Set Thriller zu lesen, um sich zu entspannen und zu zerstreuen. Weil ich es für unwahrscheinlich hielt, dass ich nach «The Crossing Guard» noch einmal ein Stück schreiben könnte, das sich für jemanden, der älter als ich ist, eignen würde - «The Crossing Guard» war in dieser Hinsicht eine Art Anomalie -, fragte ich meinen Partner Michael Fitzgerald, der meine Sensibilitäten ziemlich gut kennt, ob er etwas im Bereich des Kriminalromans kenne, das meinen Interessen entgegen käme. Diese gelten nicht dem Genre an sich. Er dachte, «Das Versprechen» würde dem entsprechen. Er gab mir das Buch, und ich las es.


MB: Wie sind Sie auf diese Drehbuchautoren gekommen? Die scheinen aus dem Nichts aufgetaucht zu sein.

SP: Jerzy Kromolowski hatte eine Adaption von García Marquéz' «Herbst des Patriarchen» geschrieben, mit der wir eine Weile lang in Gedanken gespielt hatten. Das war eine ganz erstaunliche Adaption gewesen, und als wir dann mit ihm über «Das Versprechen» sprachen, hatte er ein paar sehr gute Ideen zur Struktur, und die hat er dann umgesetzt...

Interview mit Robin Wright Penn

Michel Bodmer: Sie haben nun bereits zum zweiten Mal mit ihrem Mann als Regisseur gearbeitet. Wie sind Sie zu dem Projekt gekommen? Schon früh oder erst später?

Robin Wright Penn: In der letzten Minute. Etwa einen Monat vor Drehbeginn haben wir das beschlossen. Ich würde ja eh da sein (lacht); da konnte ich ebensogut arbeiten und ein bisschen Geld verdienen. - Nein, nein.


MB: Hatten Sie Input in die Figur?

RWP: Wir mussten diese Figur von null auf erschaffen. Denn ich war eine Fehlbesetzung. Wir brauchten eine Frau, die körperlich anders war. Und ich konnte diesen Punkt nicht erreichen. Ich war so scheiß sauer, dass ich das nicht erreichen konnte. Wir fingen an, darüber zu reden, und kamen darauf, mich auszupolstern, das mit dem Zahn zu machen, und so weiter. Die Haare zu färben, war eine große Hilfe...

Interview mit Aaron Eckhart

Michel Bodmer: Sie haben viel Theater gespielt; waren Sie vor diesem Projekt mit Friedrich Dürrenmatts Werk vertraut?

Aaron Eckhart: Nein, eigentlich nicht.

MB: Wie sind Sie zu diesem Projekt gekommen?

AE: Sean hat mich angerufen und gefragt, ob ich ein Vorsprechen für einen neuen Film machen würde. Das Projekt war mir unbekannt, aber er hatte bereits Vanessa Redgrave, Mickey Rourke und Jack Nicholson verpflichtet, und so ist mir die Entscheidung nicht schwer gefallen. Ich habe sofort zugesagt...