SEF 2012
Synthes-Gründer Wyss zieht Berater durch den «Gaggo»
Als eines der Highlights des Swiss Economic Forums entpuppte sich der Vortrag von Synthes-Gründer Hansjörg Wyss. Äusserst unterhaltsam und mit feinem Humor sprach er über persönliche Stärken und Schwächen. Dabei verteilte er diverse Seitenhiebe gegen Beraterfirmen und moderne CEOs.
Er könne nicht über die aktuelle Krise berichten, eröffnet Hansjörg Wyss seine Rede. «Als Bau-Ingenieur können sie nicht über Finanzfragen sprechen. Da helfen auch Diplome nicht weiter.» Also beginnt Hansjörg Wyss mit der Suche nach seinen persönlichen Stärken. Dabei zeigt sich der Milliardär selbstironisch und zeigt Ausschnitte aus seinen Schulzeugnissen: «Promotion gefährdet» ist dort gleich mehrfach zu lesen.
Von externer Hilfe der bekannten Beraterfirmen hält Hansjörg Wyss nichts: Auszüge von den Homepages von McKinsey, PriceWaterhouseCoopers und Boston Consulting kommentiert er mit den Aussagen: «Habe ich nicht begriffen». «Was für eine Binsenwahrheit.» «Mit dem kann ich nichts anfangen.»
Sein eigenes Erfolgsrezept sei es, die Mitarbeiter miteinzubeziehen. Von Stabsstellen hält er nicht viel: «Ich versuche die Stabsabteilung nicht zu gross werden zu lassen.» Auch der Verwaltungsrat müsse aktiv miteinbezogen werden, meint Wyss. Dieser müsse die Produkte in den Händen halten können und nicht bloss über finanzielle Belange entscheiden.


