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Japan am Scheideweg

Japan am Scheideweg

Ein Jahr nach Fukushima: Wie nachhaltig hat die grosse Natur- und Technikkatastrophe Japan verändert? Haben die Japaner das Unheil, das über sie kam, tatsächlich stoisch weggesteckt? Und: Wo steht die überalterte japanische Gesellschaft 2012? In einer «10vor10»-Serie von fünf Teilen geht SF-Sonderkorrespondentin Barbara Lüthi diesen Fragen nach.

Dazu ist Lüthi, die für das Schweizer Fernsehen als Korrespondentin den asiatischen Raum abdeckt, zwei Wochen durch Japan gereist und hat mit unzähligen Menschen gesprochen. Unterstützt wurde sie dabei vom ehemaligen Tagesschau-Redaktor Thomas Stalder, Kamera und Schnitt: Nathan Mauger, Redaktion: Yoko Ishitani.

Ein Jahr nach der Katastrophe

5. März 2012

Auf der Suche nach einem neuen Leben

Die Küstenstadt Ishinomaki im Nordosten ist vom Tsunami fast vollständig weggespült worden. Über 7000 Menschen leben in provisorischen Wohnungen. Barbara Lüthi kehrt auch zurück zur Okawa Grundschule. 78 der 108 Schüler riss der Tsunami vor einem Jahr in den Tod.

Kampf gegen die Atomindustrie

6. März 2012

Kampf gegen die Atomindustrie

Seit Fukushima wollen 70% der Japaner keine Atomkraft mehr. Doch eine Umstellung auf Alternativen ist für das stromhungrige Japan nicht einfach. Der zweite Teil der Serie «Japan 2012» besucht Atsuko Ogasawara, deren Haus inmitten einer Atomanlage steht, weil sie sich geweigert hat, ihr Haus dem Energiekonzern zu verkaufen.

Junge Japaner kämpfen um Anerkennung

7. März 2012

Junge Japaner kämpfen um Anerkennung

Die Twens in Japan gelten als verlorene Generation: 30 Prozent von ihnen sind ohne geregelten Job. Freeters nennen sich die Teilzeitangestellten. Sie fühlen sich verstossen und kämpfen um gesellschaftliche Anerkennung. Reporterin Barbara Lüthi trifft verschiedene junge Japaner, die sich ganz unterschiedlich mit der Situation arrangieren.

Überalterung in Japan

8. März 2012

Überalterung in Japan

Japan hat ein Problem: Die Bevölkerung gehört zur ältesten der Welt. Jetzt muss die japanische Wirtschaft das Potenzial der Senioren nutzen. Der vierte Teil der Serie «Japan 2012» zeigt wie das Land auf die Überalterung reagiert. Reporterin Barbara Lüthi besucht unter anderem Kenji Ueda. Ein 74-jähriger Mann, der Senioren Jobs vermittelt.

Zuvorkommende Japaner

9. März 2012

Zuvorkommende Japaner

Die Menschen in Japan halten ihre Traditionen hoch. Auch nach Erdbeben und Tsunami zeigt sich, die Lehre der Samurai hilft die Tragödie zu bewältigen. Die letzte Folge der Serie «Japan 2012» zeigt anhand alltäglicher Situationen, was die japanische Art ausmacht. Respekt und Disziplin sind Werte, die in der japanischen Kultur fest verankert sind.