Archiv Sendung vom 14.03.2012
DOK am Mittwoch, 14.03.2012, 22.55 Uhr auf SF1
Facebook-Sünden
Vom Umgang mit Social Media
Wer kennt es nicht, das Tool, mit dem man auf einen Schlag dutzende wenn nicht hunderte von Freunden findet und wo man sich über jede Veränderung im Leben, seien es Beziehungen, Ferien oder Ausgangsverhalten in Sekundenschnelle updaten kann.
Dass durch Facebook ab und zu mal etwas mehr an die Öffentlichkeit gelangt als einem lieb ist, wird zwar immer wieder kolportiert, aber wir verhalten uns alle, wie wenn das ein Märchen wäre. Dieser Film zeigt, welche Auswirkungen der unvorsichtige Umgang mit Facebook in der realen Welt haben kann. Dank der mühelosen Handhabung der so genannnten Social Media ist eine Kommunikationskultur entstanden, die spontan, sinnlich und wenig förmlich ist. Vieles würde man auf dem guten alten Papier anders ausdrücken, als wenn es im Cyberspace so leicht und oft kaum bedacht hin und her huscht. Twitter, Facebook usw. verleiht Worten und Bildern Flügel. In den Social Media gibt es keine Mengen- und keine Qualitätskontrolle. Jede und jeder kann sich ihrer fast nach Belieben bedienen, kann sich selbst einbringen, Kontakte knüpfen, Freunde finden und sich mit andern – oder mit allen – austauschen.
In den Social Media gibt es keine Mengen- und keine Qualitätskontrolle. Jede und jeder kann sich ihrer fast nach Belieben bedienen, kann sich selbst einbringen, Kontakte knüpfen, Freunde finden und sich mit andern - oder mit allen - austauschen. In diesen grenzenlosen Möglichkeiten liegen auch - wie könnte es anders sein - grenzenlose Gefahren: Vieles, was wir gutgläubig oder in einem Freudentaumel in den virtuellen Raum schicken, kann irgendwann als Bumerang zurückkehren mit einer Wirkung, die nicht beabsichtigt war.
Namentlich mit diesen unbeabsichtigten Wirkungen befasst sich der kanadische Dokumentarfilm "Facebook Sünden". Autor Geoff d'Eon erzählt von Menschen, deren Karriere wegen eines Bildes oder einer unbedachten Äusserung auf Facebook abrupt zu Ende ging, deren Ehe zerbrach, oder die ihre jahrelang gesuchten Verwandten oder das unverhoffte Eheglück per Mausklick fanden. Unglaubliche Geschichten, aber auch unglaubliche Perspektiven für unser ewiges Leben, wenn wir jener Stimme Glauben schenken, die sagt, dass der Grabstein bald ausgedient haben wird zugunsten einer Facebook-Seite, die auch nach unserem Tod offen bleibt - für immer.









