Inhalt

Kriminalfälle

Siebenteilige Serie im Juli/August 2007

"Kriminalfälle, die die Schweiz bewegten"

Der nette Junge von nebenan als Frauenmörder, vier Tote im Zürcher Bauamt, eine blutige Rache im Bündner Bergdorf, die letzte zivile Hinrichtung in der Innerschweiz. Und noch immer will man wissen: Wie kam es zur Tat, und weshalb? Wie wurde der Täter überführt, und wie wurde er bestraft? Die siebenteilige «DOK»-Sommerserie «Kriminalfälle, die die Schweiz bewegten» rollt Verbrechen auf, die die Schweizer Bevölkerung über Jahre hinweg in Atem hielt.

Strafrechtsprofessor Christian Schwarzenegger

Strafrechtsprofessor Christian Schwarzenegger (SF)

Die DOK-Serie erzählt von Abgründen der menschlichen Seele, von Rache und von der Tragödie, einen geliebten Menschen durch Ermordung zu verlieren. Die Filme befassen sich aber auch mit Fragen zu Schuld und Sühne, zum Sinn von Strafe und dem Schutz der Gesellschaft vor Verbrechern. Der Zürcher Strafrechtsprofessor Christian Schwarzenegger greift in den sieben Filmen Themen auf, die jeweils über den einzelnen Fall hinausweisen und stellt juristische Zusammenhänge spannend dar. «Wir zeigen Fälle, die überraschende Einblicke in Verbrechen vermitteln, die die Schweiz bewegten. Die Ermittlungstechnik der Polizei, die Arbeitsweise der Justiz, die sozialen Hintergründe der Tat und die Abgründe der menschlichen Psyche stehen auch diesmal wieder im Mittelpunkt der DOK-Serie», erklärt Produzentin Helen Stehli Pfister. Die sieben Kriminalfälle, jeweils am Montagabend auf SF 1.

(SF)

2. Juli 2007

Die Entlarvung des Frauenmörders Mischa E.

In der Nacht auf den 1. August 2002 attackierte der bekannte Waffenläufer Mischa E. in Bern eine Studentin und verletzte sie lebensgefährlich. Eine Stunde später ermordete er eine 20jährige Maturandin. Die Polizei fahndete fieberhaft nach dem Mitternachtsmörder und fasste ihn drei Wochen nach der grausamen Tat. Die Autorinnen Michèle Sauvain und Fiona Strebel gehen der Frage nach, wie der nette Junge von nebenan zum Serientäter wurde und warum die Polizei ihm nicht früher auf die Spur kam.

(SF)

9. Juli 2007

Die zwei Gesichter des Gabor Bilkei

Heike Bilkei, die junge Frau des Dübendorfer Tierarztes Gabor Bilkei, verschwand Ende April 1996 spurlos. Sie hatte sich von ihrem Ehemann trennen wollen. Dieser wurde später angeklagt, seine Frau ermordet zu haben. Für schuldig befunden verbrachte Bilkei insgesamt fast zehn Jahre im Gefängnis. Inzwischen hat er seine Strafe verbüsst, behauptet aber noch immer, mit dem Verschwinden seiner Frau nichts zu tun zu haben. Michael Hegglin rollt den Fall noch einmal auf.

(SF)

16. Juli 2007

Der Kindermörder Werner Ferrari

Mit der Verhaftung von Werner Ferrari endete 1989 eine unheimliche Serie von Kindermorden. Der Hilfsarbeiter wurde 1995 in einem Indizienprozess wegen fünffachen Mordes zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe verurteilt. Im April 2007 wurde er in einem Fall freigesprochen. Daniela Dardel zeigt, wie der Serienmörder ermittelt wurde und ergründet, was Werner Ferrari angetrieben hat. Warum hat er vier Geständnisse abgelegt und später widerrufen? Wie viele Kinder hat er umgebracht? Läuft ein anderer Täter noch frei herum?

(SF)

23. Juli 2007

Blutbad im Zürcher Bauamt

1986 schockierte diese Tat die ganze Schweiz: Der Chef der Zürcher Baupolizei tötete vier seiner engsten Mitarbeiter in ihrem Büro und verletzte einen fünften schwer. Marianne Pletscher zeichnet die Vorgeschichte der Tat nach und zeigt, dass diese viel mit dem damaligen Bauboom in der Stadt und mit dem schwierigen Arbeitsklima im Zürcher Bauamt zu tun hatte. Der Film stellt die Frage nach dem Warum der Tat und reflektiert, wie viel Strafe Sinn macht.

(SF)

30. Juli 2007

Hans Vollenweider - die letzte zivile Hinrichtung

Hans Vollenweider tötete im Juni 1939 innerhalb einer Woche drei Männer: Für den Mord am Obwaldner Dorfpolizisten Alois von Moos wurde er zum Tode verurteilt. Das Strafrecht war damals noch kantonal geregelt, Obwalden gehörte zu den letzten Kantonen, die die Todesstrafe anwendeten. Theo Stich erzählt die Geschichte von Hans Vollenweider, der am 18. Oktober 1940 in Sarnen mit der Guillotine hingerichtet wurde. Es war die letzte Todesstrafe in der Schweiz nach zivilem Strafrecht.

(SF)

6. August 2007

Blutige Rache im Bündner Bergdorf

1993 brachte Erich Hauert, ein zweifacher Frauenmörder auf Hafturlaub, die 20jährige Pfadiführerin Pasquale Brumann um. Bald danach stellten die entsetzten Eltern eine Frage, die vieles in Bewegung brachte: Weshalb gewährte man einem so gefährlichen Sexualstraftäter und Doppelmörder unbegleiteten Hafturlaub? Denise Chervet befasst sich mit der schrecklichen Tat am Zollikerberg und mit ihren Folgen für den Strafvollzug. Die Tat bewirkte unter anderem, dass 2004 die Verwahrungsinitiative zustande kam und vom Volk mit grosser Mehrheit angenommen wurde.