Papagei, einsam, sucht...
Papagei, einsam, sucht...
Papagei Romeo liebte jahrelang nur seinen Besitzer Santino und war rasend eifersüchtig auf dessen Freundin. So sehr, dass er die Nebenbuhlerin regelmässig biss. Das musste sich ändern. Also kam Romeo in die Papagei-Auffangstation Matzingen, um dort eine neue Liebe zu finden. Nach drei Monaten schwebt Romeo auf Wolke sieben. Doch nun trifft der Papagei erstmals wieder seinen einst so heissgeliebten Besitzer.
Hier im Blog hielten Cathrin Zimmermann von der Auffangstation Matzingen und «Einstein» regelmässig fest, wie es Romeo in den "Dating-Ferien" erging.
Dienstag, 06.03.2012 | Der ultimative Liebesbeweis
Cathrin Zimmermann
Es war lange nicht viel los im Papageienkäfig. Aber diese Vögel lassen sich bekanntlich sehr viel Zeit auf der Suche nach der grossen Liebe. Doch heute habe ich Romeo und Razaki endlich "erwischt", als sie sich gegenseitig fütterten. Das ist in meinen Augen der Liebesbeweis schlechthin! Als ich den zwei Turteltäubchen jedoch etwas näher gekommen bin, hörten sie mit dem hervorwürgen des Futters sofort auf und starrten mich mit grossen Augen an. Ganz nach dem Motto: „Oh, wir sind erwischt worden!“
Nach diesem schönen Moment ist für mich ganz klar, dass die zwei zusammen gehören und zu Romeos Besitzer Santino nach Hause gehen dürfen. Happy End!
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Mittwoch, 15.02.2012 | Duschtag bei den Papageien
Cathrin Zimmermann
Romeo und Razaki sind weiterhin zusammen unterwegs. Egal ob am Boden des Käfigs, beim Fressen oder beim Schlafen – sie sind unzertrennlich. Was ich jedoch noch nicht gesehen habe, ist die gegenseitige Gefiederpflege, die quasi das eindeutige Indiz für die „grosse Liebe" wäre. Romeo ist zudem noch immer eine kleine Furie. Wir Pflegerinnen müssen uns höllisch in Acht nehmen, um nicht gebissen zu werden. Denn Romeo reagiert furchtbar bissig und aggressiv, wenn jemand auch nur in die Nähe des schönen Razakis will.
Auf diesem Foto sieht man den pudelnassen Romeo. Heute war Duschtag im Papageienkäfig.
Es macht den Vögeln tierischen Spass, sich vom warmen Wasser berieseln und die Federn waschen zu lassen. Auch Razaki hat seine Flügel sofort geöffnet, um auch richtig schön erfrischt zu werden. Romeo war dagegen anfänglich noch etwas wasserscheu und flüchtete in die oberste Ecke des Käfigs. Aber nach einer Weile flatterte der Graupapagei dann doch noch unter die Dusche und genoss den warmen Regen - vielleicht weil Romeo für Razaki schön frisch riechen wollte. ;-)
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Freitag, 27.01.2012 | Romeo hat einen Vogel..
Cathrin Zimmermann
Romeo hat sich in den letzten Tagen richtig verändert. Vor allem den Menschen gegenüber gibt sich der Vogel aggressiv, ganz besonders wenn Liebling Razaki in der Nähe ist. Kann sein, dass Romeo seine neue Liebe einfach verteidigen will und deshalb so giftig reagiert. Ich wollte ein Video drehen, um Romeos Ausraster zu dokumentieren. Da man aber immer ein Auge auf den "Kampfvogel" haben muss, ist mir dies leider nicht gelungen. Heute hat sich Romeo auch gegenüber Flori, einer Doppelgelbkopf-Amazone, recht aggressiv verhalten. Diesen Moment konnte ich festhalten:
Wir lassen nun Romeo und Razaki noch etwas Zeit, damit sich die tierische Liebe zwischen den beiden Papageien festigen kann. Und ich hoffe natürlich, dass Romeo seine üble Laune bald wieder verliert.
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Freitag, 20.01.2012 | All you need is love..
Cathrin Zimmermann
Es wird immer heisser im Papageienkäfig. Romeo teilt seit neustem sogar sein Futter mit dem schönen Razaki. Und das bedeutet bei einem so verfressenen Vogel wie Romeo sehr viel.
Die grösste Veränderung habe ich jedoch gestern zu spüren bekommen. Romeo hat zu Beginn seines Aufenthalts hier in der Auffangstation oft den Kontakt zu mir gesucht. Dies ist in den letzten Tagen immer weniger geworden und gestern hat Romeo mir ziemlich eindeutig zu verstehen gegeben, dass ich mittlerweile alles andere als hoch im Kurs bin. Romeo hat mit offenem Schnabel gedroht und sich anschliessend demonstrativ zu Razaki gesetzt. In meinen Augen ist das ein sehr gutes Zeichen, dass Romeo sich lieber mit Razaki abgibt und den Kontakt zu mir nicht mehr sucht. Ich glaube immer mehr, dass sich hier eine schöne Liebesgeschichte anbahnt. Fortsetzung folgt…
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Mittwoch, 11.01.2012 | Jetzt wird's ernst...
Cathrin Zimmermann
Romeo hat sich heute mal wieder auf dem Futternapf platziert und sich den Bauch vollgeschlagen. Graupapagei Razaki näherte sich darauf langsam, doch Romeo war noch nicht weit genug, um mit ihm das Futter (Romeo denkt, dass der ganze Napf ihr Eigen sei) zu teilen. Doch nach dem Fressen durfte Razaki ziemlich nahe an die Papagei-Dame Romeo ran und die beiden haben sich erste verführerische Blicke zugeworfen. Razaki hat Romeo sogar den Kopf zum Kraulen hingehalten, doch der wusste nicht so recht, was damit anfangen. Aber immerhin endlich erste ernsthafte Annäherungsversuche. Ich bin gespannt, ob der schöne Razaki in den nächsten Tagen endgültig bei Romeo landen kann…
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Mittwoch, 04.01.2012 | Romeo flirtet
Cathrin Zimmermann
Romeo ist fit und munter. Aber für das neue Jahr hat der Papagei glaube ich keinen guten Vorsatz gefasst, denn er ist verfressen wie bis anhin. :-))
Anders sieht es bei der Liebe aus. Offenbar hat er sich diesbezüglich einen Vorsatz gefasst. Mit der Blaustirnamazone Cora ist Romeo heute erstmals in Kontakt getreten. Leider sind die Flirtversuche bisher auf nicht allzu viel Gegenliebe gestossen. Cora macht sich rar - zumindest noch.
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Sonntag, 01.01.2012 | Liebeskummer?
«Einstein»
Romeo ist wunderbar ins neue Jahr geflattert. Aber es scheint, als würde Romeo ein wenig seinem geliebten Besitzer Santino nachtrauern. Denn so richtig offen für eine neue Liebe ist die Papagei-Dame nicht. Mit dem schönen Razaki hat Romeo zwar schon beim Futtertrog gesessen, aber das war's dann auch. Mittlerweile gibt's nur noch den kalten Flügel für Razaki.
Ob sich daran noch etwas ändert? Falls nicht, gibt es nächste Woche neue Hoffnung. Denn ein weiterer Graupapagei soll für einen "Dating-Urlaub" in der Auffangstation eintreffen. Mal sehen, ob sich die Diva Romeo dann bezirzen lässt.
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Mittwoch, 28.12.2011 | Annäherungsversuche...
Cathrin Zimmermann
Romeo geht es sehr gut. Er wird mit jedem Tag frecher und traut sich auch langsam in die Nähe der anderen Vögel.
Nicky, der eine Graupapagei, und Romeo sind oft gleichzeitig am Boden anzutreffen. Jedoch wird Romeo von Nicky immer etwas herum gescheucht. Mit dem schönen Artgenossen Razaki ist er erstmals auf Tuchfühlung gegangen.
Dass Romeo und Razaki gemeinsam so nah beim Futtertrog sind, ist sicher kein schlechtes Zeichen.
Romeo sucht zudem auch häufiger den Kontakt zu mir. Dies muss ich jedoch etwas unterbinden, da er sich sonst zu fest an mich bindet und sich keinen Vogel als Partner aussucht. Sein neuer Lieblingsplatz ist direkt beim Futtergeschirr - da verpasst er auch kein "Körnli". Er ist richtig verfressen.
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Donnerstag, 22.12.2011 | Romeo ist eine Julia!
«Einstein»
In der Auffangstation Matzingen wurde zum ersten Mal Romeos Geschlecht per Bluttest abgeklärt. Sein Besitzer ging jahrelang davon aus, dass er ein Männchen ist. Aber nichts da: Romeo ist tatsächlich eine Dame. Nichtsdestotrotz will es sein Halter Santino beim Namen Romeo belassen.
Für die Partnersuche in der Auffangstation ändert sich dadurch nichts. Romeo hat dort die freie Wahl zwischen Männchen und Weibchen.
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Donnerstag, 22.12.2011 | Ankunft im "Dating-Camp"
Cathrin Zimmermann
Romeo ist die ersten Tage nur auf seinem Lieblingsast ganz oben gesessen und hat sich fast ausschliesslich zum Fressen und Trinken bewegt. Von seinem Platz aus hatte er den Überblick und konnte sich aus dem Staub machen, falls ihm einer der anderen Vögel zu nahe kam. Er ist ein bisschen ein "Schisshase".
Mittlerweile hat er aber endlich angefangen, seine Umgebung zu erkunden. Vor allem am Boden fand er es sehr interessant. Er hat die Holzschnitzel auseinander genommen und gescharrt wie ein Wilder. Hier einige Videoaufnahmen:
Aber das war's dann auch. Viel mehr als auf dem Video hat er bisher nicht angestellt. Auch mit den anderen Vögeln hat Romeo noch keinen Kontakt aufgenommen. Die grosse Liebe lässt auf sich warten...
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Montag, 19.12.2011 | Romeo verlässt seine Voliere
«Einstein»
Graupapagei Romeo macht sich auf den Weg. Er verlässt sein trautes Umfeld und muss sich auch von seinem Besitzer Santino trennen. Schwierig für beide. Denn Santino hat seinen Romeo in den letzten Jahren kaum länger als einige Stunden aus den Augen gelassen.
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(tm)



