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Archiv Sendung vom 17.05.2012

Aeschbacher - Paradiesisch

Aeschbacher - Paradiesisch

Rolf Ehrensberger alias Frosch belebt die Gärten seiner Kunden; auf einem holländischen Velo strampelt der Lebenskünstler zu seinen Aufträgen. Der Deutsche Ingo Schlösser bringt den Schweizern Manieren bei – als Herzlichkeits-Coach im Engadin. Christian Grünig fühlt sich unverhüllt am besten gekleidet; in seinem Paradies sind alle nackt. Und Dominik gibt am Bass den Takt an; der 25jährige mit Down-Syndrom steht auch neben der Bühne im Mittelpunkt der Bergbauernfamilie.

Rolf «Frosch» Ehrensberger

Rolf «Frosch» Ehrensberger

liefert den Garten Eden auf Bestellung. Denn «Frosch» mit seinen grünen Latzhosen und knallroten Haaren ist Kundengärtner. Hausbesuche stattet er auf seinem holländischen Velo mit Ladefläche ab – allerdings nur bei gutem Wetter: Denn der Paradiesvogel arbeitet, um zu leben, und nicht umgekehrt. 100 Arbeitsstunden pro Monat reichen ihm für sein Auskommen – und da bleibt er bei Regen gerne zu Hause.

Ingo Schlösser

Ingo Schlösser

lehrt den Schweizerinnen und Schweizern Freundlichkeit. Denn diese haben sie bitter nötig, das belegt eine Studie zur Zufriedenheit von Hotelgästen. Der Deutsche, der seine Heimat vor zwölf Jahren im Engadin gefunden hat, bietet Coachings für Herzlichkeit an, und dies kostenlos. Denn Herzlichkeit habe keinen Preis, sie müsse von innen kommen. Unterstützt wird der Hotelier von der Engadinerin Jolanda Picenoni, die sich neben den Schulungen für die Stärkung der Marke Engadin einsetzt.

Christian Grünig

Christian Grünig

fühlt sich im Adamskostüm am wohlsten. Der überzeugte Naturist war langjähriger Leiter eines der ältesten Gelände für Freikörperkultur in Europa: Im Camp «Die neue Zeit» am Neuenburgersee bot er seinen Gästen das Paradies auf Erden. Darin leben die Camperinnen und Camper ohne Alkohol, Nikotin, Fleisch – und Hosen. Denn, so die Philosophie des 73jährigen, mit den Kleidern streife man auch die Sorgen ab.

Sepp, Dominik und Julia Gisler

Sepp, Dominik und Julia Gisler

wohnen hoch über Flüelen im Urnerland, erreichbar nur zu Fuss oder mit einer Seilbahn, wo sie gemeinsam arbeiten und Musik machen. Dominik begleitet am Bass Schwester Julia und Vater Sepp, die beide das Schwyzerörgeli spielen. In den Momenten auf der Bühne musizieren sie sich hinweg über alles, was Dominik anders macht. Der 25jährige hat das Down-Syndrom.