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ECO vom 06.02.2012

Aktuelle Sendung

- US- Steuerstreit Der Steuerstreit bezogen auf die Schweiz dreht sich vor allem um rund 20000 ausländische Unternehmen, die in der Schweiz vom Steuerwettbewerb unter den Kantonen profitieren können. Je nach Niederlassungskanton können die Unternehmen von aussergewöhnlich tiefen Steuersätzen profitieren.

Ausländische Firmen mit Sitz in der Schweiz, die in der Schweiz aber nicht oder kaum tätig sind, erhalten von den meisten Kantonen auf ihre im Ausland erzielten Gewinne grosse Steuerrabatte. Der effektive Steuersatz ist von Kanton zu Kanton zwar unterschiedlich, im Durchschnitt liegt er aber bei bloss rund 10 Prozent. Der Steuersatz für Schweizer Firmen liegt dagegen bei rund 21 Prozent. Die EU empfindet diese unterschiedliche Behandlung als unzulässig. Dies widerspreche dem Freihandelsabkommen von 1972, da dadurch der freie Warenverkehr verzerrt werde. Den EU-Staaten, in denen die betreffenden Firmen ihre Gewinne erzielen, entgehen Steuereinnahmen in Milliardenhöhe.

Der Steuerstreit bezieht sich aber auch auf den wachsenden Druck von Nachbarländern der Schweiz und der OECD auf die Schweiz, das Bankgeheimnis zu lockern. Die Schweiz macht Zugeständnisse und künftig gibt es die umstrittene Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug gegenüber dem Ausland nicht mehr. Das Einlenken hat bereits Folgen: Ende September wurde die Schweiz von der grauen Liste der OECD gestrichen. Sie gilt nun nicht mehr als Steueroase.

Steuerstreit
: Ausweglose Situation
- US-Bürokratiemonster Fatca
- Schild: Modehaus im Wandel mehr

Video          Ex-Roche-Manager Kuno Sommer über seine Haft-Zeit

Zum Beitrag «US-Steuerstreit: Ausweglose Situation» (06.02.2012)

«Das würde jedem Banker guttun»

Kuno Sommer, ehem. Konzernleitungsmitglied Roche

Rückblickend beurteilt Kuno Sommer seine Gefängnis-Haft als «wertvollste Zeit in seinem Leben» – auch wenn er anfangs nicht glauben konnte, tatsächlich hinter Gitter zu müssen. Das Interview mit dem ehemaligen Roche-Spitzenmanager.

Video          Hans-Joachim Jäger, Ernst amp Young, über Fatca

Zum Beitrag «US-Bürokratiemonster Fatca» (06.02.2012)

«Verlängerter Arm des IRS»

Hans-Joachim Jäger, Ernst & Young

Der Partner von Ernst & Young erklärt die Konsequenzen des US-Gesetzes Fatca. Schweizer Banken haben keine anderen Wahl, als mitzumachen – auch wenn die Umsetzung Kosten im 2-stelligen Millionenbereich nach sich ziehen kann.

Dossiers

USA: Schulden und Steuerstreit

Video-Dossier

«ECO» verfolgt von Beginn an die Vorgänge jenseits des Atlantiks und den Zwist mit der Schweiz. Alle Beiträge sind hier zusammengestellt. mehr

Übersicht

Im Herbst zu warm, im Winter zu kalt – Wetter drückt Umsatz von Schild

Um bis zu 30 Prozent ist der Umsatz der Schweizer Bekleidungsbranche im vergangenen Herbst eingebrochen. Das betrifft auch das Modehaus Schild. Aber: Man habe sich besser gehalten als der Rest der Branche, gibt das Unternehmen heute bekannt. mehr

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Reto Lipp zur Wegelin-Anklage: «Katastrophale Fehleinschätzung der Chefs»

Jetzt ist sie offiziell beschuldigt. Der Bank Wegelin wird von den USA vorgeworfen, US-Staatsbürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. SF-Wirtschaftsexperte Reto Lipp sagt im Interview, welches die Konsequenzen sind für die Rest-Wegelin, für die Raiffeisen-Gruppe und für den Finanzplatz Schweiz. mehr

Reto Lipp schreibt im Wirtschaftsblog

Wer zweimal den gleichen Fehler macht, ist unbelehrbar

«Keine Frage: Fehler machen darf jeder. Auch Schweizer Banken. Das Problem ist nur, dass, wer zweimal den gleichen Fehler macht, schlicht lernunfähig ist. Wer 2008 nach dem Fall der UBS noch geglaubt hat, man könne mit US-Steuerflüchtigen Geschäfte machen und dazu das Bankgeheimnis Das Bankgeheimnis verpflichtet die Banken zur Verschwiegenheit über die persönlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse ihrer Kunden gegenüber Aussenstehenden (Eltern, Betrieb, Steuerbehörden usw.). Das Bankgeheimnis ist in der Schweiz gesetzlich geregelt. Bankgeheimnis benutzen, der hat es nicht geschafft, aus der Vergangenheit zu lernen.» mehr

Übersicht

Schweiz hat im US-Steuerstreit keine Wahl

Credit Suisse, Basler Kantonalbank, Wegelin – die Liste der Schweizer Banken im Fokus der US-Justiz ist lang. Die Schweiz habe keine andere Möglichkeit als im Steuerstreit Der Steuerstreit bezogen auf die Schweiz dreht sich vor allem um rund 20000 ausländische Unternehmen, die in der Schweiz vom Steuerwettbewerb unter den Kantonen profitieren können. Je nach Niederlassungskanton können die Unternehmen von aussergewöhnlich tiefen Steuersätzen profitieren.

Ausländische Firmen mit Sitz in der Schweiz, die in der Schweiz aber nicht oder kaum tätig sind, erhalten von den meisten Kantonen auf ihre im Ausland erzielten Gewinne grosse Steuerrabatte. Der effektive Steuersatz ist von Kanton zu Kanton zwar unterschiedlich, im Durchschnitt liegt er aber bei bloss rund 10 Prozent. Der Steuersatz für Schweizer Firmen liegt dagegen bei rund 21 Prozent. Die EU empfindet diese unterschiedliche Behandlung als unzulässig. Dies widerspreche dem Freihandelsabkommen von 1972, da dadurch der freie Warenverkehr verzerrt werde. Den EU-Staaten, in denen die betreffenden Firmen ihre Gewinne erzielen, entgehen Steuereinnahmen in Milliardenhöhe.

Der Steuerstreit bezieht sich aber auch auf den wachsenden Druck von Nachbarländern der Schweiz und der OECD auf die Schweiz, das Bankgeheimnis zu lockern. Die Schweiz macht Zugeständnisse und künftig gibt es die umstrittene Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug gegenüber dem Ausland nicht mehr. Das Einlenken hat bereits Folgen: Ende September wurde die Schweiz von der grauen Liste der OECD gestrichen. Sie gilt nun nicht mehr als Steueroase.

Steuerstreit
zu kooperieren, sagt US-Professor Alfred Mettler gegenüber «ECO». Ihre Verhandlungsposition ist denkbar ungünstig. mehr

Auszeichnungen

Reto Lipp ist Wirtschaftsjournalist des Jahres

Mehr als 1500 Medienschaffende haben Reto Lipp in der Kategorie «Wirtschaft» zum Journalisten des Jahres 2011 gewählt. Der «ECO»-Moderator freut sich sehr, betont aber: «Es ist natürlich nicht nur ein Preis für mich.» mehr

Lipps Buchtipp im Februar 2012: Der Westen und der Rest der Welt

Buchtipp

Lipps Buchtipp im Februar: Der Westen und der Rest der Welt

Die Geschichte vom Wettstreit der Kulturen
von Niall Ferguson

Reto Lipp: «Die entscheidenden Fragen für die nächsten Jahrzehnte»

Schatzinseln

Wie Steueroasen die Demokratie untergraben

von Nicholas Shaxson

Autor Nicholas Shaxson spricht unliebsame Wahrheiten deutlich aus und stellt die Betroffenen – in diesem Fall ganze Staaten – unbarmherzig an den Pranger. Das Buch ist spannend zu lesen und sinnvoll aufgebaut, auch wenn Shaxson recht häufig die moralische Keule schwingt. mehr

Tagesschau

WEF 2012: Alle Interviews

Stephan Klapproth und Reto Lipp haben im Open-Air-Studio Wirtschaftsgrössen aller Branchen getroffen. Haben Sie ein Gespräch verpasst? Hier sind alle Interviews zusammengestellt. mehr

Immobilien

Immobilien: Jetzt steigen die Preise auch im Thurgau

«Das hat mich selbst überrascht», sagt Immobilien-Experte Donato Scognamiglio im Quartalsinterview mit «ECO Online». Die hohen Preise für Wohneigentum schwappen von den Zentren in die Nebenregionen. Solothurn und Thurgau verzeichnen im 4. Quartal 2011 markante Anstiege. mehr

Style

Der Kälte trotzen

Der Winter kündigt sich an. Aber welche Jacke ist die richtige gegen das Frieren? Komponenten-Mantel, Daunen-Jacke, Lammfell-Mantel – Reto Lipp holt sich Tipps von seinem Stylisten. mehr

Style

Styling-Tipps bei DRS 3

Eigentlich sieht es ja recht einfach aus – Frauen wie Männer tragen einen mittelgrauen Anzug und Hemd oder Bluse, dazu eine Krawatte oder ein Foulard – und fertig ist das Business Outfit. Was soll da noch schief gehen? Von Jeroen van Rooijen.

Hinter den Kulissen

Moderationen im Green Room: Echte Täuschung

Reto Lipps Moderationen zur «ECO»-Sondersendung zum Thema Arbeit entstanden in einem Green-Screen-Studio, einem vollständig grünen Raum. Die Bild-Hintergründe folgten am Schnittplatz.

ECO kompakt

Wirtschaft dosiert

Was sind die Kondratieff-Zyklen? Wofür ist Keynes berühmt?

Wirtschaftswissen schnell und anschaulich vermittelt, in der Rubrik «ECO kompakt». mehr