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Immobilien

Nationalbank nimmt Banken bei Hypotheken nicht an die Zügel

Montag, 27. August 2012, 10:40 Uhr, Aktualisiert 14:28 Uhr

Sie hatte extra ein neues Instrument geschaffen, um die Banken bei der Vergabe von Immobilien-Krediten zu bremsen. Heute, Montag, verkündet die Schweizerische Nationalbank (SNB): Sie wird vorerst keinen Antrag auf die Anwendung des antizyklischen Kapitalpuffers stellen. Dennoch sagt SNB-Präsident Thomas Jordan im Interview mit «ECO»: «Wir geben überhaupt keine Entwarnung.»

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SNB-Präsident Thomas Jordan über die Nicht-Anwendung des antizyklischen Kapitalpuffers

Bereits mehrfach hat die Schweizerische Nationalbank vor einer Immobilienblase in der Schweiz gewarnt. Im Juni informierte sie über die Umsetzung des so genannten «antizyklischen Kapitalpuffers» in der Schweiz. Damit soll ein exzessives Kreditwachstum bei den Banken vermindert werden.

Die Schweizerische Nationalbank hat entschieden, dem Bundesrat vorerst keinen Antrag auf Aktivierung des Kapitalpuffers zu stellen. Als Gründe gibt sie zwei Ankündigungen vom 1. Juni 2012 an: 1. Eine Verschärfung der Eigenmittel-Anforderungen für Hypothekar-Kredite. 2. Eine Revision der Selbstregulierung im Hypothekar-Bereich. 

Die SNB sehe darin eine «dämpfende Wirkung» auf Immobilienpreise und Hypotheken Finanziert eine Bank langfristige Hypotheken mit kurzfristigen Einlagen, kann sie in Bedrängnis geraten.

(Sendung vom 13.09.2010)
Hypotheken
. Zudem habe sie für das 2. Quartal 2012 Hinweise auf «eine mögliche Verlangsamung der Dynamik».

Keine Entwarnung

Sie mahnt aber, diesen Entscheid «nicht als Entwarnung» aufzufassen. «Aufgrund des weiterhin ausserordentlich tiefen Zinsniveaus und der Anzeichen eines tendenziell hohen Risiko-Appetits bei der Vergabe von Hypothekar-Krediten bleibt die Gefahr eines weiteren Aufbaus der Fehlentwicklungen mit den damit verbundenen Risiken für die Finanzstabilität gross», schreibt die Nationalbank in einer Mitteilung.

Bild Schweizerische Nationalbank SNB
Kein Antrag, aber dennoch keine Entwarnung: Die Schweizerische Nationalbank entscheidet sich vorerst gegen die Umsetzung des antizyklischen Kapitalpuffers. reuters

Der Kapitalpuffer ist Teil des Basel-III-Regelwerks und wird in den nächsten Jahren in zahlreichen Ländern eingeführt. Die maximale Höhe ist auf 2,5 % der gesamten inländischen risikogewichteten Aktiven Eine Bilanz ist in eine linke und rechte Seite unterteilt. Die linke Seite einer Bilanz nennt sich die Aktivseite. Diese Seite einer Bilanz informiert über das Vermögen eines Unternehmens. Die Aktiven zeigen die Verwendung der finanziellen Mittel auf. Sie umfassen Geld, aber auch Güter oder Dienstleistungen. Die Aktivseite wird zusätzlich in Umlauf- und Anlagevermögen unterteilt. Aktiven einer Bank festgelegt. Vor 2013 sei mit keiner neuen Kommunikation in dieser Sache zu rechnen.

Das Interview mit Thomas Jordan zum Thema Mindestkurs sehen Sie hier.

Das Nationalbank-Quiz

Wie ist die Schweizerische Nationalbank organisiert? Welches sind ihre Aufgaben? Das «ECO»-Quiz für Experten.

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(siem)