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Scheitern im Ausland

Montag, 13. Februar 2012, 17:32 Uhr, Aktualisiert 23:25 Uhr

Laufen die Geschäfte gut, kann eine Expansion Konjunkturphase mit Wachstum, also mit wachsender Produktion und steigender Kapazitätsauslastung in der Wirtschaft, bei geringem Preisanstieg. Mehr Leute werden beschäftigt, was die Arbeitslosigkeit sinken lässt. Expansion ins Ausland der nächste Schritt sein. Immer wieder müssen Schweizer Unternehmen wie Swisscom, Rivella oder Affichage aber erkennen: Diese Entscheidung kann zum grossen Verlustgeschäft werden.

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Swisscom weiss, was es heisst, im Ausland zu scheitern. 2007 übernahm sie die italienische Telekom-Firma Fastweb für 6,9 Milliarden Franken. Dann geriet die Firma wegen Steuerbetrugs und Geldwäscherei ins Visier der Behörden. Den Rest besorgte die Wirtschaftskrise. Die Konsequenz für Swisscom: Abschreibungen von über einer Milliarde Euro.

Bild Rivella-Produktion
Das muss doch auch den Briten schmecken, dachte man sich bei Rivella. In Grossbritannien war man anderer Meinung. photopress/rivella

Teuer zu stehen kam es auch die Migros. Sie fand, der Schritt über die Grenze wäre nur ein kleiner. Mitte der 1990er-Jahre wollte der Detailhändler in Österreich wachsen. Migros beteiligte sich am Handelsriesen Konsum. Dessen Finanzen waren allerdings in einem schlechte Zustand. Migros musste erkennen, dass der Markt im Nachbarland vollständig anders funktioniert – und verlor 330 Millionen Franken.

Andere Länder, andere Sitten

Diese Erkenntnis machte auch Rivella. Vor 13 Jahren beschloss das Getränke-Unternehmen, dass die britischen Konsumenten die richtigen Adressaten für das Milchserum-Getränk wären. 7 Millionen Franken investierte Rivella für Werbung und Design. Den Briten schmeckte das ungewöhnliche Getränk nicht, sie griffen nicht zu. Schon bald war die Expansion Konjunkturphase mit Wachstum, also mit wachsender Produktion und steigender Kapazitätsauslastung in der Wirtschaft, bei geringem Preisanstieg. Mehr Leute werden beschäftigt, was die Arbeitslosigkeit sinken lässt. Expansion gescheitert.

Bild Angestellter der Plakat-Gesellschaft Affichage bringt Plakat an
Auf in den Balkan! – Die grossangelegte Expansion Konjunkturphase mit Wachstum, also mit wachsender Produktion und steigender Kapazitätsauslastung in der Wirtschaft, bei geringem Preisanstieg. Mehr Leute werden beschäftigt, was die Arbeitslosigkeit sinken lässt. Expansion wurde Affichage/APG zum Verhängnis. srf

Auch die Plakat-Gesellschaft Affichage/APG wurde durch ihr gut laufendes Geschäft übermütig. Sie expandierte vor rund 7 Jahren nach Ungarn, Bosnien, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Montenegro, Griechenland und Italien. Mehr als 100 Millionen Euro investierte die Schweizer Firma.

Andere Länder, andere Sitten, mussten die Chefs feststellen. Der neue CEO Daniel Hofer ist nun dabei, die Finanzlöcher zu stopfen, die seine Vorgänger in die Firmenkasse gerissen hatten. Heute beschäftigen sich die Gerichte mit dem Ausland-Abenteuer von Affichage.

Mehr zur Balkan- Expansion Konjunkturphase mit Wachstum, also mit wachsender Produktion und steigender Kapazitätsauslastung in der Wirtschaft, bei geringem Preisanstieg. Mehr Leute werden beschäftigt, was die Arbeitslosigkeit sinken lässt. Expansion der Schweizer Plakat-Gesellschaft und zu ihrem heutigen Zustand zeigte das Wirtschaftsmagazin «ECO» am 13.02.2012.

Affichage: Nachwehen der Ausland-Geschäfte

 

(siem)

Kommentare aktiv...

E. Raouf, Gsteigwiler
(gambit Mann)
Verfasst am: 15.2.2012 16:46

rivella in england gescheitert

die firma war zuwenig kreativ-innovativ... mehr

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