Übersicht
«Die Zauberflöte» auf zwei Kanälen
Der TV-Opernevent im Opernhaus Zürich
Der TV-Opernevent im Opernhaus Zürich wurde von Nikolaus Harnoncourt, einem Experten präziser Klangschönheit, dirigiert. Für die Inszenierung wurde Martin Kušejs, ein Enfant terrible des deutschsprachigen Gegenwartstheaters, verpflichtet. Die Premiere am 17. Februar 2007 sorgte denn auch für viel Gesprächsstoff und erhitzte Gemüter.
Die Oper vor und hinter der Bühne
Theater vor und hinter der Bühne – zwei komplett verschiedene Welten, die doch untrennbar zusammengehören. Das Schlagwort von der Oper als einem «unmöglichen Kunstwerk» manifestiert sich nicht zuletzt im immensen personellen und technischen Aufwand, den eine Opernproduktion voraussetzt. Aus der Perspektive des Theaterpublikums ist das Zusammenspiel von Bühne, Licht, Orchester und Akteuren in seiner faszinierenden Komplexität kaum auszumachen. Erst der Blick hinter die Bühne erlaubt eine Vorstellung von der «Traumfabrik» Theater, lässt den beeindruckenden Organismus aus künstlerischen und technischen Elementen erlebbar werden.
Die Oper live im Internet
Bei der «Zauberflöte auf 2 Kanälen» wurde interaktives Fernsehen und Web für jedermann Realität. So konnte der Zuschauer und User frei wählen zwischen dem Geschehen auf der Bühne und hinter den Kulissen. Die Übertragung stand auch als LiveStream im Internet zur Verfügung.
Die Moderation
Kurt Aeschbacher
«Ich war immer schon ein grosser Opernfan. Schuld daran ist die Zauberflöte. Die durfte ich mir damals in Bern am Stadttheater als Viertklässler zusammen mit meinem Vater anschauen. Das hat mir den Ärmel reingenommen. Ich sass von da an so regelmässig im Theater, dass ich bald auch hinter die Bühne gucken durfte. Dank der Freundschaft zu einem amerikanischen Bariton, der den Papageno sang. So kehre ich ein paar Jahrzehnte später wieder zurück: hinter die Bühne mit Papageno und Co.»
Sandra Studer
«Die Zauberflöte gehört zu meinen allerersten Opernerlebnissen. Als Kind mochte ich vor allem den schlitzohrigen Papageno und die hohe Stimme der Königin der Nacht. Ich kriege heute noch Hühnerhaut, wenn ich sie höre. Die Musik der Zauberflöte versetzt mich in die Phantasiewelt meiner Kindheit zurück. Umso spannender wird es sein, als Erwachsene hinter diese bunte, schillernde Märchenkulisse zu blicken. Ohne ihr dabei den Zauber zu nehmen.»
Monika Schärer
«Mein erstes Opernerlebnis war unter freiem Himmel. In der Arena von Verona, dem Heimatort meines Grossvaters mütterlicherseits, erlebte ich Grandezza, Gigantismus, Ohrenschmaus in einem. Der Einzug der Mehrbesseren auf dem roten Teppich zu Beginn der Vorstellung löste auf den obersten Rängen ein Pfeifkonzert aus. Der volle Mond am Nachthimmel stahl dem Bühnenbild die Schau. Ich muss damals 10 Jahre alt gewesen sein. Welche Oper zur Aufführung kam? Keine Ahnung. Aber es war sehr schön.»
»Es wird ein Marathon, ein Höchstgenuss, ein Spektakel und hoffentlich erklimmen wir höchste Höhen wie die Königin der Nacht in ihrer berühmten Arie.»













