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Archiv Sendung vom 08.08.2012

(SRF)

DOK am Donnerstag, 26.01.2012, 20:05 Uhr auf SF1

Narben der Gewalt

Basler Ultras und ihre Schlägerkarrieren 1990-2011

Ultras nannten sie sich, waren Fans des FC Basel und in der Stadt als üble Gewalttäter bekannt und gefürchtet. Voller Hass und Aggression, hatten sie ihre Haut mit Totenkopf-Tattoos zu einem Schlachtfeld gemacht. Das Faustrecht bestimmte ihr Leben. Wie konnte es dazu kommen? Der Filmautor Alain Godet hat Nevio, Frosch, Gök und Jimmy zwanzig Jahre lang begleitet und ihre Schlägerkarrieren aufgezeichnet.

Frosch im neuen Fussballstadion St. Jakob

Frosch im neuen Fussballstadion St. Jakob (SRF)

1990 lernte der Filmautor Alain Godet eine Gruppe junger Männer kennen. Ultras nannten sie sich, waren Fans der FC Basel und in der Stadt als üble Schläger bekannt und gefürchtet.

Gök am Grab seines Vaters

Gök am Grab seines Vaters (SRF)

Godet filmte über alle die Jahre mit Nevio, Frosch, Gök und Jimmy, die damals  zum harten Kern gehört hatten. Sie waren voller Hass, ihre Haut übersät von Totenkopf-Tattoos, Schreckensmasken der Gewalt. Keiner von ihnen, der nicht schwere Körperverletzung begangen oder Stadionverbot erhalten hatte. 

Nevio mit seinem 17jährigen Sohn Dwaine

Nevio mit seinem 17jährigen Sohn Dwaine

Jetzt, über 20 Jahre später, willigten die Ultras – inzwischen alle weit über 40 - ein, Rechenschaft über ihre Schlägerkarrieren abzulegen.
Woher stammte ihre Aggression? Welche seelischen Verletzungen verbergen sich dahinter?

Jimmy, hat auch verletzliche Seiten

Jimmy, hat auch verletzliche Seiten (SRF)

Behutsam destilliert Godet eine Anatomie der Gewalttätigkeit heraus, die dem Zuschauer manchmal den Atem stocken lässt - aber ihm auch ein Stück Verständnis abringt für das Leben von Jimmy, Gök, Frosch und Nevio.

Alain Godet

Alain Godet (SRF)

Das Team

Kamera: Emil Fischhaber, Alain Godet
Ton: René Alfeld
Schnitt: Felix Hulliger
Vertonung: Hugh Gordon
Produktionsassistenz: Yvonne Sjöberg
Redaktion: Nathalie Rufer
Leitung: Christoph Müller