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Aktuelle Sendung vom 02.02.2012

Donnerstag, 02. Februar 2012, 22:45 Uhr auf SF zwei

«Box Office» - so viel Film muss sein.

«Box Office» zeigt, welche aktuellen Filme man gesehen haben muss, welche DVDs man nicht verpassen darf und was man sonst noch wissen sollte aus der Welt des Films.

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Gary Oldman in «Tinker Tailor Soldier Spy»

«Tinker Tailor Soldier Spy»

Regie: Tomas Alfredson (GB/F/D 2011)
mit Gary Oldman, Colin Firth, John Hurt, Mark Strong, Tom Hardy u.a.

Wovon handelt der Film?
1973, mitten im Kalten Krieg: Der britische Geheimdienst MI6 wurde von einem russischen Spion infiltriert. Der zwangspensionierte Agent George Smiley (Gary Oldman) wird zurückbeordert, um den Verräter in den eigenen Reihen aufzuspüren.

Worum geht es wirklich?
Anders als bei James Bond geht es hier nicht um High-Tech, Martinis und Frauen. «Tinker Tailor Soldier Spy» ist ein Spionagethriller voller Paranoia und Intrigen – ein komplexes Schachspiel, in dem jeder den Anderen fünf Züge voraus zu sein scheint.

Wir finden:
Herrlich, wie der Film dem Zuschauer Zeit lässt, in die hochästhetischen Bilder einzutauchen. Wunderbar, wie die Grössen des britischen Kinos im Schatten intrigieren. Schlicht grandios, wie ein stiller Gary Oldman nur mit seiner Mimik Stürme auslöst.  «Tinker Tailor Soldier Spy» ist formvollendetes Kino, das man auf keinen Fall verpassen darf.

Autor: Lory Roebuck

«The Muppets»

«The Muppets»

Regie: James Bobin (USA 2011)
mit Jason Segel, Amy Adams, Chris Cooper u.a.

Wovon handelt der Film?
Gary (Jason Segel) und Walter (eine orangene Puppe) sind Brüder (sic) und Muppet-Fans. Auf einer Reise nach Los Angeles, bei der auch Garys Freundin Mary (Amy Adams) mit dabei ist, besucht das ungleiche Trio, die mittlerweile verfallenen Muppet Studios. Ölmogul Tex Richman (Chris Cooper) will die Studios abreissen lassen, um an die darunter liegende Ölquelle zu gelangen. Was also tun? Die verrückten singenden Puppen werden zusammengetrommelt, um mit einer neuen Show das Comeback zu wagen.

Worum geht es wirklich?
Diese plüschigen Puppen haben tierische Freude am Zerstören - innerhalb des Plots. Doch die Muppets gehen weiter: Sie sprengen die Grenzen zwischen Inhalt und Konstruktion gleich mit weg - und dafür lieben wir sie.

Wir finden:
Die Geschichte ist an den Haaren herbeigezogen und die erste Hälfte des Films langweilig. Doch wenn die Plüschfiguren richtig in Fahrt kommen, werden Kindheitserinnerungen wach und man hat Spass.

Autor: Bernhard Koellisch

Jason Segel

Jason Segel Online

Wir haben es schon letzten Sommer angekündigt: Komiker Jason Segel erobert die Welt. Nicht nur die Filmwelt, das ginge ja noch. Nein, der Star aus „How I Met Your Mother“ und dem neuen Kinofilm „The Muppets“ ist auch ein Twitter-Workaholic. Doch auch er war mal ein Skeptiker. Eine kleine Chronik.

Autor: Carole Sonderegger

Kate Beckinsale in «Underworld: Awakening»

«Box Office»-Club «Underworld Awakening»

Heute bespricht der «Box Office»-Club den Film «Underworld: Awakening» (Regie: Mans Marlind & Björn Stein). Dieser 3D-Actionstreifen ist bereits der vierte Teil in der Underworld-Saga.
Die «Box Office»-Clubmitglieder haben sich «Underworld: Awakening» in einem Spezialscreening im Kino angeschaut, und erzählen, wie ihnen dieser rasante Film eingefahren ist - und warum die Hauptdarstellerin Kate Beckinsale ein Hingucker ist.
 
Was ist der «Office»-Club?
Der «Box Office»-Club gibt Filmfans eine Stimme. «Box Office» lädt interessierte Filmliebhaber zu exklusiven Film-Previews ins Kino ein. Die Club-Mitglieder sprechen dann ihre Filmkritik zu Hause in die Webcam. Das «Box Office»-Team gestaltet daraus einen Beitrag, der jeweils zum Filmstart in der Sendung präsentiert wird.

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Stellen Sie sich kurz vor (Alter bitte nicht vergessen) und erzählen Sie uns etwas über den Film, den Sie zuletzt gesehen haben. Schreiben Sie, was Ihnen dabei gefallen, oder was Sie dabei gestört hat.

Charles Dickens

Happy Birthday, Charles Dickens!

Zum 200. Geburtstag von Charles Dickens schaut sich «Box Office» die vielen Verfilmungen seiner Geschichten neu an.

Von «Oliver Twist» bis «A Christmas Carol» – Charles Dickens ist nicht nur in der Literatur, sondern auch auf der grossen und kleinen Leinwand ein Dauerbrenner. Und wer jetzt meint, das seien doch langweilige Kostümschinken, der irrt gewaltig. Dickens‘ Geschichten sind aktueller als man denkt: Finanzkrisen und deren Folgen für die Gesellschaft, Eheprobleme, Kinderarbeit - solche Themen sind heute wie damals Dauerbrenner in den Medien. Und was Dickens so besonders macht: Er bevölkert seine Geschichten mit spannenden Figuren, mit denen man sich auch heute noch identifizieren kann.

Hier ein paar Tipps fürs Heimkino:

Great Expectations:
• 1946, David Lean: stimmig und unheimlich in Schwarz-weiss
• 2011, BBC-Miniserie: Gillian Anderson als verstörte Miss Havisham und Ray Winstone als entlaufener Sträfling brillieren

Oliver Twist
• 1948, David Lean: Alec Guinness ist unübertroffen als Kinderfänger Fagin
• 2005, Roman Polanski: lebendige Interpretation

David Copperfield
• 1999, BBC-Miniserie: Darstellerriege par Excellence: Maggie Smith, Bob Hoskins und ein kleiner Knabe mit dem Namen Daniel Radcliffe…

Little Dorrit
• 2008, BBC-Miniserie: düster und hell, fröhlich und traurig. Hier steckt alles drin.

Autor: Anita Egger

Louis Malle

„Gottes eigenes Land“

Regie: Louis Malle (USA 1986)

Wovon handelt der Film?
Glencoe im US-Bundesstaat Minnesota: „Für die Amerikaner ist der mittlere Westen das echte Land, wo die echten Leute leben und die echten Werte herrschen.“, begründete Malle in einem Interview sein Interesse an dem Provinznest.  In der Tradition des cinema verité macht er sich 1979 auf, den Durchschnittsamerikaner und dessen amerikanischen Traum zu ergründen. Sechs Jahre später, 1986, kehrt er zurück und dokumentiert den gesellschaftlichen Wandel, der sich während der Reagan-Ära im Land vollzieht.

Worum geht es wirklich?
Um Werte und Lebensentwürfe und ihre Anpassung an gesellschaftlichen und ökonomischen Wandel.

Wir finden:
Malle ganz anders: als Guerilla- und Dokumentarfilmer, das ist ein Erlebnis. Nie macht er in seinen träfen Kommentaren einen Hehl aus seiner eigene Haltung und der Empathie für seine Protagonisten. Jederzeit ist er als Filmemacher für den Zuschauer präsent, doch niemals als eitler Selbstdarsteller, dem man im Dokumentarfilm zuweilen auch begegnet. Malles kindliche Neugier ist ansteckend, seine Begegnungenberührend, sein Film ein grossartiges Zeitdokument von brisanter Aktualität.

LOUIS MALLE BOX: USA (3 DVDS), erschienen bei Alive.

Autor: Andrea Guyer

Wiederholungstermine

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