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Archiv Sendung vom 26.11.2009

(Wird er die Weberei retten können? Patron Gunkel im Gespräch)

Der Patron, die Arbeiter und die Krise

Überlebenskampf einer Textilfabrik

Ein Film von Karin Bauer

Mit 66 wäre er reif für die Pension, Albert Gunkel aber kämpft den härtesten Kampf seines Lebens. Kommt der Patron nicht schnell zu neuen Aufträgen und einer Finanzspritze, droht ihm und seinen 80 Arbeitern das Aus. Wird die bald 150jährige Weberei Keller AG das Krisenjahr 2009 überleben?

Der Patron, die Arbeiter und die Krise

Wiederholungen:

27. November 2009 um ca. 01:40 Uhr auf SF1
27. November 2009 um ca. 11:00 Uhr auf SF1
28. November 2009 um ca. 13:30 Uhr auf SF2
01. Dezember 2009 um ca. 05:35 Uhr auf SF1

(Gunkels Arbeiter sinnieren, wer entlassen wird )

Krisenopfer KMU

Die Weberei Keller AG im zürcherischen Wald ist eines der ungezählten Opfer einer Weltwirtschaftskrise, die mehr als 240 Millionen Arbeitsplätze vernichtet und Steuergelder von über 3500 Milliarden Franken gefordert hat. DOK hat den Patron und seine Arbeiter durch die vier Jahreszeiten der Krise begleitet und zeigt die globalen Schockwellen im Mikrokosmos eines KMU.

(Der 43jährige Metin Oezcan ist Gunkels starker Mann in der Weberei)

Arbeiter und Kurzarbeit

„Kurzarbeit hatten wir schon zwei- bis dreimal, aber so schlimm war’s noch nie“: Metin Oezcan, 19 Dienstjahre bei Patron Gunkel. Der Chef des Maschinenparks muss feststellen, dass luxuriöse Vorhangstoffe in Krisenzeiten nicht mehr gefragt sind. Jede dritte Webmaschine steht still, die Arbeiter dürfen nur noch halbtags arbeiten.

(Austausch von Höflichkeiten vor harter Verhandlung)

Harte Preisverhandlungen

„In Krisenzeiten wird der Textilmarkt zum Basar“: Patron Gunkel versucht seine japanischen Garnlieferanten im Preis zu drücken, um die knappen Margen seiner Kunden auszugleichen. Ein fatales Domino. Der Lieferant darf nicht kippen, sonst hat auch Gunkel Mühe zu überleben.

(Herber Schlag für Sekretärin Karin Wick)

Die Kündigung

„Man meint, man sei im falschen Film“: Sekretärin Karin Wick wird nach vier Dienstjahren entlassen. Sie ist eine der Angestellten, die über die Klinge springen müssen, um die Fabrik zu retten. Wick hat Glück im Unglück, sie ist eine der wenigen gelernten Kräfte im Betrieb. Unterdessen sind aber fast 158‘000 Menschen arbeitslos in der Schweiz, fast 60% mehr als im Oktober 2008. Wird Karin Wick im Alter von 46 noch einen neuen Job finden?

(Der Patron und die Parlamentarierin)

Der Countdown läuft

„Kann der Bund uns unterstützen?“ Solange die Aufträge ausbleiben, braucht der Patron einen Überbrückungskredit in der Höhe von einer Million Franken. Bei seiner Hausbank, der mit Steuergeldern unterstützten UBS blitzt er ab. Jetzt bittet der verzweifelte Patron FDP-Ständerätin Erika Forster, im Namen des Bundes für seinen Betrieb zu bürgen. Wird er die überlebenswichtige Million doch noch bekommen?

(Autorin Karin Bauer)

Die Autorin

Karin Bauer ist Dokumentarfilmerin und Produzentin der „Rundschau“. Ihre Reportagen behandeln politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen. Ihr Film „Die neuen Schweizermacher – Einbürgerungen im Kanton Aargau“ wurde mit dem Medienpreis Aargau/Solothurn ausgezeichnet. Filme 2008/2009:
'Geld,Gier und Grössenwahn– Die Schweiz im Sog der Finanzkrise'.
'Eheschein/Scheinehe– Was Paare im Kanton Thurgau erleben'.
'Vertrieben von Zuhause– Die Yuppisierung eines Quartiers'.

Notizen der Autorin...

...zu ihrem Film