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Archiv Sendung vom 19.09.2012

Sally (r.) erzieht ihren Sohn Matthew (M.) durch und durch chinesisch

DOK am Mittwoch, 19.09.12, 22.55 Uhr, SF1

Scheitern ausgeschlossen

Erziehung auf Chinesisch

Die sogenannten chinesischen Tigermütter tun alles für die Förderung ihrer Kinder, nicht selten über deren Grenzen hinaus. Dass ihre Kinder auch einmal scheitern dürfen, kommt im Plan dieser Mütter nicht vor. Denn wer hart genug arbeitet, kann jedes Ziel erreichen - so ihr Motto. Sally, Kate und Vivian leben zwar seit langem in England, doch wenn es um die Erziehung ihrer Kinder geht, sind sie durch und durch chinesisch.

Vivian (M.) und ihr Sohn Nathan (l.) treffen den chinesischen Starpianist Lang Lang (r.)

Hinsichtlich der schulischen Leistungen sind chinesisch-britische Kinder die erfolgreichste ethnische Gruppe in Grossbritannien. Hinter diesen Erfolgsgeschichten steht meistens eine strenge chinesische Mutter. Für ihre Kinder stellen die Mütter Sally, Kate und Vivian einen strikten Stundenplan mit Hausaufgaben, Zusatzaufgaben und Musikunterricht zusammen.

Der 10jährige Nathan

Drei Stunden Heimstudium neben der Schule sind für Nathan, Matthew und Juliette Normalität - daneben bleibt kaum Zeit für das Spielen.

Matthew hat kaum Zeit zum Spielen

Für den zehnjährigen Nathan ist der schönste Moment des Tages, wenn er schlafen gehen kann. Und gefragt nach seinen Bestleistungen in der Schule meint der sechsjährige Matthew, ihm würde es auch reichen, wenn er Zweitbester wäre.

Vivian hofft auf eine grosse Zukunft für ihren Sohn Nathan

Welchen Preis bezahlen Mütter und Kinder für diese Art der Förderung? Und ist das der Weg der Zukunft?

Filmemacherin Hannah Berryman begleitet in ihrer Dokumentation drei chinesische Familien in London durch den Alltag. Diese Familien geben alles, damit ihre Kinder nicht dem saloppen Lernstil ihrer britischen Kollegen verfallen.